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Autobahn A7
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Einigkeit bei Linzer Ostumfahrung dringend gefragt

WK-Obmänner Schneckenreither und Schobesberger: „Bund, Land und vor allem die Stadt Linz müssen jetzt an einem Strang ziehen.“

Lesedauer: 3 Minuten

Aktualisiert am 14.10.2026

Durch die Fertigstellung der tschechischen Autobahn D3 bis zur Staatsgrenze sowie den österreichischen Lückenschluss der S10 entsteht in den nächsten Jahren eine durchgängige Nord-Süd-Verbindung zwischen Prag und dem Adriaraum, die Prognosen zufolge einen massiven Verkehrsanstieg mit sich bringen wird. Ohne zusätzliche Entlastungsmaßnahmen droht die Linzer Stadtautobahn A7, die bereits heute stark aus- und regelmäßig überlastet ist, zur Hauptschlagader dieses Korridors zu werden. „Eine verkehrliche Entlastung des Zentralraums durch eine Ostumfahrung ist daher unerlässlich“, weist Wolfgang Schneckenreither, Obmann der Sparte Transport und Verkehr, einmal mehr auf dieses kritische Nadelöhr hin.

Eine verkehrliche Entlastung des Zentralraums durch eine Ostumfahrung ist daher unerlässlich.

Expertenempfehlung für stadtnahen Korridor
Über die Notwendigkeit einer Linzer Ostumfahrung sind sich alle Beteiligten einig, über den genauen Trassenverlauf aber noch nicht. Anfang Oktober hat das Land OÖ nun den Umweltbericht zur sogenannten Strategischen Prüfung Verkehr an das Verkehrsministerium übermittelt. Das Ergebnis fiel dabei eindeutig für die Realisierung der „stadtnahen Variante“ zwischen der Mühlkreisautobahn A7 und der Westautobahn A1 aus und attestiert dieser Variante das ausgewogenste Verhältnis zwischen Verkehrsleistung, wirtschaftlichem Nutzen und Umweltverträglichkeit.
 
Einigkeit gefragt
Die bisher kritische Beurteilung dieser empfohlenen Trassenvariante durch die Stadt Linz sollte angesichts des klaren Expertenberichts nun jedenfalls überdacht werden. Dies umso mehr, als die Linzer Ostumfahrung mittlerweile weit über ein regionales Straßenprojekt hinausgeht. Sie muss zunehmend als strategische Infrastrukturmaßnahme im europäischen Verkehrsnetz betrachtet werden. Auch der Verkehrsminister betonte deshalb kürzlich, dass sich Oberösterreich bezüglich der Linzer Ostumfahrung einig werden muss – im Hinblick auf die europäische Verkehrsentwicklung bestehe jedenfalls „Entscheidungsbedarf“. „Diese Einigkeit ist zur Aufnahme des Projekts in das Bundesstraßengesetz notwendig, damit die ASFINAG mit der konkreten Planung und Umsetzung beginnen kann“, so Schneckenreither.
 
Entlastung und Aufwertung des Standorts
Auf die positiven Aspekte einer Entlastung des Zentralraums durch die Ostumfahrung weist auch Klaus Schobesberger, Obmann der WKO Linz-Stadt, hin. Durch die Verlagerung des Durchgangsverkehrs wird das untergeordnete Straßennetz, der Zentralraum Linz inklusive Brücken, Tunnel und Wohngebiete, entlastet. Weniger Ausweichverkehre wirken sich positiv auf die innerstädtische Verkehrssicherheit aus und werten Wohnsiedlungen und öffentliche Stadträume auf. 

Eine Verbesserung der Lebensqualität schafft die Ostumfahrung sowohl für Pendler als auch für die ansässige Bevölkerung.

„Eine Verbesserung der Lebensqualität schafft die Ostumfahrung sowohl für Pendler als auch für die ansässige Bevölkerung“, unterstreicht der Linzer WK-Obmann. Weniger Belastung durch Emissionen, Lärm, Stauvermeidung, Verringerung der Pendel- bzw. Reisezeiten, bessere Mobilitätsplanung und attraktivere Optionen für Freizeit- sowie Einkaufsverkehre für Bevölkerung und Tourismus sind nur einige positive Effekte, die gleichzeitig auch der hiesigen Wirtschaft in die Karten spielen. „Weniger Verzögerungen im Wirtschaftsverkehr, Standortattraktivierung durch Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit des Zentralraums Linz, Erhöhung der Erreichbarkeit der Betriebe und dadurch vermehrte Betriebsansiedlungen sowie rascher funktionierende Lieferketten sind Aspekte, von denen der Wirtschaftsstandort Linz sehr profitieren würde“, hält Schobesberger fest.