Junge Wirtschaft Kärnten
© Sabine Biedermann/WKK

Alarmstufe Rot für Kärntens Zukunft: Junge Wirtschaft fordert radikale Kehrtwende in der Finanzpolitik

Im Rahmen der gestrigen Landtagsenquete zum Thema „Schuldenentwicklung des Landes Kärnten“ schlägt die Junge Wirtschaft Kärnten Alarm über die aktuelle finanzielle Situation und die damit verbundene Verantwortung gegenüber der Jugend und den nachfolgenden Generationen.

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Aktualisiert am 10.04.2024


Die finanzielle Situation Kärntens ist mehr als besorgniserregend. Mit der höchsten Pro-Kopf-Verschuldung aller Bundesländer und dem massiven Verkauf von Vermögenswerten als direkte Folge des HYPO-Debakels steht Kärnten vor einer dramatischen finanziellen Herausforderung. Die Entwicklung des Schuldenstandes ist alarmierend: Prognosen zeigen, dass sich die Außenstände in den nächsten Jahren verdoppeln könnten, was auf eine keineswegs nachhaltige Finanzpolitik hinweist. Die Schulden wachsen dreimal so schnell wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), was die Quote in gefährliche Höhen treibt. Zusätzlich belasten hohe Zinsen den Haushalt des Landes, allein die Zinszahlungen für die nächsten vier Jahre belaufen sich auf 66 Millionen Euro – eine Situation, die treffend als „Fiscal Fantasyland“ beschrieben wurde.

JW fordert Maßnahmen zum Abbau der Landesschulden

Martin Figge, Landesvorsitzender der Jungen Wirtschaft Kärnten, betont: „Die Schuldenspirale, in der wir uns befinden, ist nicht nur eine Belastung für die heutige Generation, sondern eine Hypothek auf die Zukunft unserer Kinder. Es ist unsere Pflicht, jetzt zu handeln und das Ruder herumzureißen." Die Junge Wirtschaft Kärnten appelliert daher an die politisch Verantwortlichen dringend Maßnahmen zum Abbau der Landesschulden zu setzen. Es ist unerlässlich, jetzt zu handeln, um die finanzielle Last nicht unverhältnismäßig auf die Schultern der nächsten Generationen zu legen. Nika Basic, Landesvorsitzende der JW, fügt hinzu: „Wir müssen die Art und Weise, wie wir über Landesausgaben und Investitionen denken, grundlegend ändern. Investitionen in Bildung, Technologie und Infrastruktur sind die Säulen, auf denen eine nachhaltige und prosperierende Zukunft aufgebaut werden muss. Das aktuelle Budget spiegelt diese Notwendigkeit nicht wider."

Investitionen in die Wirtschaft und Zukunftstechnologien

Ein weiterer kritischer Punkt sind die stetig steigenden Gesundheits- und Pensionskosten, die einen erheblichen Anteil der öffentlichen Ausgaben ausmachen. Diese schmälern die finanziellen Mittel, die für Investitionen in Bildung, Innovation und Infrastruktur zur Verfügung stehen. „Die Abwanderung junger, leistungsbereiter Menschen aus Kärnten ist eine direkte Folge der derzeitigen Verteilungspolitik, die darauf abzielt, von jenen zu nehmen, die leisten. Die Politik neigt dazu, neue Steuern als Lösung vorzuschlagen, anstatt notwendige Einsparungen und Entbürokratisierungsmaßnahmen zu setzen. Investitionen in die Wirtschaft und in Zukunftstechnologien statt Konsumausgaben sind entscheidend, um die Arbeitslosigkeit in Zeiten des wirtschaftlichen Abschwungs niedrig zu halten“, so Figge.

Einsparung bei Landesverwaltung

Basic betont: „Wir fordern eine verantwortungsvolle und vorausschauende Finanzpolitik, die die Basis für nachhaltiges Wirtschaften legt.“ Gefordert werden konkrete Versprechen und Taten, auf die sich die Kärntner Jugend verlassen kann. Ein schlanker Staat und die Möglichkeit durch Digitalisierung Personal einzusparen sind erreichbare Ziele. „Es ist an der Zeit, in der Landesverwaltung selbst zu sparen, anstatt die Bürgerinnen und Bürger noch mehr finanziell zu belasten. Belastung abzuverlangen. Nur so kann eine solide finanzielle Zukunft für junge Generationen in Kärnten gesichert werden“, so Figge und Basic abschließend.

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