Pensionsabsicherung geht Hand in Hand mit der Förderung unserer Betriebe
WKOÖ unterstützt neue Ideen für die Erlöse aus Staatsbeteiligungen, denkt aber noch einen Schritt weiter
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Bundeskanzler Stocker hat die Bildung eines Staatsfonds zur Pensionsabsicherung nach dem Vorbild skandinavischer Länder ins Spiel gebracht. Demnach sollen die jährlichen Dividenden der Staatsbeteiligungen (aktuell 600 bis 800 Millionen Euro) in einen Generationenfonds fließen, welcher nach einer Ansparphase über die laufenden Renditen das Pensionssystem ergänzend zum Umlageverfahren bezuschussen kann. Zusätzlich wird ein Zukunftsdepot für unsere Kinder vorgeschlagen, bei dem Einzahlungen bis zum 18. Geburtstag in Höhe von maximal 5.000 Euro jährlich getätigt und danach steuerbefreit entnommen werden können.
WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer begrüßt diese Vorschläge: „Langfristig müssen wir das Pensionssystem auch über den Kapitalmarkt sichern. Diese für Österreich neue Idee ist insbesondere auf Grund der Zweckwidmung des zufließenden Kapitals und des Generationenfonds sehr sinnvoll. Natürlich müssen die Details noch ausgearbeitet werden, aber da bei geringen Zinsen Geld real an Wert verliert, ist eine professionelle Veranlagung am Kapitalmarkt ein Zukunftsmodell.“
Die WKOÖ schlägt ergänzend vor - ähnlich wie beim in Gründung befindlichen Rot-Weiß-Rot Dachfonds der Bundesregierung – bei der Kapitalveranlagung einen Schwerpunkt auf österreichische Investments zu legen. So könnte heimischen innovierenden Betrieben zusätzliches Kapital für die digitale Transformation und zukunftsweisende Geschäftsmodelle bereitgestellt werden.
„Über diesen Weg schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe. Einerseits fördern wir die Pensionsabsicherung über Investitionen am Kapitalmarkt und erreichen so höhere Renditen als am Sparbuch oder beim Bausparen. Andererseits können so unsere heimischen Top-Betriebe ihre Eigenkapitalausstattung deutlich erhöhen und das zusätzliche Kapital für weitere Innovationen nutzen“, so die WKOÖ-Präsidentin. „Wir schaffen damit für die österreichische Wirtschaft einen großen Wachstumsimpuls, der den Betrieben aber auch allen Beschäftigten zugutekommt. Neben der Absicherung der Pensionsvorsorge profitieren somit auch alle heimischen Betriebe und deren Beschäftigte über verbesserte finanzielle Möglichkeiten bei dringend notwendigen Neuinvestitionen.“