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Auftaktveranstaltung Roadmap2Security in der Wirtschaftskammer Oberösterreich.
© WKOÖ

Einsteigertipps für den Milliarden-Markt Sicherheit 

150 Teilnehmer informierten sich in der Wirtschaftskammer OÖ über Geschäftschancen in der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie

Lesedauer: 1 Minute

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Aktualisiert am 28.05.2026

Bis zu 800 Milliarden Euro will allein die Europäische Union bis 2030 in Sicherheit und Verteidigung investieren. Der Industriesektor gewinnt dadurch auch für oberösterreichische Unternehmen an Bedeutung, die bisher noch keine Berührungspunkte damit hatten. „Mit der ‚Roadmap2Security‘ bietet die Sicherheits-Allianz OÖ ein strukturiertes Qualifizierungs- und Vernetzungsangebot für genau diese Unternehmen“, erklärten WKOÖ-Direktor Gerald Silberhumer und Werner Pamminger, Geschäftsführer der oö. Standortagentur Business Upper Austria, bei der Auftaktveranstaltung kürzlich in der Wirtschaftskammer OÖ. Business Upper Austria und Wirtschaftskammer OÖ haben die Veranstaltungsreihe gemeinsam konzipiert.


Spezielle Voraussetzungen
Zum Start gaben sieben Expertinnen und Experten einen Rundumblick von Einstiegschancen über regulatorische Anforderungen bis hin zu Finanzierung. Ein gemeinsamer Nenner aller Vorträge waren die sehr speziellen Voraussetzungen, die Unternehmen beachten müssen. Um kurzfristige Kapazitätsschwankungen auszugleichen, eignet sich der Einstieg in die Verteidigungsindustrie jedenfalls nicht: Die Zyklen liegen im Bereich von 5 bis 10 Jahren, stellte Bernhard Müller, PwC Österreich, klar. 

Viel Know-how in Oberösterreich vorhanden
Grundsätzlich attestierte Lieferketten-Forscher Markus Gerschberger vom ASCII – Supply Chain Intelligence Institute Austria - der heimischen Industrie mit ihren Schwerpunkten in der Präzisionsfertigung, Elektronik und Mobilität einige für die Sicherheitsindustrie relevante Stärken. Mit seinem Team hat Gerschberger rund 100 Hersteller und 1.500 Zulieferer identifiziert, die als Geschäftspartner in Frage kommen. 

Exportkontrollen als Stolperstein
Auf dem Weg dorthin gilt es regulatorische Anforderungen bis hin zur Informationssicherheit zu beachten und gerade für ein neutrales Land wie Österreich stellen Exportkontrollen eine große Einschränkung dar. Auch die Finanzierungs-möglichkeiten sind davon betroffen. Karin Roithner, Österreichische Kontrollbank, informierte über das Absichern und Finanzieren von Exportgeschäften. 

Eine Möglichkeit, in die Lieferketten der großen Hersteller aufgenommen zu werden, bilden Forschungskooperationen. Einen Überblick darüber von zivilen bis hin zu militärischen Forschungsprogrammen gab Thomas Sturm-Leithner, von der österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG).

Vertiefende Workshops starten im Juli
Ausgehend von den bei der Auftaktveranstaltung vorgestellten Themenfeldern wird die Roadmap2Security in den kommenden Monaten mit vertiefenden Veranstaltungen fortgesetzt. Durch diese praxisorientierten Workshops können interessierte Unternehmen ihr Wissen vertiefen und konkrete Schritte setzen.
 
Geplante Module:
1. Strategie & Positionierung / Technologien & Trends
2. Beschaffung, Compliance & rechtliche Grundlagen
3. Finanzierung & Absicherung von Projekten
4. Cyber-Security & Informationsschutz
5. Normen, Standards & Zertifizierungen
6. Forschungsförderung

Detailinformationen und Anmeldemöglichkeiten