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Topshot einer Baustelle mehrerer Einfamilienhäuser. Manche Häuser sind beinahe fertiggestellt. Um ein Haus ist ein Gerüst aufgebaut. Davor steht ein Kran. Hinter den Häusern ist ein Wald
© Christian Schwier | stock.adobe.com

Wohnbau zieht an - Kärnten hinkt hinterher

Österreichischer Neubaubericht: Trotz erster Stabilisierung bleibt der Druck am Markt hoch: Zu wenig Neubau trifft auf steigende Nachfrage und unsichere Rahmenbedingungen.

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04.05.2026

Der Wohnbau in Österreich zeigt erste Anzeichen einer Stabilisierung - von einer echten Entspannung ist die Branche jedoch noch weit entfernt. Besonders in Kärnten bleibt die Situation angespannt: Die Neubautätigkeit entwickelt sich zwar leicht nach oben, liegt aber weiterhin deutlich unter dem tatsächlichen Bedarf.  

„Wir sehen eine leichte Bewegung in die richtige Richtung. Aber noch lange keine Entwarnung“, betont Fachgruppenobmann Paul Perkonig. Der Wohnbau sei ein langfristiger Prozess: Projekte, die heute nicht gestartet werden, fehlen morgen am Markt. Österreichweit wird für 2026 mit rund 27.000 fertiggestellten Wohneinheiten gerechnet, ein moderater Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Dennoch bleibt die Bautätigkeit insgesamt zu gering, um den Bedarf zu decken.   In Kärnten zeigt sich die Situation besonders deutlich: Mit nur etwa 2,2 Wohneinheiten pro 1.000 Einwohner liegt das Bundesland klar unter dem Österreich-Schnitt.  

Die Folgen sind spürbar: Das Angebot bleibt knapp, während die Nachfrage - auch durch infrastrukturelle Entwicklungen wie die Koralmbahn - weiter steigt. Leistbarer Wohnraum wird damit zunehmend zur Herausforderung, sowohl für Haushalte als auch für den Wirtschaftsstandort. Für die Branche ist klar, dass es jetzt verlässliche Rahmenbedingungen braucht. Planbare Verfahren und stabile Fördermodelle seien entscheidend, um Investitionen wieder anzukurbeln und neue Projekte wirtschaftlich umzusetzen. Gleichzeitig unterstreicht die Immobilienwirtschaft die zentrale Rolle des Wohnbaus: Er ist nicht nur Grundlage für leistbares Wohnen, sondern auch ein wesentlicher Motor für Beschäftigung, Wertschöpfung und regionale Entwicklung.  

Die kommenden Monate werden zeigen, ob es gelingt, den positiven Trend zu festigen oder ob Kärnten im Bundesländervergleich weiter unter Druck bleibt.

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