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© Bild mit KI erstellt

Nein zur Burgenland-Maut! Handel warnt vor Mehrkosten für Betriebe & Konsumenten

Teurere Warenlogistik, höherer Kostendruck

Lesedauer: 1 Minute

Aktualisiert am 19.08.2026

Burgenlands Handelsbetriebe sprechen sich klar gegen eine zusätzliche Lkw-Mautbelastung im Burgenland aus. Die Lkw-Maut im Burgenland verteuert die Warenlogistik und erhöht damit den Kostendruck auf Unternehmen und letztlich auch auf die Konsumentinnen und Konsumenten.


Der Handel ist bereits jetzt hohen Belastungen ausgesetzt und steht vor großen Herausforderungen – von der neuen EU-Verpackungsverordnung über den Druck ausländischer Onlineplattformen bis hin zu den Vorgaben des Green-Deals.

„Der Handel steht derzeit ohnehin massiv unter Kostendruck. Wenn Transporte durch zusätzliche Mautkosten noch teurer werden, trifft das unsere Betriebe sehr hart – und am Ende auch die Menschen, die ihre täglichen Einkäufe bezahlen müssen“, betont Spartenobmann Alexander Fischer.

Gerade für das Burgenland sei die Situation besonders sensibel. Viele Handelsbetriebe – aber auch Konsumenten - sind auf regelmäßige Lieferungen angewiesen. Lebensmittel, Heizöl und Kraftstoffe, Pellets, Baustoffe, Möbel, Elektrogeräte und zahlreiche andere Waren müssen auf der Straße transportiert werden. Jede zusätzliche Belastung entlang dieser Lieferketten erhöht die Kosten.

Maut auf Kosten der Handelsbetriebe ist keine Lösung

Der burgenländische Handel fordert daher, von zusätzlichen Belastungen für den Straßengüterverkehr abzusehen. Fischer: „Es kann nicht das Ziel sein, die Kosten für Mobilität und Logistik immer weiter nach oben zu treiben und gleichzeitig zu erwarten, dass die Preise im Handel unverändert bleiben.“

Die höheren Transportkosten müssen dann von den Unternehmen getragen oder – soweit wirtschaftlich möglich – über höhere Verkaufspreise weitergegeben werden.

„Eine zusätzliche Lkw-Maut ist damit auch eine Belastung für den Endverbraucher. Gerade in Zeiten, in denen viele Haushalte ohnehin sehr genau auf ihre Ausgaben achten müssen, ist das der falsche Weg.“

Standort Burgenland nicht weiter verteuern

Der burgenländische Handel warnt zudem vor negativen Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes. Steigende Logistikkosten treffen regionale Betriebe besonders stark und können bestehende Standortnachteile weiter verschärfen.

Gefordert wird daher eine Verkehrspolitik, die Wirtschaft, Beschäftigung und Konsumenten gleichermaßen berücksichtigt, anstatt neue Kosten auf Unternehmen und Bevölkerung abzuwälzen.

„Wir brauchen Entlastung statt neuer Belastungen. Der Handel leistet bereits jetzt einen großen Beitrag. Zusätzliche Kosten für Transporte, die anschließend bei Betrieben und Konsumenten landen, sind kein nachhaltiger Weg. Wer die Preise stabil halten und den Wirtschaftsstandort stärken will, darf die Logistikkosten nicht ständig weiter erhöhen.“

Die Sparte Handel in der Wirtschaftskammer Burgenland zählt mehr als 6.000 Mitgliedsbetriebe.


Spartenobmann Alexander Fischer // Foto © WKB