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Eisenstadts Bürgermeister Thomas Steiner, die Vortragenden Roland Gruber und Monika Hohenecker sowie Wirtschaftskammerpräsident Mst. Andreas Wirth (v. l.)
© WKB

Vom Donut zum Faschingskrapfen: Innenstädte und Ortskerne müssen verlockend sein

Antworten auf die Fragen der Innenstadt- und Ortskernbelebung standen im Zentrum einer Enquete von Wirtschaftskammer Burgenland und Stadt Eisenstadt.

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Aktualisiert am 23.09.2026

Erfolgreiche Strategien zur Revitalisierung von Stadt- und Ortszentren standen im Mittelpunkt einer Veranstaltung in der Wirtschaftskammer Burgenland in Eisenstadt.

Präsident Mst. Andreas Wirth liegt das Thema sehr am Herzen: „Ein belebtes Ortszentrum stärkt die regionale Wirtschaft und schafft Kaufkraftbindung in der Region. Entscheidend ist, dass Betriebe in den Zentren gute Rahmenbedingungen vorfinden und sich Ansiedelung auch wirtschaftlich lohnt.“

Als Keynote-Speakerin gab Zentrumsentwicklerin Monika Hohenecker Tipps für die Innenstadtbelebung. Sie begleitet seit rund 15 Jahren Kommunen, Eigentümer und Projektentwickler bei der Gestaltung lebendiger Zentren. Hochenecker: „Egal, wie klein eine Gemeinde ist, es gibt überall Dinge, auf die man stolz sein kann. Man muss sich fragen, was haben wir, was andere nicht haben? Welche Zielgruppen verpassen wir?“. Sie betont auch, dass der Handel allein den Ortskern nicht retten kann, dazu braucht es mehr: soziale Infrastruktur, passende Wohnformen, Arbeitsplätze, Plätze zum Verweilen, … „Das Angebot ist richtig, wenn ich damit Bedürfnisse erfüllen kann“, so die Vortragende. Sie empfiehlt, mit kleinen Schritten anzufangen, wie etwa mit der Bekämpfung des Leerstandes.

Praxisnahe Einblicke lieferte auch Architekt und Kulturmanager Roland Gruber, Mitgründer des Planungsbüros „nonconform“ und Vizebürgermeister von Moosburg in Kärnten. Anhand konkreter Beispiele zeigte er, wie Leerstände durch aktive Beziehungsarbeit, klare Visionen und konsequentes Engagement wieder mit Leben erfüllt werden können. Sein Credo: „Stadt- und Ortskerne dürfen innen nicht so hohl wie ein Donut sein, sie müssen süß wie die Marmelade im Faschingskrapfen sein. Das gilt, wenn die Nutzungsmischung passt.“

„Eine lebendige Innenstadt entsteht durch das Zusammenspiel von Wirtschaft, Stadtplanung, Kultur, Veranstaltungen und guter Erreichbarkeit. In Eisenstadt setzen wir deshalb auf einen breiten Maßnahmenmix – vom Innenstadtbonus und den EisenstädterScheinen über ein aktives Leerstandsmanagement bis zu verschiedenen Maßnahmen zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität. Die gemeinsam von der Wirtschaftskammer Burgenland und der Stadt Eisenstadt veranstaltete Enquete war ein wichtiger Auftakt für weitere Initiativen. Wir wollen den begonnenen Austausch fortsetzen und gemeinsam mit Wirtschaft, Eigentümern und Bevölkerung an neuen Impulsen für lebendige Stadt- und Ortskerne im Burgenland arbeiten“, betonte Bürgermeister Thomas Steiner.

 

Eisenstadts Bürgermeister Thomas Steiner, die Vortragenden Roland Gruber und Monika Hohenecker sowie Wirtschaftskammerpräsident Mst. Andreas Wirth (v. l.) // Foto © WKB