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Kampagnensujet Lohnnebenkosten
© wkoe

Lohnnebenkosten sinken 2028 um rund 2 Mrd. Euro

Das entlastet Unternehmen und den Faktor Arbeit spürbar, sichert Beschäftigung und stärkt Österreichs Wettbewerbsfähigkeit.

Lesedauer: 3 Minuten

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08.07.2026
Österreich hat im internationalen Vergleich sehr hohe Lohnnebenkosten. Das ist sowohl für die Wirtschaft als auch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von Nachteil. Ab 2028 werden die Lohnnebenkosten der Dienstgeber um einen Prozentpunkt gesenkt. Was das für Unternehmen bedeutet? Wir haben nachgerechnet.
Hinweis
Weniger Belastung auf Arbeit bringt mehr Wachstum, mehr Beschäftigung und mehr Zukunft. 1 Prozent weniger Lohnnebenkosten bedeutet...
10.000 Jobs mehr für Österreich.
1,2 Millionen Export-Jobs besser abgesichert.
1,22 Milliarden Euro mehr Wertschöpfung in Österreich.

Mit der Senkung der Lohnnebenkosten um einen Prozentpunkt ab 2028 wird eine zentrale Forderung der Wirtschaftskammer umgesetzt. Die Maßnahme bringt den Unternehmen jährlich rund 2 Milliarden Euro Entlastung und stellt damit eine deutlich größere Senkung als sämtliche Reduktionsschritte bei den Lohnnebenkosten in der Vergangenheit dar. Die positiven Effekte dieser Maßnahme sind groß – für die Unternehmen, für Arbeitnehmer:innen und für den Standort Österreich.

Ein Prozentpunkt mit großer Wirkung

  • Unternehmen werden spürbar entlastet: Bei jedem der rund 250.000 österreichischen Arbeitgeberbetriebe kommt die Senkung des FLAF-Beitrags von 3,7 % auf 2,7 % direkt an. Ein einfaches Rechenbeispiel: Ein Industriebetrieb mit 100 Mitarbeitenden, deren Durchschnittseinkommen rund 3.500 Euro monatlich beträgt, erspart sich 50.000 Euro pro Jahr.
  • Beschäftigung wird gesichert: Sinken die Personalkosten, sichert dies nicht nur bestehende Jobs, sondern es wird für Unternehmen auch leichter, neue Mitarbeiter:innen einzustellen. Berechnungen von EcoAustria zeigen: Eine Senkung der Lohnnebenkosten um einen Prozentpunkt schafft 10.000 bis 12.000 Jobs.
  • Kaufkraft erhöht sich: Sind mehr Menschen in Beschäftigung, steigert dies auch die Kaufkraft im Land. Zudem ist mehr Spielraum für Lohn- und Gehaltserhöhungen vorhanden, die auch direkt im Börsel der Arbeitnehmer:innen spürbar sind.
  • Faktor Arbeit wird entlastet: Österreich liegt mit einer Belastung des Faktors Arbeit von 47,1 % von 38 OECD-Ländern an 4. Stelle. Das heißt, von 1 Euro an Arbeitskosten verbleiben den Arbeitnehmer:innen netto nur 53 Cent. Lohnnebenkosten verteuern Arbeit massiv und bremsen Beschäftigung und Investitionen. Eine Senkung ist daher ein Gebot der Stunde.
  • Österreich gewinnt an Wettbewerbsfähigkeit: Durch die hohe Inflation nach Ausbruch des Kriegs in der Ukraine waren die Lohnerhöhungen in Österreich im internationalen Vergleich überdurchschnittlich. Das kostete enorm an Wettbewerbsfähigkeit. Durch die Senkung der Lohnnebenkosten sinken die Lohn-Stück-Kosten wieder und der Wirtschaftsstandort Österreich gewinnt an Wettbewerbsfähigkeit.

Was bedeutet das konkret?

  • Ein Kleinbetrieb mit 3 Mitarbeiter:innen und einem durchschnittlichen Bruttolohn von 2.600 Euro spart künftig rund 1.090 Euro pro Jahr. Mit einer Ersparnis in ähnlicher Höhe können österreichweit fast 120.000 Unternehmen rechnen – so viele Betriebe mit 1-9 Mitarbeitenden gibt es in der gewerblichen Wirtschaft.
  • Ein Handwerksbetrieb mit 10 Mitarbeiter:innen und einem durchschnittlichen Bruttolohn von 2.700 Euro spart künftig rund 3.800 Euro pro Jahr. Eine mindestens ebenso hohe Ersparnis können sich österreichweit rund 12.300 Unternehmen erwarten – so viele Betriebe mit 10 oder mehr unselbständig Beschäftigten gibt es im österreichischen Gewerbe und Handwerk.
  • Ein Handelsbetrieb mit 100 Mitarbeiter:innen und einem durchschnittlichen Bruttoeinkommen von 2.800 Euro spart künftig fast 40.000 Euro pro Jahr. Von einer ähnlich hohen Entlastung profitieren 556 Unternehmen – so viele Handelsbetriebe mit 100 oder mehr unselbständig Beschäftigten gibt es in Österreich
  • Ein Industriebetrieb mit 1.000 Mitarbeiter:innen und einem durchschnittlichen Bruttoeinkommen von 3.500 Euro spart künftig fast 500.000 Euro pro Jahr. Von einer Ersparnis in ähnlicher Höhe profitieren österreichweit 71 Unternehmen – so viele Industriebetriebe mit 1.000 oder mehr unselbständig Beschäftigten gibt es in Österreich.