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Basis Presseinformation 2018

Der Fachverband der Mineralölindustrie stellt sich vor

Der Fachverband der Mineralölindustrie (FVMI) ist eine bundesweite Fachorganisation im Bereich der Wirtschaftskammer Österreich und als gesetzliche Interessenvertretung Bindeglied zwischen Wirtschaft und Öffentlichkeit.

Mitglieder sind österreichische Unternehmen, die Rohöl aufsuchen und fördern (upstream), in Pipelines transportieren und lagern (midstream) und in eigenen oder konzernverbundenen Raffinerien verarbeiten sowie Mineralölprodukte vertreiben (downstream).

Derzeit gehören dem Fachverband 26 aktive Mineralölunternehmen aus den up-, mid- und downstream-Bereichen an.

Mitglieder des FVMI

  • BP Europa SE
  • Danuoil Mineralöllager- und Umschlagsges.m.b.H.
  • Eni Austria GmbH
  • Eni Marketing Austria GmbH
  • Eni Mineralölhandel GmbH
  • Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H. (ELG)
  • Erdöl-Tanklagerbetrieb GmbH
  • Halliburton Company Austria GmbH
  • JET Tankstellen Austria GmbH
  • MB Well Services GmbH
  • LUKOIL Lubricants Europe GmbH
  • MOL Austria Handels GmbH
  • Netz Burgenland Erdgas GmbH
  • OMV Aktiengesellschaft
  • OMV Exploration & Production GmbH
  • OMV Austria Exploration & Production GmbH
  • OMV Refining & Marketing GmbH
  • OMV Solutions GmbH
  • Österreichischer Verband für Flüssiggas (ÖVFG)
  • Rohöl-Aufsuchungs AG (RAG)
  • RAG Energy Drilling GmbH
  • Services Petroliers Schlumberger
  • Shell Austria GmbH
  • Transalpine Ölleitung in Österreich Gesellschaft m.b.H. (TAL)
  • Tuboscope Vetco Österreich GmbH
  • Weatherford Oil Tool Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Schwerpunkte der Fachverbandsarbeit

In den Aufgabenbereich des FVMI fallen neben der umfangreichen gesetzlichen Interessenvertretung gemäß Wirtschaftskammergesetz (WKG), die regelmäßigen Abfragen, wie die wöchentliche Erhebung der Tankstellenpreise bei Kraftstoffen gemäß Preistransparenzgesetz für einen EU-weiten Vergleich, die firmenneutralen Auswertungen sowie Informationen für Regionalzonen im Inland für das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus. 

Kollektivvertragsverhandlungen für die Mitgliedsfirmen

Die Kollektivvertragsverhandlungen mit der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier sowie mit der Gewerkschaft PRO-GE für rund 4.000 Beschäftigte im Bereich der Mineralölindustrie sind eine zentrale Aufgabe des Fachverbandes. Der gemeinsame Kollektivvertrag für die ArbeitnehmerInnen in der Mineralölindustrie Österreichs wird als Druckwerk und auf der FVMI-Homepage (auch als pdf in Englisch verfügbar) sowie in der Kollektivvertragsdatenbank der WKO veröffentlicht und regelmäßig aktualisiert. 

Stellungnahmen als Branchenvertretung 

Der FVMI ist zuständig für die Koordinierung und Verfassung von Stellungnahmen im Rahmen der branchenspezifischen Begutachtung von EU-Richtlinien und nationalen Gesetzes- und Verordnungsentwürfen gegenüber Ministerien und sonstigen Behörden.

Fachliche Betreuung relevanter Themen

Der Fachverband der Mineralölindustrie betreut branchenrelevante Bereiche, wie Umwelt- und Energiethemen (Energieeffizienz, Klimastrategie, Emissionshandel, Feinstaubproblematik, Kraftstoff- und Biokraftstoffbestimmungen, Normen, Abwasser und Abfall, REACH, etc…), steuer-, gewerberechts- und sozialpolitische Themen in Zusammenarbeit mit Firmenvertretern und sonstigen Experten in fachlicher und organisatorischer Hinsicht (Arbeitskreise).

Förderung des brancheninternen Informationsflusses

Branchenspezifische Informationen sowie Informationen über allgemeine wirtschaftliche Themen werden in Zusammenarbeit und Abstimmung mit den zuständigen Fachabteilungen der WKO an die Mitgliedsunternehmen weitergegeben.

Klima- und Energiestrategie: #Mission2030

Die Mineralölindustrie versteht sich als wichtiger Player bei der Reduktion des weltweiten CO2-Ausstoßes. Für das Gelingen der Energiewende sind effiziente und kundenorientierte Lösungen notwendig.

Wichtig ist aus Sicht des FVMI, die Umsetzungsziele und den Zeitrahmen der österreichischen Klima- und Energiestrategie realistisch zu gestalten. Für eine gesicherte Energieaufbringung und -versorgung braucht es klare Rahmenbedingungen. Statt staatlicher Eingriffe sollen marktwirtschaftliche Instrumente wirken.

Der Fokus muss auf Anreizbildung statt auf Verboten einzelner Energieträger liegen. Eine umfassende Energiepolitik darf die Konsumenten nicht an der Verwendung eines Energieträgers hindern. Einschränkungen in der Auswahl der Technik würden lediglich mögliche Modernisierungen blockieren und können Energieeinsparungen sogar verhindern.

Grundsätzlich gilt: Kein Energieträger allein kann die großen Herausforderungen der Energiewende bewältigen. Studien gehen von einer Evolution, keiner Revolution der Antriebe und Energieträger aus. Mittelfristig wird eine Vielzahl verschiedener Antriebe, wie beispielsweise mit Batterie, Wasserstoff und konventionellen Kraftstoffen, nebeneinander existieren. Der Verbrennungsmotor der Zukunft wird zunehmend mit Hybrid-Antriebstechnologien kombiniert.

Langjährige Trendszenarien zeigen, dass Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren auch noch zur Jahrhundertmitte eine wichtige Rolle einnehmen werden – vor allem im Straßengüterverkehr und bei Langstreckenfahrten von PKW und Bussen, in der Luftfahrt und in der Schifffahrt.

Erdöl- und Erdgasförderung in Österreich

In Österreich suchen und fördern die OMV und die RAG-Austria AG (RAG) Erdöl und Erdgas in wirtschaftlich relevanten Mengen im Wiener Becken (Niederösterreich) und in der Molassezone (Oberösterreich, Salzburg). Das im Wiener Becken geförderte Rohöl von OMV und RAG wird per Rohrleitung zur Raffinerie Schwechat verpumpt. Das in Oberösterreich von der RAG geförderte Rohöl wird mit Eisenbahn-Kesselwaggons ebenfalls in die Raffinerie Schwechat transportiert.

In Österreich ist die Erdölförderung um 8,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr neuerlich zurückgegangen und betrug inkl. NGL (Natural Gas Liquids) 741.891 Tonnen (davon 704.678 Tonnen Erdöl im engeren Sinn). Bei der Naturgasproduktion kam es im Vergleich zum Vorjahr zu einem Anstieg um 39 Prozent auf 1,74 Mrd. m³ (Normkubikmeter), davon 1,59 Mrd. m³ im engeren Sinn (ohne Erdölgas).

Bei der Erdölförderung (inkl. NGL) verzeichnete die OMV einen Anteil von 87 Prozent und die EVN-Tochter RAG-Austria AG einen Anteil von 13 Prozent. Von den rund 742.000 Tonnen Erdöl entfielen auf das Wiener Becken 85 Prozent, die restlichen 15 Prozent Erdöl (inkl. NGL) wurden in der Molassezone/OÖ-Szbg gefördert. Die Naturgasproduktion (inkl. Erdölgas) verteilte sich österreichweit zu 53 Prozent auf die OMV und zu 47 Prozent auf die RAG. Im Wiener Becken betrug die Naturgasproduktion 32 Prozent und in der Molassezone 68 Prozent.

Rohölimporte

Die Rohölimporte aus zahlreichen Ländern wie Kasachstan (2,4 Mio. t), Irak (1,1 Mio. t), Libyen (0,98 Mio. t) und Aaserbaidschan (0,95 Mio. t) nach Österreich beliefen sich 2017 auf insgesamt rund 7,3 Mio. Tonnen (+ 1,5 % geg. Vorjahr). Die Anlieferung erfolgte zu nahezu 100 % per Pipeline vom Hafen Triest via TAL (Transalpine Ölleitung) und über die Adria-Wien-Pipeline (im Eigentum der OMV) nach Schwechat.

Rohölverarbeitung

Die Verarbeitung zu Mineralölprodukten erfolgte in der OMV-Raffinerie in Schwechat, der einzigen Raffinerieanlage in Österreich. 2017 betrug die Raffinerie-Gesamtverarbeitung 8,1 Mio t Rohöl. Die Kapazitätsauslastung lag bei 86 %. 9 % des verarbeiteten Rohöls stammten aus heimischer Förderung und ca. 91 % aus dem Ausland. An Halbfabrikaten wurden 0,9 Mio t verarbeitet (2016: 0,7 Mio t). Aus den eingesetzten Mengen hat die Raffinerie im Berichtsjahr 40 % Dieselkraftstoffe, 22 % Ottokraftstoffe, 12 % Heizöle (Extraleicht, Leicht, Schwer), 10 % petrochemische Grundstoffe, 9 % Flugturbinenkraftstoff JET A1, 4 % Bitumen und 3 % sonstiges hergestellt.Dem Dieselkraftstoff und Benzin wurden biogene Treibstoffkomponenten zugemischt. Insgesamt waren dies im Jahr 2017 rund 190.000 t FAME und 80.000t Ethanol.

Die Mineralölimporte (wie Diesel, Benzin, HEL) betrugen rund 6 Millionen Tonnen und kamen insbesondere aus Deutschland, der Slowakei, Ungarn und Slowenien. Bei Diesel waren es rund 4,5 Millionen Tonnen, bei Benzin beliefen sich die Importe auf 743.000 Tonnen und bei Heizöl Extraleicht auf 590.000 Tonnen.

Öl-Nachfrage und Öl-Förderung international

2017 stieg die Weltölnachfrage um 1,7 % auf einen neuen Rekordwert von 97,8 Mio. bbl/d. Der Zuwachs von 1,6 Mio. bbl/d entfiel zu rund 70 % auf die Nicht-OECD-Länder. Der Anstieg der OECD-Nachfrage von 0,4 Mio. bbl/d wurde überwiegend von europäischen Ländern verursacht. Die globale Ölproduktion stieg nur moderat um 0,4 Mio. bbl/d auf 97,4 Mio. bbl/d an. Maßgeblich dafür war die Zunahme der US-Produktion, die um 0,7 Mio. bb/d bzw. 5,3 % auf 13,2 Mio. bbl/d ausgeweitet wurde. Hingegen drosselten die OPEC-Länder ihre Rohölproduktion um insgesamt 0,5 Mio. bb/d (- 1,5 %) auf 32,3 Mio. bbl/d (ohne NGL), wodurch ein Abbau der in den Vorjahren aufgebauten hohen Lagerbestände um 0,4 Mio. bbl/d möglich wurde.

Rohöl-Preisentwicklung

Der Ende November 2016 von den 14 OPEC-Ländern gefasste Beschluss zur Senkung des Produktionsniveaus in der ersten Jahreshälfte 2017 um 1,2 Mio. bbl/d wurde auch von 10 anderen Ölförderländern wie Russland und Mexiko unterstützt. Die bewirket eine Stabilisierung des Marktes und der Preis für die Rohölsorte Brent kletterte bis Anfang 2017 um rund 30 % auf USD 55/bbl. Nach einer Schwächephase im Frühjahr stieg der Ölpreis bis zum Jahresende 2017 auf 66 USD/bbl. Die relativ konsequente Einhaltung der bis März 2018 verlängerten Produktionsbegrenzung, die gute Konjunktur und die geopolitische Lage unterstützen diesen Preisanstieg. Der Durchschnittspreis 2017 für Brent-Rohöl betrug 54,2 USD/bbl, um 24 % mehr als im Jahr davor.

Der US-Dollar zeigte sich 2017 gegenüber dem Euro schwächer und der EUR/USD-Wechselkurs stieg im Jahresverlauf von 1,05 auf 1,20. Im Jahresdurchschnitt lag der EUR/USD-Kurs mit 1,13 um 2 % über dem Vorjahr.

Der Mineralölverbrauch in Österreich

Unter Einbeziehung aller Mineralölprodukte, wie Kraftstoffe, Gasöl für Heizzwecke (Heizöl Extraleicht, HEL), Heizöl Leicht und Schwer, Schmiermittel und Bitumen, jedoch ohne petrochemische Grundstoffe, lag der Mineralölverbrauch 2017 bei 11,3 Millionen Tonnen, was einem Anstieg um 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht (2016: 11,1 Mio. t), jedoch unter dem Spitzenwert von 2005 (12,9 Mio. t) liegt.

Der Kraftstoffverbrauch (ohne Flugtreibstoff) lag in Österreich im vergangenen Jahr bei 8,6 Millionen Tonnen (entspricht ca. 10,4 Mrd. Liter).

Der Benzinabsatz für 2017 war leicht rückläufig (-1,2 Prozent). Von den knapp 2,2 Milliarden Liter Benzin, die 2017 nahezu ausschließlich über die 2.685 öffentlich zugänglichen Tankstellen vertrieben wurden, waren laut Verbrauchsstatistik 94 Prozent Eurosuper, 5 Prozent Super plus und 1 Prozent Normalbenzin.Blickt man zurück, kann man feststellen, dass 2003 noch etwa 27 % mehr Benzin am österreichischen Markt verbraucht wurden. Zurückzuführen ist die rückläufige Entwicklung auf die jährlich sinkende durchschnittliche Fahrleistung pro PKW und die sparsameren Benzinmotoren. Durch die Dieseldiskussion und die damit verbundenen geringeren Anmeldungen von Diesel-Neufahrzeugen wird bei Benzin eine Trendwende einsetzen und sich der Benzinverbrauch nach vielen Jahren des Rückgangs wieder erhöhen.

Bei Dieselkraftstoff wurde durch die konjunkturbedingt höhere Dieselnachfrage ein Plus von 2,9 Prozent verzeichnet. Insgesamt ergab sich in Österreich ein Absatz von Dieselkraftstoff von 8,2 Milliarden Liter. Davon wurden rund 57 Prozent (4,7 Milliarden Liter) über das öffentlich zugängliche Tankstellennetz verkauft. Die verbliebenen 43 Prozent (3,5 Mrd Liter) gingen direkt an betriebliche Tanklager von Großkunden, wie Transport- und Bauunternehmen, an LKW-Autohöfe oder die öffentliche Hand.

An Flugturbinenkraftstoff wurden 2017 an die 740.000 Tonnen verbraucht, um 3,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Absatz von Heizöl Extraleicht (HEL) betrug 2017 1,18 Mio. Tonnen, um 3,8 Prozent mehr als im Vorjahr. In Volumen umgerechnet waren das knapp 1,4 Mrd. Liter Heizöl Extraleicht.

Tankstellenpreise

Der Durchschnittspreis von Benzin im Jahr 2017 betrug in Österreich 1,18 Euro/Liter, im Jahr davor waren 1,11 Cent/Liter. Der Durchschnittswert in der Europäischen Union fürEurosuper lag 2017 bei 1,35 Euro/Liter, somit um 17 Cent über dem Österreichwert. Bei Diesel belief sich im Jahresdurchschnitt der heimische Tankstellenpreis auf 1,11 Euro/Liter, um etwa 8 Cent über dem Wert des Vorjahres. Der gewichtete Diesel-Durchschnittswert für alle EU-Länder betrug 2017 1,21 Euro/Liter. Der EU-Durchschnitt lag somit mit rund 10 Cent/Liter auch bei Diesel unverändert deutlich über dem Österreich-Durchschnitt.

Zusammensetzung des Kraftstoffpreises

Auch mit Blick auf den zehnjährigen Durchschnitt ist das Preisniveau als moderat zu bezeichnen. Autofahrer konnten 2017 zu guten Konditionen tanken, inflationsbereinigt sogar günstiger als noch vor 30 Jahre – ein Ergebnis zu dem die Österreichische Energieagentur kam, die regelmäßig die Verbraucherpreise erhebt.

Die Brutto-Tankstellenpreise setzten sich im Mai 2018 wie folgt zusammen: 56 Prozent Steuern bei Benzin und 50 Prozent Steuern bei Diesel, 36 Prozent Produktionskosten bei Benzin und 42 % bei Diesel - von der Rohölaufsuchung, Förderung und Transport bis hin zur Verarbeitung in der Raffinerie. Die bei Benzin und Diesel jeweils verbliebenden 8 Prozent der Kosten entfielen auf den Vertrieb der Kraftstoffe von der Raffinerie zum Konsumenten einschließlich Abdeckung von Investitionen in Gebäude und Grundstücke bei Tankstellen und Lager sowie für Umwelttechnik, fachgerechte Entsorgung, Instandhaltung und Wartung, Personal, Pächterprovisionen, Marketing, Forschung und Entwicklung.

FVMI als Know-how Träger bei den Themen Energie und Umwelt

Als Branchenvertretung der Mineralölunternehmen übernimmt der FVMI die fachliche Betreuung bei Energie- und Umweltthemen. Die Mitgliedsunternehmen des Fachverbandes sind mit ihren Aktivitäten in der österreichischen und europäischen Energieversorgung an einer Energie- und Umweltpolitik interessiert, die den globalen und künftigen Herausforderungen der Energieversorgung und dem zunehmend an Bedeutung gewinnenden Thema der Energieeffizienz gerecht wird. 

Biokraftstoffe

Seit dem Jahr 2005 wird in Österreich flächendeckend Dieselkraftstoff mit einer Biokomponente (B5, das ist fossiler Dieselkraftstoff mit maximal 5 % Biodieselanteil/FAME, seit Februar 2009 mit maximal 7 % Biodieselanteil / B7) über das öffentlich zugängliche Tankstellennetz und den Großhandel in den Verkehr gebracht. Seit Oktober 2007 sind auch im Benzin knapp 5 % Bioanteile, wie Bioethanol oder ETBE, enthalten. Der Grund für die industrielle Beimengung von Biodiesel und Ethanol sind die entsprechenden EU-Vorgaben. Der Anteil an Biokraftstoff wird durch die Bezeichnung „B“ für Biodiesel beschrieben, bei Benzin mit „E“ für den Ethanolanteil (z.B. B7, B100, E 5, E 85).

Die derzeit gültige Kraftstoffverordnung (KVO) regelt die Ersatzverpflichtung (Substitutionsverpflichtung) von insgesamt 5,75 % energetisch durch Biokraftstoffe bei herkömmlichen Treibstoffen seit 1. Jänner 2009 (bei DK: 6,3 %, bei OK 3,4 % energetisch).

Tankstellenmarkt in Österreich

Zum Jahresende 2017 gab es in Österreich 2.685 öffentlich zugängliche Tankstellen. Das sind um 15 mehr als im Vorjahr. Bei den öffentlich zugänglichen Tankstellen unterscheidet der Fachverband zwischen den sogenannten 1.347 Major-Branded Tankstellen, die unter den Marken der Mitgliedsfirmen des Fachverbandes der Mineralölindustrie geführt werden (BP, Eni, JET, OMV/Avanti, Shell), und den 1.338 weiteren Tankstellen, wie z. B. von Genol, Avia, Turmöl A1 oder IQ.   

Vor zehn Jahren – Ende 2007 – erhob der FVMI bei seinen Mitgliedern noch 1.844 Major-Branded Tankstellen. Heute sind es in dieser Kategorie nur noch 1.347 (-27 Prozent). Dieser Rückgang ist neben dem harten heimischen Wettbewerb auf die Konzentration auf Standorte mit höherer Kundenfrequenz zurückzuführen. Die Anzahl der sonstigen Tankstellen ist hingegen im Laufe der letzten zehn Jahre von 966 auf 1.338 Stationen gestiegen, was ein Plus von 39 Prozent ergibt. 

Grundsätzlich setzten sich die langjährigen Trends am heimischenTankstellenmarkt auch 2017 fort. Einerseits kam es weiterhin zum Ausbau von Premiumstandorten, andererseits ging der Umbau auf unbemannte Automatentankstellen, die keinen zusätzlichen Service anbieten, weiter. Die Anzahl der Automatentankstellen (Tankstellen ohne Personal) erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 24 Stationen auf 736 (plus 3 %) und nimmt bereits rund ein Viertel aller öffentlich zugänglichen Tankstellen ein. Die öffentlich zugänglichen Tankstellen tragen einen wesentlichen Teil zur Versorgungssicherheit Österreichs bei. Neben der "24/7-Versorgung" mit Kraftstoffen in Ballungszentren und auf Hauptverkehrsrouten gelten die Tankstellen als Nahversorger in ländlichen Regionen.

Die Fachverbandsführung

VMI-Obmann

Mag. Manfred Leitner, Vorstandsdirektor, Downstream, OMV Aktiengesellschaft

Stellvertreter

Gerlinde Hofer, Geschäftsführerin Zweigniederlassung BP Austria, BP Europa SE

Dr. Gert Seybold, Vorsitzender der Geschäftsführung Shell Austria GmbH

FVMI-Geschäftsführer

Dr. Christoph Capek

Rückfragen unter: 

Pressestelle Fachverband der Mineralölindustrie (FVMI)
ikp Wien GmbH
Ines Schmied-Binderlehner
Museumstr. 3 | 1070 Wien
T +43 1 524 77 90-14
ines.schmied-binderlehner@ikp.at