Eigentum ermöglichen statt ausbremsen
Bei der Häuslbauermesse in Klagenfurt rückt die Wirtschaftskammer die Wohnbauförderung ins Zentrum der Diskussion und warnt vor starren Kaufpreisobergrenzen.
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Die Häuslbauermesse in Klagenfurt gilt als wichtigste Plattform für Bauen, Sanieren und Modernisieren in Kärnten. Im Mittelpunkt der Eröffnung stand jedoch die aktuelle Ausgestaltung der Wohnbauförderung. Peter Storfer, Obmann der Sparte Gewerbe und Handwerk, betonte, dass Eigentum eine zentrale Standortfrage sei. Kärnten brauche leistbaren Wohnraum, um junge Menschen im Land zu halten und Fachkräfte zu gewinnen - insbesondere mit Blick auf künftige Entwicklungen rund um die AREA Süd. Wohnbauförderung sei keine Unterstützung für Bauträger, sondern solle Käufer:innen, Häuslbauer:innen und Sanierer:innen helfen, Eigentum tatsächlich finanzieren zu können.
Kritisch sieht Storfer die geltende Kaufpreisobergrenze beim Erwerb von Wohnungen von gewerblichen Bauträgern. Wird diese überschritten, entfällt die Förderung - selbst bei marktüblichen Preisen. Gerade in Städten wie Klagenfurt oder Villach führt das dazu, dass viele Kaufinteressierte durch das Raster fallen. Für Einfamilien- oder Reihenhäuser gelten diese Grenzen in dieser Form nicht, wodurch unterschiedliche Erwerbsarten ungleich behandelt werden. Zudem berücksichtigt eine landesweit einheitliche Preisgrenze die regional stark differierenden Immobilienpreise kaum.
Die Diskussion kommt zu einem heiklen Zeitpunkt: 37 Prozent der Baubetriebe rechnen mit sinkenden Auftragseingängen, nur 14 Prozent mit steigenden. Weniger Neubau verschärft langfristig den Wohnraummangel – mit direkten Auswirkungen auf Markt, Preise und Vermittlungschancen.
Für die Immobilienbranche ist damit klar: Eine praxisnahe und marktkonforme Wohnbauförderung ist nicht nur sozialpolitisch relevant, sondern ein entscheidender Hebel für stabile Rahmenbedingungen und nachhaltige Marktentwicklung in Kärnten.
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