Asiatischer Tiger auf dem Sprung
280 Mio. Einwohner, starkes Wirtschaftswachstum und umfangreiche Investitionen in Mobilität, Infrastruktur, Digitalisierung und Energiewende.
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Indonesien setzt zum Sprung an. Sigmund Nemeti, Wirtschaftsdelegierter in Jakarta, erläutert, warum es sich lohnt, jetzt dabei zu sein, und wo großes Potenzial schlummert.
Indonesien ist ein Land mit großen Chancen in vielen Bereichen. Der bevölkerungsreichste Markt Südostasiens überzeugt mit einem soliden Wirtschaftswachstum von rund 5 Prozent pro Jahr, einer wachsenden Mittelschicht und Chancen in jenen Sektoren, in denen österreichische Exportprofis ihre Stärken ausspielen können. Zugleich steht Indonesien vor der Herausforderung, seine Infrastruktur an die hohe Bevölkerungszahl anzupassen. Allein um die Hauptstadt Jakarta leben rund 42 Millionen Menschen.
Der bevölkerungsreichste Markt Südostasiens überzeugt mit einem soliden Wirtschaftswachstum von rund 5 Prozent pro Jahr.

Sigmund Nemeti
Wirtschaftsdelegierter in Jakarta
Daraus ergeben sich erhebliche Möglichkeiten für österreichische Exportmeister in den Bereichen Verkehrs- und Energieinfrastruktur sowie Bauwirtschaft. In diesem Umfeld eröffnen sich darüber hinaus große Chancen für österreichische Expertise in der Medizintechnik sowie in der Erwachsenenbildung.
Hand in Hand damit geht die stark vorangetriebene Investition in die Veredelung von Rohstoffen und die Gewinnung von Bodenschätzen. Indonesien ist beispielsweise der weltweit größte Produzent von raffiniertem Nickel. Österreichische Unternehmen treten in diesen Sektoren als verlässliche Partner im Maschinenbau und im Know-how-Transfer auf. Ebenso zeigt sich in der Bevölkerung ein wachsendes Bewusstsein für hochqualitative Importprodukte des täglichen Bedarfs. Daraus ergeben sich für die österreichische Lebensmittel- und Konsumgüterbranche interessante Gelegenheiten.
Positive Tendenzen lassen sich auch mit Blick auf das bevorstehende Inkrafttreten des EU-CEPA-Freihandelsabkommens erkennen. Voraussichtlich ab Anfang 2027 werden die meisten tarifären und nicht tarifären Handelshemmnisse zwischen den beiden Ländern abgebaut.
Indonesiens Präsident Subianto führt die Infrastrukturprojekte seines Vorgängers Widodo grundsätzlich fort, setzt jedoch weitere innenpolitische Prioritäten. Im Vordergrund steht dabei insbesondere das „Free Meal Programme“, das die tägliche Verpflegung von Kindern und Jugendlichen im ganzen Land sicherstellen soll.
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