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Polen
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Polen im Außenhandelsfokus

Starke Investitionen stimulieren viele Sektoren

Lesedauer: 1 Minute

Aktualisiert am 07.10.2026

Polen zählt zu den am stärksten wachsenden Ländern Europas. Eine europafreundliche Regierung, eine relativ junge Bevölkerung und eine lebendige Gründerszene machen das Land attraktiv für Geschäftsbeziehungen. Christian Lassnig, Wirtschaftsdelegierter in Warschau, zeigt auf, wo lukrative Potenziale liegen und wie man sie heben kann.

Polen zählt heute zu den Wachstumsmotoren der EU.

Steigende Reallöhne, eine historisch niedrige Arbeitslosigkeit und eine hohe Konsumbereitschaft der privaten Haushalte das solide Fundament für Polens starkes Wirtschaftswachstum. Zweiter Erfolgsfaktor sind die umfangreichen Investitionen, die durch EU-Mittel gefördert werden. Polen gehört zu den größten Empfängern euro­päischer Fördergelder und nutzt diese gezielt für Infrastruktur, Digitalisierung, Energiewende und Innovation. 

Gemeinsam mit hohen öffentlichen Investitionen in die Verteidigung entsteht dadurch ein außergewöhnlich starker Investitionsschub, der zahlreiche Wirtschaftssektoren stimuliert. Zudem profitiert Polen vom anhaltenden Near­shoring-Trend. Immer mehr internationale Unternehmen verlagern Produktions- und Logistikstandorte näher an ihre europäischen Absatzmärkte, u.a. nach Polen. 

Für die nächsten zwei Jahre wird mit einem deutlich über dem EU-Schnitt liegenden Wachstum von 3 bis 3,5 Prozent gerechnet. Weiter starke Investitionen und der boomende Privatkonsum tragen dazu bei. Risiken sind die schwache Entwicklung wichtiger Exportmärkte, geopolitische Spannungen in der Nachbarschaft und die in den letzten Jahren recht hohen Budgetdefizite. 

Polen war in den letzten Jahren Österreichs fünftgrößter Exportmarkt. Das Handelsvolumen betrug 2025 13,3 Mrd. Euro, Österreich erzielte mit einem Exportvolumen von 7,2 Mrd. einen Handelsbilanzüberschuss von 1,1 Mrd. Euro. Nach einer Seitwärtsbewegung in den letzten drei Jahren kommt 2026 wieder Dynamik in die Handelsbeziehungen. Im 1. Halbjahr 2026 stiegen Österreichs Exporte um 7,8 Prozent, die Importe aus Polen um 7 Prozent. Rund 700 heimische Firmen haben knapp in Summe 20 Mrd. Euro investiert – alleine die Erste Bank heuer 7 Mrd. Euro –, und beschäftigen über 60.000 Mitarbeiter.

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