Land fördert Höherqualifizierung von Bauhandwerkerschüler
WKOÖ-Branchenverbund Bauwirtschaft erhielt von Wirtschaftslandesrat Achleitner Zusage für die Verlängerung des Landeszuschusses
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Die Bauhandwerkerschule und ihre Absolventen haben in der oö. Bauwirtschaft einen exzellenten Ruf. Die Schule, die in den saisonbedingt auftragsarmen Wintermonaten Hochbauer, Zimmerer und Steinmetze aus- und weiterbildet, war nach der Novellierung des Arbeitslosenversicherungsgesetzes bis Ende 1995 in ihrer Existenz gefährdet. Erst als auf Bundesebene ein Sonderkollektivvertrag vereinbart wurde, auf dessen Grundlage für die Dauer des Schulbesuchs zwei Drittel der Lohnkosten vom AMS bzw. vom Europäischen Sozialfonds übernommen werden, war der Weiterbestand gesichert.
Darüber hinaus ist es dem WKOÖ-Branchenverbund Bauwirtschaft gelungen, eine Zusatzförderung des Wirtschaftsressorts der oö. Landesregierung für die betroffenen Dienstgeberbetriebe in Höhe von 1.000 Euro je Schüler und Schuljahr zu erhalten. „Diese befristete Unterstützung des Landes wird für das Schuljahr 2026/2027 fortgesetzt“, freut sich Markus Hofer, Geschäftsführer des Branchenverbunds Bauwirtschaft. Eine entsprechende Zusage hat Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner bereits abgegeben. „Das ist eine gute Nachricht für die Unternehmen und die insgesamt rund 50 Fachkräfte, die das Weiterbildungsangebot jedes Jahr in Anspruch nehmen“, so Hofer. „Die praxisnahe Aus- und Weiterbildung in den Bauhandwerkerschulen leistet einen wichtigen Beitrag, unseren Betrieben die dringend benötigten Fachkräfte zur Verfügung zu stellen. Deshalb unterstützt das Land OÖ ganz bewusst dieses Weiterbildungsangebot. Seit 1996 hat das Land für diese Unterstützung für Bauhandwerkerschüler bereits mehr als zwei Millionen Euro aufgewendet“, betont Landesrat Achleitner.
Die oö. Bauhandwerkerschüler werden vornehmlich an der HTL in Linz, Salzburg und Hallein ausgebildet. Die Lehrgänge dauern über drei Jahre, werden in den Monaten Dezember bis März abgehalten und kommen so der Zeitplanung Berufstätiger entgegen. Die Bildungsinhalte sind der heutigen Baupraxis angepasst. Die Abschlussprüfung berechtigt u.a. zur Lehrlingsausbildung und eröffnet neue Berufschancen. Die Bauhandwerkerschule umfasst auch die Qualifikation eines Werkmeisters (Poliers) und bereitet auf den Fachteil der Berufsreifeprüfung vor, sogar eine anschließende Diplomausbildung wird möglich.