20 Jahre RINGANA: Was ein Netzwerk wirklich trägt
Seit zwei Jahrzehnten selbstständig: Tanja Doboczky über die Wahl der richtigen Partnerfirma, krisenfeste Teams und den Wandel der Branche.
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Zwei Jahrzehnte in derselben Selbstständigkeit sind auch im Direktvertrieb keine Selbstver-ständlichkeit. Tanja Doboczky erzählt, was ihr Netzwerk über all die Jahre zusammengehal-ten und was sich in der Branche verändert hat.
Die wichtigste Entscheidung fällt am Anfang
Vor 20 Jahren suchte Doboczky während ihrer zweiten Karenz nach einer Möglichkeit, von zu Hause aus Geld zu verdienen. Sie verglich mehrere Unternehmen und entschied sich bewusst für RINGANA, weil Philosophie, Ethik und Werte für sie stimmten. "Es hat klein be-gonnen", erinnert sie sich. Schritt für Schritt baute sie mit ihrer ersten Partnerin Silke Mohl-Lengauer, die ebenfalls heuer 20-jähriges Jubiläum feiert, ein Team auf. Rückblickend sieht sie genau in dieser ersten Entscheidung den Grundstein für alles, was folgte: Die Wahl der Partnerfirma sei das Wichtigste überhaupt.
Was durch Krisen trägt
In 20 Jahren gab es einige wirtschaftliche Krisen. Dass ihr Netzwerk sie überstanden hat, liegt für Doboczky nicht am Produkt allein. "Ein seriöses und stabiles Unternehmen im Rü-cken, ein Team, das Sinn in dem sieht, was es tut, gemeinsamer Spirit, gelebte Freude und Wertschätzung – das übersteht jede Krise." Ebenso entscheidend sei eine Führungskraft, die authentisch auftritt und ihr Ego zurücknimmt.
Mehr Reichweite, weniger Verbindlichkeit
Früher wuchs ein Netzwerk über persönliche Gespräche. Heute gehören Social Media und zunehmend auch Künstliche Intelligenz zum Arbeitsalltag. Die Reichweite ist größer gewor-den, doch ein Like ist noch keine Zusage. Denn Doboczky beobachtet auch, dass Menschen unverbindlicher geworden sind. Umso wichtiger wird, was ihr Team seit 20 Jahren zusam-menhält: gemeinsamer Spirit, Wertschätzung und authentische Führung.
Der Antrieb nach 20 Jahren
Was sie weitermachen lässt, ist die Freiheit, die ihr diese Selbstständigkeit gibt. "Für mich bedeutet diese Art von Selbstständigkeit absolute Freiheit und Wahlmöglichkeiten in allen Belangen." Vor allem aber motiviert sie das Weitergeben: anderen Menschen, besonders Frauen, Wege in die Unabhängigkeit zu zeigen und sie in ihrer Entwicklung zu begleiten. "Ich habe mir ein Leben aufgebaut, das ich mir so nicht schöner hätte erträumen können. Und das weitergeben zu können, ist absolut sinnerfüllend." Den eigenen Kindern vorzuleben, dass sich Familie, Selbstständigkeit und persönliche Ziele verbinden lassen, empfindet sie als be-sonderes Geschenk.
Nach zwei Jahrzehnten bringt Doboczky ihre Erfahrung auf den Punkt: die richtigen Werte, ein starkes Team und die Bereitschaft, "zu lernen und zu wachsen – möglicherweise über dich hinaus".