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© Wölfleder

Wärmeversorgung zukunftsfit

Wie kann die Wärmeversorgung künftig erneuerbar, wirtschaftlich und möglichst energieautark gestaltet werden? 

Lesedauer: 1 Minute

Aktualisiert am 04.11.2026

Mit dieser Frage beschäftigte sich Wölfleder Maschinenbau und Stalltechnik in einer ÖKO-PLUS-Impulsberatung. Im Zuge der geplanten Erweiterung und thermischen Sanierung des Betriebsstandorts wurde die Gelegenheit genutzt, die bestehende Wärmeversorgung grundsätzlich neu zu denken. Ziel war, verschiedene erneuerbare Lösungen zu prüfen und damit eine fundierte Grundlage für die weiteren Investitionsentscheidungen zu schaffen.

Drei Varianten im Fokus

Im ersten Schritt wurden unterschiedliche Möglichkeiten der Wärmeversorgung untersucht. Neben einer Hackschnitzelanlage standen verschiedene Wärmepumpenlösungen im Mittelpunkt. Eine Grundwassernutzung wurde aufgrund der geotechnischen Bedingungen ausgeschlossen. Eine reine Luft-Wasser-Wärmepumpe erwies sich aufgrund der erforderlichen zusätzlichen elektrischen Anschlussleistung ebenfalls als nicht praktikabel. Daher wurden zwei kombinierte Wärmepumpenvarianten entwickelt: eine Kombination aus Flächenkollektor und Luftwärmepumpe sowie eine mit Flächenkollektor und Tiefensonden. Beide Lösungen ermöglichen eine Wärmeversorgung ohne Verbrennung vor Ort und bieten die Möglichkeit, die bestehende PV-Anlage einzubinden. So kann der Eigenverbrauch des erzeugten Solarstroms erhöht und die Energieautarkie unterstützt werden. Dritte Möglichkeit war eine Hackschnitzelheizung. Der regional verfügbare Brennstoff bietet wirtschaftliche Vorteile und kann am Betriebsstandort gut mit den vorhandenen Flächen kombiniert werden. Gleichzeitig wurden auch Aspekte wie Wartungsaufwand, Brennstoffversorgung und der benötigte Platz berücksichtigt.

Die ÖKO-PLUS-Beratung hat damit nicht einfach eine einzelne Technologie vorgegeben, sondern zunächst die technisch möglichen Varianten aufgezeigt und deren Vor- und Nachteile gegenübergestellt. Auf dieser Basis hat sich Wölfleder Maschinenbau entschieden, die drei Varianten im nächsten Schritt durch den Generalplaner detailliert ausarbeiten zu lassen. In der ÖKO-PLUS-Förderstufe 2 wurden die Lösungen umfassend ökologisch und wirtschaftlich bewertet. Dabei wurden u.a. die mögliche spätere Klimatisierung der Büroräume, Fragen der Energieautarkie sowie die Investitions- und Betriebskosten berücksichtigt. Eine Wirtschaftlichkeitsberechnung nach ÖNORM M 7140 hat weitere Entscheidungsgrundlagen geliefert.

Ergebnis: Variante 3, die Hackschnitzelheizung, erwies sich in der Vollkostenbetrachtung als wirtschaftlichste Lösung. Gleichzeitig sprechen höhere Autarkie, Nutzung der bestehenden PV und Reduktion des Platzbedarfs für eine Wärmepumpenlösung. Fördermöglichkeiten von bis zu 60.000 Euro wurden ebenso einbezogen.

ÖKO-PLUS

MISSION:ZUKUNFTSFIT