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Der neue Autostore soll den Ablauf bei Holter künftig noch effizienter machen.
© © HOLTER/Abdruck honorarfrei

Automatisiertes Kleinteilelager macht Holter in Wels noch effizienter

Traditionsbetrieb investiert rund zwölf Millionen Euro trotz „Niesel-Konjunktur“.  Michael Holter: „Wir denken nicht in Quartalszahlen, sondern in Generationen.

Lesedauer: 1 Minute

Aktualisiert am 04.08.2026

Ein AutoStore wird in den nächsten beiden Jahren auf dem Betriebsgelände von Holter in Wels entstehen. Damit verstärkt der Großhändler nicht nur seine Präsenz am Traditionsstandort, sondern will noch effizienter werden. Hintergrund: Schon bislang hat man sich auf die Fahnen geschrieben, dass Bestellungen aus ganz Österreich und dem angrenzenden bayerischen Raum, die bis zum Vorabend in Wels eingehen, am nächsten Tag beim Kunden sind. Mit dem automatisierten Kleinteilelager wird einerseits relativ wenig Platz für die Lagerlogistik benötigt, andererseits werden aber die Abläufe deutlich schneller.  

Regionale Vergabe der Bautätigkeit
Der Spatenstich  für den Neubau am bestehenden Firmenstandort in Wels war am Montag. Neben der Inhaberfamilie Holter waren auch der Welser Bürgermeister Andreas Rabl, Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner und Vertreter der ausführenden Bauunternehmen und Planer gekommen.Sämtliche Gewerke wurden regional vergeben und sorgen zusätzlich für Wertschöpfung in Oberösterreich.

Nur ein Jahr soll die Bauzeit betragen, dann könnte das Lager schon im Herbst kommenden Jahres in Betrieb gehen. Bisher waren für die Lagerhaltung der Kleinteile rund 2200 Quadratmeter Fläche nötig, mit dem neuen AutoStoreSystem reichen künftig rund 800 Quadratmeter aus. Die gesamte Halle soll trotzdem rund 1600 Quadratmeter messen und bietet auch noch Optionen auf Erweiterungen, falls nötig.

Potenzial in den Veränderungen am Markt
Holter ist seit 1873 als Familienunternehmen in Wels ansässig und ein Sanitär- und Heizungsgroßhändler mit überregionaler Bedeutung. An 25 Standorten in Österreich und Deutschland werden 833 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, der Umsatz blieb im mit Juni abgelaufenen Geschäftsjahr mit 323 Millionen Euro gleich zum Vorjahr. Potenzial sieht man besonders in den Veränderungen, die der Klimawandel mit sich bringt. Geschäftsführer Steinbrecher: „Künftig wird das Kühlen genauso wichtig sein wie das Heizen.“ Auch die letzte größere Investition wurde übrigens in wirtschaftlich anspruchsvollen Zeiten getätigt, 2021 wurde mitten im Corona-Lockdown eine Halle mit einem Investitionsvolumen von rund 6,5 Mio. Euro errichtet, auch dieser Mut zur antizyklischen Investition hat sich bislang ausgezahlt.

Holter