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Containerschiff
© Teppakorn I stock.adobe.com

Export holt auf

Zwar beträgt das Minus nur mehr 2 Prozent (im Vorjahr 11 Prozent), dennoch muss sich die Exportwirtschaft nach neuen Märkten orientieren.

Lesedauer: 3 Minuten

Aktualisiert am 04.08.2026

Die Exportzahlen für 2025 zeigen einen Rückgang des oberösterreichischen Exports um rund zwei Prozent. Vor allem die Ausfuhr von Waren in die USA hat einen Rückschlag erlitten. Mit einem Minus von fast 30 Prozent zeigen sich die Auswirkungen der Trump‘schen Zollpolitik deutlich. Ebenso hohe Verluste scheinen bei den Ausfuhren nach Australien und Ozeanien auf.

Trotz des Einbruchs sind die Vereinigten Staaten nach Deutschland das zweitwichtigste Exportland für die oberösterreichischen Unternehmen. Der Export nach Deutschland ist leicht zurückgegangen, jedoch weit weniger, als aufgrund der indirekten Auswirkungen der US-Zollpolitik befürchtet. Die oö. Unternehmen haben rechtzeitig auch andere Märkte beliefert und diesen Effekt etwas abfedern können. Ein leichtes Plus verzeichnet der Export nach Großbritannien, Ungarn, Polen und in die Tschechische Republik. 

Länderinfos aus erster Hand

Das Wachstum ist zurzeit vor allem in Asien und Afrika zu finden. Es lohnt sich daher für exportbereite Unternehmen, die Top-Drei-Wachstumsmärkte China, Indien und Südafrika näher in ihren Fokus zu rücken. Vor allem Zukunftsbranchen wie der „Green Tech“-Bereich, aber auch Maschinen- und Anlagenbau und Energie- und Umwelttechnik sind für die heimischen Firmen mit großen Chancen verbunden. 

Die WKO Oberösterreich und das Export Center OÖ unterstützen all jene Betriebe, die den Sprung in den Export wagen oder neue Märkte erschließen wollen. Mit ihren rund 100 AußenwirtschaftsCentern in über 70 Ländern kann die WKO Oberösterreich aus erster Hand über die Exportchancen in den jeweiligen Ländern informieren. Zuvor können die Unternehmen Services wie Branchen- und Länderseminare, Kooperationsbörsen und Exportcoachings im Export Center OÖ in Anspruch nehmen. Ein besonders niederschwelliges Angebot ist der jährlich veranstaltete OÖ Exporttag, der heuer am 17. November stattfindet. Hier können Unternehmer unverbindlich Kontakt mit den Wirtschaftsdelegierten aufnehmen und sich über die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Markteintritt in ihrem Wunschland informieren. 

www.wko.at/aussenwirtschaft 

WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer: Fühler ausstrecken in neue Märkte

Waren und Dienstleistungen aus Oberösterreich werden in die ganze Welt exportiert. Die Qualität stimmt und damit können die oberösterreichischen Unternehmen auch nach wie vor punkten. Die Exportzahlen für 2025 zeigen aber einen Rückgang der Exporte um zwei Prozent. 

Ein größerer und zum Teil auch erwartbarer Einbruch hat beim Export in die USA stattgefunden. Die dortige Zollpolitik hat es den Exporteuren in ganz Europa schwer gemacht, ihre Ausfuhraktivitäten zu planen. Doch das kann nicht der einzige Grund für den Exportrückgang sein. Ein spürbarer wirtschaftlicher Aufschwung lässt in Österreich leider noch auf sich warten. Es muss daher alles getan werden, um die Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe wieder zu erhöhen. 

Viele Unternehmen kämpfen mit den hohen Lohnnebenkosten, die im benachbarten Ausland viel weniger ins Gewicht fallen. Dazu kommt der umfangreiche bürokratische Aufwand, der viel Zeit und Energie beansprucht. Im Gegensatz zu den weltweiten Krisen sind dies Themenfelder, die die Politik durch mutige Entscheidungen positiv beeinflussen könnte. Für die Unternehmen selbst gilt es, die Fühler in vielleicht noch unbekannte Exportmärkte auszustrecken. So wachsen zum Beispiel die Märkte in Asien und Afrika zum Teil enorm und eröffnen großes Potenzial für die heimischen Unternehmen.   

Die Märkte in Asien und Afrika eröffnen großes Potenzial für die heimischen Unternehmen. 

 

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