IFN stellt Weichen für Wachstum
Das Internationale Fensternetzwerk IFN mit Zentrale in Traun will weiter wachsen und schärft Portfolio, Strategie und Strukturen.
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Im Geschäftsjahr 2025 lag der Umsatz der IFN-Holding AG bei 799 Mio. Euro. Bereinigt um Änderungen im Portfolio – Verkauf von GIG, Kauf von Roda – ergibt sich dabei ein Wachstum von zwei Prozent. Das EBIT stieg auf 24 Mio. Euro (+ 8 Prozent).
Nach Ländern holt IFN 70 Prozent des Umsatzes im DACH-Raum (38 Prozent Österreich, 22 Deutschland, 10 Schweiz). Je 6 Prozent kommen aus Italien und Dänemark, 5 aus Finnland, 4 aus Frankreich. 70 Prozent oder 2654 der 3855 Beschäftigten arbeiten in Österreich.
Innerhalb der Gruppe entwickelten sich die Geschäftsbereiche sehr unterschiedlich. Internorm (– 5,5 Prozent Umsatz) stabilisierte sein Ergebnis in einem negativen Marktumfeld durch seine starke Positionierung im Sanierungssegment sowie im Premiumbereich. Besonders dynamisch entwickelte sich erneut das digitale Geschäft der Gruppe. Der deutsche Online-Bauelementehändler Neuffer konnte mit rund 26 Prozent wachsen und baut seine starke Position im Online-Vertrieb konsequent weiter aus. Der slowakische Fenster- und Türenhersteller HSF wuchs in den Kernmärkten um 11 Prozent, Sonnenschutzspezialist Schlotterer um 7 Prozent und der dänische Fenster- und Türenspezialist Kastrup erzielte ein Plus von 14 Prozent.
Durch die Übernahme des litauischen Unternehmens Roda, das im Vorjahr um 50 Prozent wachsen konnte, stärkt die IFN-Gruppe zusätzlich ihre Lieferkette und die Versorgungssicherheit im Nordeuropa-Geschäft. Ein wichtiger Schritt auch für die Skanva Group, die mit –11 Prozent abschloss. Aufgrund bestehender Überkapazitäten bleibt auch das Geschäft beim finnischen Hersteller Skaala leicht rückläufig.
Investitionen schaffen Basis
In den vergangenen fünf Jahren investierte IFN rund 240 Mio. Euro in Standorte und Produktion. 2025 belief sich das Investitionsvolumen auf 28 Mio. Euro, für 2026 sind rund 41,5 Mio. Euro in die Weiterentwicklung von Standorten, Innovationen und Zukunftstechnologien geplant.
IFN sieht sich mit einer Eigenkapitalquote von 61 Prozent und einer Nettoliquidität von rund 110 Mio. Euro trotz schwieriger Rahmenbedingungen gut aufgestellt und setzt weiter auf Wachstum durch Internationalisierung, Digitalisierung und Sanierungsgeschäft. „Wir denken langfristig und sind bereit für den nächsten Expansionsschritt. In den kommenden fünf Jahren wollen wir die Lage im Markt nutzen und zukaufen“, so Miteigentümer und Unternehmenssprecher Christian Klinger.