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Nein zur Lkw-Maut!

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Lesedauer: 1 Minute

Aktualisiert am 17.08.2026

Die geplante LKW-Maut im Burgenland sorgt für großen Unmut und Unruhe in der Transportwirtschaft. Der Wirtschaftsstandort Burgenland ist in Gefahr! Die Güterbeförderungsunternehmen fahren nicht zum Selbstzweck, sondern versorgen Land und Leute mit Waren des täglichen Bedarfes. 

Das heimische Transportgewerbe ist Motor für eine funktionierende Wirtschaft und Nahversorgung. „Wir sind mit 450 Betrieben und 2.700 Beschäftigten ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber im Burgenland“, resümiert Roman Eder, Obmann der Fachgruppe Güterbeförderung in der Wirtschaftskammer Burgenland.

Die von der Landesregierung geplante Lkw-Maut im Burgenland wäre eine Katastrophe für die Menschen in unserem Land und für den Wirtschaftsstandort Burgenland.

„Diese Maut wäre eine Massensteuer, die am Ende des Tages der Konsument zu bezahlen hätte. Die Folgewirkungen sind ein Anschlag auf die Lebensqualität in unserer Region. Gerade das Burgenland wäre durch diese Maut ganz besonders betroffen“, erteilt Branchenvertreter Roman Eder dieser Forderung eine klare Absage.

Der Großteil der Güter des täglichen Bedarfs wird im regionalen Zustellverkehr auf Landesstraßen transportiert – es gibt hier keine Alternative zum LKW. „Die Folge dieser Landesmaut sind höhere Transportpreise, die auf die Waren aufgeschlagen werden müssen. Zu spüren bekommt das vor allem der Konsument mit höheren Preisen - egal ob bei Lebensmitteln, Treibstoffen oder beim Zustelldienst für den ‚Häuslbauer‘ “, erläutert Eder.

Erschüttert vom Vorgehen des Landes zeigt sich auch Bernhard Dillhof, Geschäftsführer der Fachgruppe: „Die betroffenen Wirtschaftskreise wurden in keinster Weise eingebunden. Einen Termin beim Landeshauptmann haben wir trotz fünfmaliger Terminanfrage nicht bekommen und einen Tag vor Begutachtungsbeginn wurde uns die fertige Gesetzesvorlage präsentiert.“

„In Zukunft werden sich produzierende Betriebe genau überlegen, ihren Standort noch im Burgenland zu wählen, da sowohl bei der Anlieferung der Rohstoffe und Halbprodukte als auch bei der Auslieferung der Fertigprodukte zusätzlich Kosten anfallen. „Gerade für strukturschwache Regionen wie das Mittel- und Südburgenland hätte das fatale Auswirkungen!“, meint Dillhof.

Belegt werden diese Befürchtungen durch eine Studie der Wirtschaftsuniversität Wien, die bestätigt, dass ländliche Regionen durch eine Maut auf Landesstraßen massiv geschwächt würden. Zudem widerspräche das den Anstrengungen der Politik, gerade periphere Gebiete zu stärken.

Die Wirtschaftskammer Burgenland appelliert daher an die Verantwortlichen, die geplante Lkw-Maut nochmals zu überdenken und gemeinsam nach Lösungen zu suchen, die den Wirtschaftsstandort stärken, anstatt Betriebe und Konsumenten zusätzlich zu belasten!


Bild: Roman Eder und Bernhard Dillhof machen mobil gegen die Burgenland-Maut