RRZ stellt mit AI Factory hochsichere KI für Österreich zu Verfügung
Leistungsstark, DSGVO-konform und lokal gehostet, mit der AI Factory bringt das Raiffeisen Rechenzentrum (RRZ) in Linz und Graz hochsichere Künstliche Intelligenz an den Start.
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„Unternehmen mit hohem Sicherheitsbewusstsein erreichen damit ein wichtiges Etappenziel am Weg zur digitalen Souveränität“, erklären Matthias Bauernberger (im Bild l.) und Wilfried Seyruck, Prokurist und Geschäftsführer des RRZ. Herzstück des Services ist die KI-Plattform AI Hub, die primär auf die Integration europäischer Open-Source- und Open-Weight-Large-Language-Models (LLMs) setzt und diese für konkrete Anwendungsfälle nutzbar macht. Betrieben wird der AI Hub ausschließlich im Raiffeisen-Hochsicherheitsrechenzentrum in Graz-Raaba. Auf www.aifactory.at kann das Service ab sofort gebucht werden.
„Wir wenden uns mit unserem Angebot in erster Linie an Unternehmen und Organisationen, die sensible Daten verarbeiten oder keine US-Clouds einsetzen dürfen“, sagt Geschäftsführer Seyruck. Neben Versicherungen, Banken, Gesundheitseinrichtungen, Behörden, Energieversorgern und Forschungsorganisationen sind das Unternehmen mit hohen Compliance-Anforderungen. Weil im AI Hub der AI Factory alle Daten im Raiffeisen Rechenzentrum liegen und Prozesse ausschließlich dort laufen, stärke dessen Nutzung die digitale Souveränität. „Österreich und Europa müssen die Abhängigkeit von US-amerikanischen IT-Infrastrukturen beenden“, lautet Seyrucks Appell an heimische Unternehmen.
Schutzschirm gegen digitales Damoklesschwert
Binnen einer Stunde könnten ganze Europäische Staaten stillstehen, wenn US-amerikanische Cloud-Dienste abgeschaltet werden, warnen internationale Cybersecurity-Experten seit geraumer Zeit. „Als Schutzschirm vor diesem digitalen Damoklesschwert bieten unsere Rechenzentren in Linz und Graz sichere Häfen für heimische Datenschätze“, so Seyruck. Dort stellt die Programmierfabrik GmbH, die 100-Prozent Gesellschafterin des RRZ ist, schon bisher „Cloud Services“, „IT-Operations and Infrastructure“, „Platforms and Business Solutions” sowie „Data and Content Management“ zur Verfügung.
Mit „Artificial-Intelligence-as-a-Service“ komplettiert das RRZ nun dieses Programmierfabrik-Angebot zu einem umfassenden „Servicepaket made in Austria“ aus einer Hand. Kompromisslose Security ist dabei oberstes Gebot. Diese stellen im Raiffeisen-Hochsicherheitsrechenzentrum in Graz-Raaba auf über 4500 m2 Technikfläche, die Raum für mehr als 10.000 Server bietet, sowohl ein Laser-Vorhang, der das komplette Gebäude umhüllt, 100 Überwachungs-Kameras, strengste Zugangskontrollen, eine ausfallfreie Stromversorgung als auch mehrfach redundant ausgelegte Internetverbindungen sicher.
Agentic-Konzept mit zwei Nutzungs-Optionen
In seiner Funktionalität erinnert der AI Hub an bekannte Chatbots wie ChatGPT. Die KI-Plattform des RRZ macht jetzt aber auch die sichere Einbindung interner Dokumente, Datenbanken oder Wissenssammlungen abseits von US-Cloud-Diensten möglich. „Im Dashboard können eigenständige KI-Agenten angelegt werden, die etwa auf bestimmte Fragestellungen aus Compliance, Support oder Vertrieb spezialisiert sind. Diese können nur auf definierte Wissensquellen zugreifen und nur mit Berechtigung genutzt werden“, Bauernberger. Außerdem können diese KI-Agenten oder der gesamte AI-Hub sowohl im Raiffeisen-Hochsicherheitsrechenzentrum genutzt als auch über Schnittstellen in eigene IT-Systeme integriert werden. „Diese Integration wird über standardisierte Protokolle – etwa Model Context Protocol (MCP) – zur Verfügung gestellt“, präzisiert der RRZ-Prokurist.