Nein zur Bus-Maut!
Mobilität im Burgenland wird teurer
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Die geplante LKW- und Bus-Maut im Burgenland sorgt für großen Unmut und Unruhe in der Autobusbranche. Das umweltfreundliche Verkehrsmittel Autobus wird dadurch im Öffentlichen Verkehr und Freizeitverkehr künstlich verteuert.
Das heimische Autobusgewerbe mit 45 Unternehmen und insgesamt 600 Beschäftigen ist Garant für eine funktionierende Mobilität im Burgenland.
„Wir sind völlig überrascht von den Plänen des Landes, die geplante Lkw-Maut auch auf die Autobusse auszuweiten. Ein schwerer Schlag gegen die Mobilität in unseren ländlichen Regionen, auch weil vielfach die Alternative zur Bahn fehlt“, zeigt sich Martin Horvath, Obmann der Fachgruppe Autobusse in der Wirtschaftskammer, enttäuscht.
„Wir bringen tagtäglich tausende Burgenländerinnen und Burgenländer sicher an ihr Ziel, egal ob zur Schule, in die Arbeit oder zum Reiseziel“, resümiert Martin Horvath.
Das Land verteuert damit den Öffentlichen Verkehr und Freizeitverkehr im Burgenland: „Die Schulfahrt ins Bad, der Vereinsausflug sowie der Öffentliche Verkehr werden dadurch mit einem Schlag teurer“.
„Bus fahren heißt auch Klima schützen. Im Durchschnitt ersetzt ein einziger Bus eine PKW-Kolonne von 30 Fahrzeugen. Busse sorgen damit für enorme CO2-Einsparungen, wichtige Verkehrsentlastung und Ressourcenschonung. Aber darauf nimmt der Gesetzgeber überhaupt keine Rücksicht“, vermisst Horvath jegliche sachliche Diskussion.
Erschüttert vom Vorgehen des Landes zeigt sich auch Bernhard Dillhof, Geschäftsführer der Fachgruppe: „Die betroffenen Wirtschaftskreise wurden in keinster Weise eingebunden. Einen Tag vor dem Begutachtungsbeginn wurde uns die fertige Gesetzesvorlage präsentiert. Das Land hat in den letzten Jahren viele Millionen Euro in den Öffentlichen Verkehr investiert und verteuert jetzt durch eine neue Landessteuer den Fahrpreis.“
Die Wirtschaftskammer Burgenland appelliert daher an die Verantwortlichen, die geplante Bus-Maut nochmals zu überdenken und die Kosten für die Mobilität im Burgenland nicht zu erhöhen. Viele Menschen sind auf das Verkehrsmittel Autobus angewiesen.
Bild: Martin Horvath und Bernhard Dillhof machen mobil gegen die Burgenland-Maut