Große Potenziale für erneuerbare Energie in Österreich
Neue Studie zeigt, wie Photovoltaik, Wind und Co bis 2040 maßgeblich zur Energieversorgung beitragen können.
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Eine neue Studie im Auftrag des Klima- und Energiefonds untersucht, die Potenziale erneuerbare Energien in Österreich bis 2030 und 2040. Erstellt wurde die Analyse unter Leitung des AIT Austrian Institute of Technology gemeinsam mit dem Umweltbundesamt, TU Wien, AEE INTEC und Energiewerkstatt. Ziel war es, eine methodisch einheitliche und räumlich hochauflösende Entscheidungsgrundlage für Energiepolitik, Raumplanung und Investitionen zu schaffen. Die Ergebnisse werden zusätzlich über ein öffentlich zugängliches Web-GIS bis auf Gemeindeebene dargestellt.
Untersucht wurden sieben Technologiefelder: Photovoltaik, Wasserkraft, Windenergie, tiefe Geothermie, Bioenergie, Solarthermie sowie Umweltwärme und Abwärme. Zusätzlich wurde die künftige Energienachfrage berücksichtigt. Die Studie unterscheidet zwischen technischen und realisierbaren Potenzialen und betrachtet dabei auch wirtschaftliche, technologische, gesellschaftliche, klimatische und infrastrukturelle Rahmenbedingungen.
Die Studie sieht besonders hohe Potenziale bei Photovoltaik und Windenergie. Photovoltaik kann bis 2040 einen Beitrag von über bzw. rund 50 TWh pro Jahr leisten, insbesondere auf Gebäuden und bereits versiegelten Flächen. Windenergie erreicht je nach Entwicklungspfad bis zu rund 42 TWh pro Jahr. Wasserkraft bleibt eine tragende Säule der Stromversorgung; zusätzliche Beiträge ergeben sich vor allem durch Neubauten und Optimierungen bestehender Anlagen mit bis zu rund 10 TWh pro Jahr.
Für die Wärmewende hebt die Studie vor allem Umweltwärme, oberflächennahe Geothermie und Abwärme hervor. Luftwärme und oberflächennahe Geothermie können jeweils bis zu rund 20 TWh pro Jahr beitragen, vor allem in Kombination mit Wärmepumpen, Gebäudesanierung und geeigneten Nah- und Fernwärmenetzen. Solarthermie weist bis 2040 ein realisierbares Potenzial von bis zu 13 TWh pro Jahr auf. Bioenergie bleibt ein wichtiger Bestandteil des Energiesystems; das realisierbare Potenzial wird für 2040 mit rund 59 bis 72 TWh pro Jahr angegeben.
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