Kreislaufwirtschaft und Abfallwirtschaftskonzept
Im Rahmen der ÖKO-PLUS-Förderung, Förderstufe 2, hat die Schaper Healthcare GmbH am Standort Wels ein umfassendes Abfallwirtschaftskonzept umgesetzt.
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Projektziel war, die bestehenden Entsorgungs- und Recyclingprozesse systematisch zu analysieren, gesetzeskonform zu dokumentieren und gleichzeitig Potenziale zur Abfallvermeidung und Ressourcenschonung nachhaltig auszubauen.
Die Schaper Healthcare GmbH ist auf die Lagerung, Kommissionierung und den Versand orthopädischer Heil- und Hilfsmittel spezialisiert. Da im Betrieb keine Produktion stattfindet, entstehen Abfälle überwiegend im Bereich Verpackung, insbesondere Kartonagen und Kunststoff. Genau hier setzte das neue Abfallwirtschaftskonzept an. Ein Schwerpunkt lag auf der Optimierung des Kartonagenmanagements. Bereits bisher wurden geeignete Kartons wiederverwendet. Im Zuge des Projekts wurde dieses System weiter professionalisiert. Mittels Schredder werden gebrauchte Kartonagen zu umweltfreundlichem Füllmaterial verarbeitet und damit direkt im Versandprozess wieder eingesetzt.
Abfalllogistik klar strukturiert
Zusätzlich erfolgt eine Verdichtung der Kartonagen über eine leistungsfähige Abfallpresse. Dadurch kann das Abfallvolumen deutlich reduziert und die Wiederverwendung vorhandener Materialien wesentlich gefördert werden. Neben der technischen Optimierung wurde auch die innerbetriebliche Abfalllogistik klar strukturiert. Abfälle werden bereits an den Arbeitsplätzen getrennt gesammelt und anschließend zentral zusammengeführt. Für Sonderabfälle wie Batterien oder Tonerkartuschen wurde ein eigener Sammelbereich eingerichtet. Die regelmäßige Entsorgung erfolgt über Entsorgungsunternehmen sowie das Altstoffsammelzentrum Wels. Besonderes Augenmerk legte man auf organisatorische Maßnahmen und die Sensibilisierung der Mitarbeiter. Klare Zuständigkeiten, definierte Sammelsysteme und regelmäßige interne Abstimmungen tragen dazu bei, die hohen Standards dauerhaft sicherzustellen.
Mit dem Abfallwirtschaftskonzept erfüllt Schaper Healthcare nicht nur sämtliche gesetzlichen Anforderungen, sondern setzt auch ein Zeichen für nachhaltiges Wirtschaften und verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen. Das Projekt zeigt, wie auch Logistik- und Handelsbetrieben durch einfache, praxisnahe Maßnahmen ein wichtiger Beitrag zur Kreislaufwirtschaft leisten können.
Freiwillige Nachhaltigkeitsberichterstattung
Nachhaltigkeitsdaten werden immer relevanter, durch Anfragen von Kunden, Geschäftspartnern und Banken, aber auch für das Risikomanagement und die betriebliche Entwicklung. Die WKO unterstützt KMU bei der freiwilligen Erfassung von Nachhaltigkeitsdaten mit zwei Services:
- branchenspezifische VSME-Berichtsvorlagen mit Ausfüllanleitung,
- Erweiterung des WKO Klimaportals um VSME-Berichtsfunktion,