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Online-Handel
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Die Zahl der Online-Shopper ist in Oberösterreich stabil auf hohem Niveau

„Ist die Anzahl jener Oberösterreicher, die im Internet einkaufen, in den letzten zehn Jahren von 56 Prozent auf 73 Prozent gestiegen, in absoluten Zahlen von rund 580.000 auf rund 830.000 Online-Shopper, so hat sich die Zahl von 2024 auf 2025 laut aktueller Studie vom Institut für Österreichs Wirtschaft (iföw) auf hohem Niveau stabilisiert“, sagt Martin Sonntag, Obmann der Sparte Handel in der WKOÖ.

Lesedauer: 3 Minuten

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Aktualisiert am 02.06.2026

Die beliebteste Warengruppe beim Online-Shopping ist und bleibt laut iföw die Mode mit Bekleidung und Schuhen. 48 Prozent der Konsumenten in Oberösterreich kaufen Modeartikel via Internet ein und damit etwas weniger als 2024 (50 Prozent). In den anderen Online-Sortimenten gibt es jeweils kleine Verschiebungen, so zum Beispiel in den Warengruppen Bücher und Zeitungen (weiterhin 20 Prozent) und Sportartikel (17 Prozent und damit um ein Prozent mehr als 2024).

Alles rund um Möbel und Garten shoppen 18 Prozent online wie auch aus den Sortimentsbereichen Computer, Mobil und Zubehör sowie Kosmetik. Jeweils 17 Prozent der Oberösterreicher kaufen Spielzeug und Kinderartikel sowie Sportartikel via Internet, 11 Prozent Unterhaltungselektronik. Der Online-Lebensmitteleinkauf bleibt in Oberösterreich weiterhin ein Nischenthema (9 Prozent).

„Die Online-Plattformen aus dem asiatischen Raum gewinnen an Käuferzahlen, allen voran Temu. Im Gegensatz zu den heimischen Händlern halten sie sich nicht an europäische Regeln und fluten den europäischen Markt mit Billigprodukten zu Kampfpreisen. Temu-Produkte weisen häufig nicht das CE-Kennzeichen auf, das europäische Hersteller verwenden, um ihre Einhaltung der Sicherheits-, Gesundheits- und Umweltschutzstandards zu kennzeichnen“, sagt Sonntag, der auch an die Konsumenten appelliert, darüber nachzudenken, und fordert weitere strikte regulatorische Gegenmaßnahmen seitens der EU.

Unerfreulich ist weiters, dass die Regierung an ihren Plänen zur Gegenfinanzierung der Mehrwertsteuersenkung auf Grundnahrungsmittel in Form der Paketsteuer festhält. „Eine solche Steuer belastet, anders als ursprünglich angedacht, die heimischen Online-Händler, denn sie bedeutet einen neuerlichen Wettbewerbsnachteil gegenüber internationalen Anbietern“, warnt Sonntag. „Vor allem ist es nicht nachvollziehbar, dass ein Handelsbetrieb, wenn er seine Produkte über eine Plattform wie Amazon vertreibt, mit der Steuer belastet wird. Wenn er die Produkte im eigenen Onlineshop anbietet, hingegen nicht. Das benachteiligt die kleinen Betriebe, die auf größere Marktplätze angewiesen sind“, kritisiert Sonntag. Zudem werden auch hier letztlich die Konsumenten die Kosten tragen müssen: „Das heißt, diese Steuer geht zu Lasten der heimischen Unternehmen sowie zu Lasten der Konsumenten“, unterstreicht Sonntag.

Anstieg auf 10,4 Prozent der Einzelhandelsausgaben

Die Ausgaben der Online-Shopper in Oberösterreich stiegen 2025 gegenüber dem Jahr zuvor um 9 Prozent deutlich an. Absolut betrachtet erhöhen sich die Online-Ausgaben, nicht nur bei internationalen, sondern erfreulicherweise auch bei nationalen Online-Shops/-Plattformen, insgesamt von rund 1,46 Mrd. im Jahr 2024 auf rund 1,59 Mrd. Euro und damit auf das absolut gesehen höchste Niveau der letzten Jahre. Der Anteil der Online-Ausgaben an den gesamten Einzelhandelsausgaben in Oberösterreich steigt dementsprechend von 9,8 Prozent (2024) auf 10,4 Prozent (2025) an, übertrifft bereits das hohe Niveau des zweiten Corona-Jahres 2021 (10,3 Prozent), erreicht aber noch nicht ganz das „All-time-high" von 10,7 Prozent im ersten Corona-Jahr 2020.