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WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer
© Hannes Buchinger

Konjunkturprognosen bleiben stabil: Hoffnung auf Wirtschaftsaufschwung steigt

WKOÖ-Präsidentin Hummer: Industrie robust, Bau bleibt Sorgenkind

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Aktualisiert am 02.07.2026

Die aktuelle Konjunkturprognose des WIFO sieht für die Industrieunternehmen eine Fortsetzung der seit 2025 begonnenen Erholung. Mit der Industrie dürfte auch Österreichs Exportwirtschaft bis Ende 2027 wieder am weltweiten Aufschwung teilhaben, so die Wirtschaftsforscher. Im Bausektor bleibt die Erholung leider aus, wodurch man sektorbezogen wieder ein Rezessionsjahr erleben wird. Insgesamt bestätigt das WIFO seine Hauptprognose für das reale Wirtschaftswachstum in Österreich von 0,9 Prozent für 2026. Für 2027 senkte das WIFO seine Prognose von 1,3 auf 1,1 Prozent BIP-Wachstum. 

Die Inflationsrate wird aufgrund der Steigerungen durch den Irankrieg für 2026 bei 3,2 Prozent erwartet. Der Krieg und die gestiegenen Rohöl- und Erdgaspreise haben heuer von März bis Mai die Inflation in Österreich sprunghaft erhöht und die Unternehmens- und Verbraucherstimmung gedämpft. Seit Mitte Mai sinken die Öl- und Spritpreise aufgrund der Iran-USA-Verhandlungen über ein dauerhaftes Kriegsende wieder. Mit dem Rückgang der Energiepreise werde die Konjunktur ab der zweiten Jahreshälfte wieder an Schwung gewinnen, so das WIFO.

Kostensenkung

„Es ist erfreulich, dass die Prognosen wieder positives Wirtschaftswachstum aufweisen. Dieses wird unter anderem durch die Senkung der Lohnnebenkosten von 3,7 auf 2,7 Prozent verstärkt“, sagt WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer. „Wir als Wirtschaftskammer Oberösterreich tragen durch unsere Reformmaßnahmen und die Senkung der Kammerumlage ebenfalls maßgeblich dazu bei“, so Hummer. 

Strukturreformen

Die oberösterreichische Wirtschaft benötigt aber weitere Fortschritte beim Bürokratieabbau und der Bereitstellung einer leistbaren Energieversorgung. „Wenn uns die aktuelle WIFO-Prognose etwas gezeigt hat, dann, dass es auch ein ‚positives Risiko‘ gibt. Um die daraus entstehenden Chancen nutzen zu können, bedarf es langfristiger Strukturreformen. Der erste Schritt bei den Lohnnebenkosten war erst der Anfang. Ziel ist, die Unternehmen generell vom Beitrag zum Familienlastenausgleichsfonds zu befreien. Zusätzlich muss die Lohnfindung weiter zurückhaltend erfolgen, um notwendige Investitionen in allen Sektoren wieder anzukurbeln“, erklärt Hummer.