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Handel drängt auf Entlastung und klare Rahmenbedingungen

Unter Druck

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Aktualisiert am 02.06.2026

Bei der Spartenkonferenz der Sparte Handel der Wirtschaftskammer Burgenland in Parndorf stand die Zukunft der heimischen Handelsbranche im Fokus. Trotz der positiven Entwicklung im Jahr 2025 sehen sich die Handelsbetriebe mit zunehmenden Herausforderungen konfrontiert und fordern gezielte Entlastungsmaßnahmen. Ein starkes Zeichen für den regionalen Handel setzt die Fortführung der WKB-Kampagne „#unverzichtbar“.

Der burgenländische Handel konnte 2025 eine positive Entwicklung verzeichnen. Diese gilt es nun abzusichern, denn die Herausforderungen nehmen spürbar zu. Internationale Krisen wie der Iran-Konflikt und damit einhergehende steigende Preise treffen die Handelsbranchen ebenso wie zunehmende regulatorische Anforderungen.

Im Zentrum der Spartenkonferenz in Parndorf standen vor allem steigende bürokratische Belastungen. Maßnahmen wie die Umsetzung der Umsatzsteuersenkung, europäische Vorgaben zur Gebäudeeffizienz oder neue Regelungen wie die Paketsteuer auf nationaler Ebene bringen zusätzlichen Aufwand und Kosten. Weitere Belastungen wie etwa eine mögliche Landesmaut würden den Preisdruck zusätzlich erhöhen.

Spartenobmann Alexander Fischer betonte: „Der burgenländische Handel war 2025 auf einem guten Weg – wir müssen jetzt alles daransetzen, diesen Aufwärtstrend 2026 trotz aller Widrigkeiten fortzusetzen. Dafür braucht es die entsprechenden Rahmenbedingungen auf Landes- und Bundesebene!“

Auch Bundesspartenobmann Rainer Trefelik warnte vor zusätzlichen Hürden: „Wir brauchen mehr Optimismus und Mut zu nachhaltigen Strukturreformen und weniger kurzsichtiges Stückwerk bei Verordnungen und Gesetzen auf allen Ebenen. Wer bei diesen schwierigen Rahmenbedingungen die Antwort in zusätzlichen bürokratischen und steuerlichen Belastungen sieht, schadet dem Wirtschaftsstandort massiv.“

Ein zentrales Anliegen bleibt die Stärkung regionaler Strukturen. Grundtenor: Die Weiterentwicklung des Standortes gelinge nur im engen Zusammenspiel aller Partner vor Ort – Betriebe, Institutionen und Gemeinden.

Vor diesem Hintergrund rückt die Wirtschaftskammer Burgenland mit der Fortführung der Kampagne #unverzichtbar gezielt auch die Bedeutung der regionalen Betriebe in den Mittelpunkt. Sie macht sichtbar, wie wichtig heimische Händler für Versorgung, Arbeitsplätze und lebendige Ortskerne sind und fordert gleichzeitig faire Rahmenbedingungen sowie weniger Bürokratie. Die Stärkung der Nahversorgung, auch mit der Wiedereinführung der Nahversorgerförderung im Burgenland, und gleiche Spielregeln für alle Marktteilnehmer bleiben dabei zentrale Anliegen.


Im Bild: Spartenobmann Alexander Fischer und Bundesspartenobmann Rainer Trefelik