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Zwei Miniaturholzhausfronten neben Bauplänen
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Immobilien- und Vermögenstreuhänder, Fachverband

Erster Österreichischer Neubaubericht – Quartalsupdate 04/2025

Wohnbauprognose 2025–2028: Rückgang der Fertigstellungen mit Trendwende ab 2028

Lesedauer: 1 Minute

29.01.2026

Für 2025 wird die Fertigstellung von nur etwa 26.800 Wohneinheiten prognostiziert (-25 % gegenüber dem Vorjahr). Hier konnte die Prognose im Vergleich zum letzten Quartal um etwa 2.000 Einheiten nach oben korrigiert werden. Für das Jahr 2026 wird mit rund 24.400 fertiggestellten Einheiten ein weiterer Rückgang um -9 % gegenüber 2025 erwartet. Im Jahr 2027 werden die Fertigstellungszahlen voraussichtlich stabil bleiben. Ab 2028 wird aufgrund der bereits wieder prall gefüllten Pipeline ein deutlicher Anstieg in der Neubautätigkeit erwartet.

Die größte Neubautätigkeit im Jahre 2025 – sowohl absolut betrachtet als auch im Verhältnis zur Einwohnerzahl – ist einmal mehr in Wien zu erwarten. Doch auch in Wien ist im Jahr 2025 mit einem Einbruch der Fertigstellungen auf ca. 10.700 Einheiten zu rechnen (-22 % gegenüber dem Vorjahr), welcher jedoch nicht ganz so deutlich ausfiel wie im Q3 erwartet.

Dies ist auf die frühere Fertigstellung einiger für 2026 erwarteter Wohneinheiten zurückzuführen. Durch diese Verschiebung gehen wir für 2026 von einem weiteren leichten Rückgang auf 8.500 fertiggestellten Wohneinheiten aus. Für das Jahr 2027 wird ein leichter Anstieg prognostiziert, bevor die Neubautätigkeit ab dem Jahr 2028 wieder richtig an Fahrt gewinnt.

Transaktions- und Verwertungszahlen im Neubausegment im vierten Quartal 2025

Die Verwertungszahlen in Österreich liegen weiterhin unter dem Niveau von 2021, von Anfang 2023 bis zum ersten Quartal 2025 war jedoch ein stetiger Aufwärtstrend zu verzeichnen. Im Jahr 2025 blieb das Niveau im Vergleich zu den Vorjahren hoch. Der Rückgang des vorläufigen Wertes im Q4 deutet an, dass die Transaktionsanzahl im Vergleich zu den drei starken Vorquartalen geringer sein wird. Ein geringer Anstieg der Transaktionen ist derzeit lediglich in Kärnten und Niederösterreich zu verzeichnen. In den restlichen Bundesländern kam es im vierten Quartal zu einem Rückgang der Ver-wertungszahlen. Eine besonders große Abnahme der Verwertungen war in Tirol und Salzburg zu sehen.

Der Preisvergleich mit dem vierten Quartal des Vorjahres zeigt österreichweit einen leichten Anstieg des Preisniveaus, allerdings mit regionalen Unterschieden. Der durchschnittliche Preis für eine Neubauwohnung liegt österreichweit im Q4/2025 bei 6.498 €/m².

Die freifinanzierten Mieten sind österreichweit mit +18,3 % im Jahresvergleich weiterhin am Steigen und betragen im vierten Quartal 2026 im bundesweiten Durchschnitt 15,15 €/m², allerdings mit starken regionalen Schwankungen.

In Wien liegt der durchschnittliche Nettomietpreis für eine freifinanzierte neu errichtete Wohnung bei 17,99 €/m² und ist damit gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres zwar um 25,3 % gestiegen, gegenüber dem Vorquartal jedoch um -15,1 % gesunken. Niederösterreich verzeichnet mit einem Mietpreis von aktuell 8,99 €/m² ein deutliches Minus sowohl im Vergleich zum Q4/24 (-13,4 %) als auch im Vergleich zum Vorquartal (-8,1 %).

Download Quartalsupdate 04/2025
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