Astrid Legner, Patricia Radl-Rebernig, Claudia Trattnig, Lydia Kienzer-Schwaiger und Tanja Telesklav sitzen an einem Tisch.
© FiW /Maria Wawrzyniak marygoodfoto.com

Kinderbetreuung im Sommer: Mamas tragen die Hauptlast

Neun Wochen Ferien: Für viele berufstätige Mütter ist es jedes Jahr eine Herausforderung, eine geeignete Sommerbetreuung während der schulfreien Zeit zu finden. Frau in der Wirtschaft erleichtert die Suche und hat auf der Plattform www.sommerbetreuung.at alle Angebote in Kärnten dazu zusammengefasst.

Lesedauer: 2 Minuten

Aktualisiert am 05.08.2023

Derzeit vergeht kein Tag, wo für schulpflichtige Kinder nicht Tests oder Schularbeiten auf dem Stundenplan stehen. Doch der „Prüfungsspuck“ ist bald vorbei, die Sommerferien nähern sich in großen Schritten. Während sich die Kinder schon auf die schulfreie Zeit freuen, kommen die Eltern gehörig ins Schwitzen. Wohin mit dem Nachwuchs? Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf stellt noch immer die größte Herausforderung für Unternehmerinnen mit Kindern und für alle Frauen und Mütter, die im Berufsleben stehen, dar. „Egal ob Voll-, Teilzeit oder geringfügig beschäftigt, Mütter sind im Sommer doppelt gefordert. Die Sommerferien sind auch mit ein Grund, warum so viele Teilzeitbeschäftigte darauf verzichten, Vollzeit zu arbeiten“, unterstreicht Astrid Legner, Vize-Präsidentin der WK-Kärnten und Landesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft (FiW) Kärnten. Sie fordert einmal mehr ein flächendeckendes und ganzjähriges Angebot von Kinderbildungs- und Betreuungsplätzen mit Öffnungszeiten, die dem Bedarf berufstätiger Eltern entsprechen. Nur so werde es gelingen, mehr Frauen für Vollzeitjobs zu begeistern. Denn gerade in Zeiten des akuten Fachkräftemangels müsse funktionierende und gut ausgebaute Kinderbetreuung oberste Priorität für die Politik haben, denn diese trägt maßgeblich dazu bei, das Arbeitskräftepotenzial – insbesondere jenes von Frauen – voll auszuschöpfen.

Plattform mit kompakter Information zur Sommerbetreuung

Um die Suche nach der optimalen Betreuung zu erleichtern, hat FiW auch heuer wieder auf der Plattform www.sommerbetreuung.at alle in Kärnten angebotenen Sommerbetreuungsprogramme, sowohl von öffentlichen als auch privaten Kinderbetreuungseinrichtungen, gelistet. Über eine Suchfunktion können Angebote nach Regionen, Monaten, mit oder ohne Übernachtung gesucht und gefunden werden. Ständig wird das Angebot aktualisiert und ergänzt. „Wer selbst eine Sommerbetreuung für Kinder anbietet, kann sich jederzeit bei uns melden und wir stellen kostenlos alle Informationen online“, so Tanja Telesklav, Landesgeschäftsführerin von FiW Kärnten.

Aktuell sind 54 Angebote gelistet. Zusätzlich bietet die Wirtschaftskammer Kärnten drei Camps mit insgesamt sechs Wochen Sommerbetreuung an. „Wir wollen nicht nur reden, sondern auch handeln“, ergänzt Telesklav. Eines davon ist das erste Mädchen Informatik-Sommercamp 2023 „Junioruni Minecraft“. „Wir möchten Schülerinnen zwischen sieben und 16 Jahren für die IT-Branche begeistern. Das Camp soll auch dazu beitragen, den Fachkräftemangel im IT-Bereich zu bekämpfen, indem weibliche Talente frühzeitig ermutigt werden, ihre Fähigkeiten weiterzuentwickeln“, unterstreicht Legner. Die Nachfrage nach Sommerbetreuung ist sehr groß. Für die Familienpsychologin Lydia Kienzer-Schwaiger sind Camps für Kinder und Jugendliche eine ideale Möglichkeit neue Freundschaften zu knüpfen. Und auch die Unternehmerin und zweifache Mutter Claudia Trattnig weiß aus Erfahrung: „Die Weiterentwicklung auf finanzieller und persönlicher Ebene ist mit Kindern nur möglich, wenn ein vielfältiges und qualitativ hochwertiges Netz an Betreuung geboten wird. Das Sommerangebot von Frau in der Wirtschaft ist eine wertvolle Ergänzung, die berufstätige Mütter darin bestärkt, mutig weiter ihren Weg zu gehen.“


Rückfragen:
Wirtschaftskammer Kärnten
Frau in der Wirtschaft Kärnten
Mag. Tanja Telesklav
T 05 90 90 4 – 227
tanja.telesklav@wkk.or.at
unternehmerin-ktn.at

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