In weniger als zwei Jahren hat sich kalkül verzehnfacht
Das Linzer Start-up kalkül hat die Marke von 10.000 Nutzern überschritten.
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Die Buchhaltungssoftware der beiden Gründer Lukas Weilguny (r.) und Michael Leister richtet sich an Einzel- und Kleinunternehmer. Im November 2024 zählte kalkül 1000 Nutzer, im Februar 2026 waren es 5000. Seither hat sich die Zahl in sieben Monaten noch einmal verdoppelt. „Treibende Kraft hinter dem organischen Wachstum sind persönliche Empfehlungen und die Sichtbarkeit in Suchmaschinen“, sagt Michael Leister, Co-Founder von kalkül. Entstanden ist kalkül aus einem eigenen Problem. Weilguny und Leister entwickeln seit 2017 als Selbständige Software für Unternehmen. Als ihr damals genutztes Rechnungsprogramm nach einer Übernahme spürbar schlechter wurde, sahen sie sich nach Alternativen um.
„Langweiligster Teil“
„Wir haben kein einziges gefunden, das wirklich einfach und auf Österreich zugeschnitten war. Buchhaltung ist der langweiligste Teil im Alltag von Selbständigen. Niemand will stundenlang eine Software lernen, nur um die erste Rechnung zu schreiben. Genau das ändern wir. Der Markt für Rechnungssoftware im deutschsprachigen Raum wird von deutschen Anbietern dominiert. Österreich wird dort meist nur als kleines Nischenland mitgedacht. Besonderheiten wie Kleinunternehmerregelung, Einnahmen-Ausgaben-Rechnung, BAO-Aufbewahrungspflichten oder Verzugszinsen nach österreichischem Recht werden oft nur oberflächlich abgedeckt. kalkül ist hingegen exakt für diesen Markt gebaut, inklusive Rechnern für Einkommensteuer, SVS-Beiträge, Gewinnfreibetrag und Abschreibungen“, so Leister. Um Selbständige gerade zu Beginn zu entlasten, setzt kalkül auf ein Freemium-Modell: Kernfunktionen wie Angebote, Rechnungen, Mahnwesen und die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung sind ohne Limits dauerhaft kostenlos. Ein Abo schaltet Zusatzfunktionen wie den automatischen Bankabgleich mit über 2600 Banken frei. Der überwiegende Teil der 10.000 Nutzer verwendet
die Gratisversion.
„Als wir das Abo eingeführt haben, gab es dafür wochenlang praktisch keine exklusiven Funktionen. Trotzdem haben Leute bezahlt, einfach um die Entwicklung zu unterstützen. Das war für uns das ehrlichste Feedback, das wir bekommen konnten“, sagt Lukas Weilguny, Co-Founder von kalkül.
Registrierkasse, Steuerberater und KI-Belegerkennung
Als nächsten großen Schritt kündigen die Gründer eine integrierte Registrierkassenlösung an. Parallel baut kalkül die Zusammenarbeit mit Steuerberatern aus. Enger Partner ist die Linzer Kanzlei Raml & Partner. Weitere
Kooperationen sind geplant. Mittelfristig soll außerdem eine KI-gestützte Belegerkennung Ausgaben automatisch auslesen und kategorisieren. Welche Funktionen zuerst kommen, entscheidet weitgehend die Community. Je häufiger ein Feature angefragt wird, desto weiter rückt es nach vorn. „Wir wollen das einfachste Rechnungsprogramm für Selbtständige in Österreich sein", sagt
Leister.