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Lebensmittelhandel
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Der Handel darf den Optimismus nicht verlieren

Der oö. Handel befindet sich in einer durchwachsenen Situation und zusätzliche staatliche Eingriffe bringen Bürokratie und Belastungen.

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Aktualisiert am 26.06.2026

„Nach mehreren herausfordernden Jahren mit Inflation, Kaufkraftverlusten und steigenden Kosten haben sich die Umsätze im Handel zuletzt stabilisiert. Von einer Trendwende kann man nur vorsichtig sprechen. Die Umsätze entwickeln sich wieder leicht nach oben, real also nach Abzug der Preisentwicklung ist ein kleiner Zuwachs sichtbar. Der Handel darf also den Optimismus nicht verlieren“, beschreibt Spartenobmann Martin Sonntag die Lage. 

„Die Lage ist nicht überall gleich. Der Einzelhandel legt etwas stärker zu, der Großhandel erholt sich nur verhalten und die Beschäftigung geht weiter zurück. Besonders gut entwickeln sich allerdings jene Unternehmen, die innovativ und im Wandel vorne mit dabei sind. Themen wie Digitalisierung, KI, datenbasierte Kundenservices, Nachhaltigkeit und veränderte Konsumtrends prägen die Zukunft des Handels“, sagt Sonntag.

Paketsteuer trifft tausende heimische Kleinunternehmen

Der Spartenobmann warnt jedoch vor neuen staatlichen Eingriffen und lehnt geplante Belastungen wie die Paketsteuer ab. Die Gebühr trifft nicht nur große Konzerne. Durch die sogenannte „Plattformfiktion“ werden damit tausende heimische Kleinunternehmen, die über Marktplätze wie Amazon oder eBay verkaufen, als Steuerschuldner in Anspruch genommen. Verschärfungen durch das Margentransparenz-Gesetz sowie neue Kennzeichnungspflichten und neue Regelungen durch die Gebäudeenergieeffizienz-Richtlinie werden ebenso seitens des Handels strikt abgelehnt, da diese als bürokratischer Albtraum und Wettbewerbsverzerrung empfunden werden.

Sonntag fordert eine Deregulierung, insbesondere bei den Öffnungszeiten für Selbstbedienungsläden zur Sicherung der ländlichen Nahversorgung, und appelliert an die Politik, den Handel nicht weiter zu belasten, sondern Innovationen, Digitalisierung und neue Handelsformen zu unterstützen, um den Optimismus und die Zukunftsfähigkeit des Sektors zu erhalten. „Lasst durch zeitgemäße Deregulierung beim Öffnungszeitengesetz neue Handelsformen sich entwickeln. Nicht alles muss immer und sofort reguliert werden. Lasst wieder gute Stimmung im Land zu und jammert nicht alles krank. Unser Sozialsystem ist eines der teuersten in der Welt, macht es auch zu einem der besten der Welt. Lasst die Händler wieder für die Kunden da sein und schafft nicht laufend neue Regelungen, Bürokratien und Belastungen, die Zeit, Energie und Geld kosten. Mit Optimismus, Mut, Einsatz und Hirnschmalz hat Österreich noch jede Herausforderung gemeistert, man muss uns nur etwas unternehmen lassen“, sagt Martin Sonntag.

Nähere Infos

Handel im Nordico
© WKOÖ Spartenobmann Martin Sonntag (r.) mit Spartengeschäftsführer Christoph Redl in der Ausstellung „Made in Linz“ im Nordico Stadtmuseum, die sich u. a. auch dem Handel widmet.