Energietechnik-Spezialist Solarfocus baut Standort aus
Der Energietechnik-Spezialist Solarfocus investiert einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag in den Ausbau des Standorts in St. Ulrich bei Steyr.
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Mit dem Ausbau schafft das Unternehmen Platz für eine neue Generation von Wärmepumpen. Auf rund 12.220 Quadratmetern entstehen bis 2028 zusätzliche Produktions-, Logistik- und Büroflächen. Solarfocus will damit seine Kapazitäten für die Wärmepumpen-Produktion auf rund 3000 Geräte pro Jahr verdoppeln, neue Arbeitsplätze schaffen und die Wertschöpfung noch stärker in Oberösterreich bündeln. Eine vollautomatisierte Blechbearbeitung soll außerdem unabhängiger von externen Zulieferern machen. Business Upper Austria begleitete das Vorhaben von der Förderberatung bis zur Abstimmung mit Behörden.
Der Bedarf an klimafreundlichen Heizsystemen wächst und der Familienbetrieb reagiert darauf mit einer Investition im mittleren zweistelligen Millionenbereich. Die Umsetzung erfolgt in zwei Bauabschnitten. Bis September 2028 soll das Gesamtprojekt fertig sein. Gleichzeitig sind 40 zusätzliche Vollzeitarbeitsplätze geplant. Aktuell beschäftigt das Unternehmen rund 250 Mitarbeiter.
Neue Großwärmepumpen aus Oberösterreich
In der neuen Produktionshalle sollen künftig mehr hocheffiziente Wärmepumpen vom Band gehen, darunter die neue Großwärmepumpe „vampair MAX" mit 35, 70 und 105 Kilowatt Leistung. „Wir wollen diese Baureihe in Serie bringen und damit neue Marktsegmente im mehrgeschossigen Wohnbau, in Gewerbe und Industrie erschließen“, kündigt Geschäftsführer Joachim Kalkgruber (im Bild beim Spatenstich v. l.: Prokurist Harald Pfaffeneder und die beiden Geschäftsführer Florian Großauer und Joachim Kalkgruber) an.
Neben dem Ausbau der Wärmepumpenproduktion holt Solarfocus weitere Fertigungsschritte nach St. Ulrich. Herzstück ist eine neue vollautomatisierte Blechbearbeitung, die den gesamten Prozess vom Rohblech bis zum fertigen Bauteil abdeckt. „Das verkürzt die Durchlaufzeiten, erhöht die Flexibilität und macht uns unabhängiger von externen Zulieferern. Gleichzeitig übersiedeln wir die bisherigen Produktionsstandorte in Steyr und Dietachdorf nach St. Ulrich. Dadurch fallen viele Transportwege weg, Abläufe werden einfacher und die Zusammenarbeit zwischen Entwicklung, Fertigung, Logistik und Service soll künftig erleichtert werden“, sagt Kalkgruber.
Vorzeigeprojekt für zeitgemäßes Bauen
Beim Neubau setzt das Unternehmen konsequent auf die eigenen Technologien. Die Produktionshalle wird mit zwei leistungsstarken Großwärmepumpen vom Typ „vampair MAX 105“ beheizt und gekühlt. Ergänzt wird das Energiekonzept durch Photovoltaikanlagen auf Dach- und Fassadenflächen, bestehende Biomasse- und Solarthermiesysteme sowie einen geplanten Batteriespeicher. Auch bei der Flächennutzung verfolgt das Unternehmen einen nachhaltigen Ansatz, wie der Firmenchef betont: „Die neue Produktion wird zweigeschossig mit Mezzanin errichtet. So schaffen wir mehr Kapazitäten, ohne zusätzliche Flächen zu versiegeln.“