Der Rucksack wird leichter
Mit der Senkung der Lohnnebenkosten um einen Prozentpunkt ab 2028 wird eine zentrale Forderung der Wirtschaftskammer umgesetzt.
Lesedauer: 1 Minute
WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer: Betriebe werden entlastet, Wettbewerbsfähigkeit steigt
Mit der Senkung der Lohnnebenkosten um einen Prozentpunkt ab 2028 wird eine zentrale Forderung der Wirtschaftskammer umgesetzt. Die Maßnahme bringt den Unternehmen jährlich rund zwei Milliarden Euro Entlastung und stellt eine deutlich größere Senkung als sämtliche Reduktionsschritte bei den Lohnnebenkosten in der Vergangenheit dar. Die positiven Effekte dieser Maßnahme sind groß – für die Unternehmen, für Arbeitnehmer und für den Standort Österreich.
Die Unternehmen werden spürbar entlastet. Bei jedem der rund 250.000 österreichischen Arbeitgeberbetriebe kommt die Senkung des Beitrags zum Familienlastenausgleichsfonds (FLAF) von 3,7 Prozent auf 2,7 Prozent direkt an. Ein einfaches Rechenbeispiel: Ein Industriebetrieb mit 100 Mitarbeitern, deren Durchschnittseinkommen rund 3.500 Euro monatlich beträgt, erspart sich durch diesen einen Prozentpunkt 50.000 Euro pro Jahr.
Der Faktor Arbeit wird grundsätzlich entlastet, was in unserem Land dringend nötig ist. Österreich liegt mit einer Belastung des Faktors Arbeit von 47,1 Prozent von 38 OECD-Ländern an 4. Stelle. Lohnnebenkosten verteuern Arbeit massiv und bremsen Beschäftigung und Investitionen. Eine Senkung war daher ein Gebot der Stunde. Durch die jetzige Maßnahme erlangt unser Land wieder mehr Wettbewerbsfähigkeit. Die hohe Inflation nach Ausbruch des Kriegs in der Ukraine brachte in Österreich im internationalen Vergleich überdurchschnittliche Lohnerhöhungen. Das kostete uns enorm an Wettbewerbsfähigkeit. Durch die Senkung der Lohnnebenkosten sinken die Lohn-Stück-Kosten wieder und der Wirtschaftsstandort Österreich gewinnt an Wettbewerbsfähigkeit.
Die Entlastung der Unternehmen erleichtert Investitionen und sichert den Standort!

Doris Hummer
WKOÖ-Präsidentin