Herausforderungen im Export: WKOÖ unterstützt Betriebe im US-Geschäft
Exportbilanz zeigt Herausforderungen im USA-Geschäft. US-Zollinfopoint, Beratungen und Infosessions helfen Unternehmen bei Zollfragen
Lesedauer: 1 Minute
Die oberösterreichischen Exporte stehen weiter unter Druck. Nach den aktuellen Exportzahlen sind die Ausfuhren im Jahr 2025 erneut um zwei Prozent auf 47,3 Mrd. Euro zurückgegangen. Besonders deutlich zeigt sich die Entwicklung im Handel mit den USA: Die Exporte in den amerikanischen Markt gingen um rund 27 Prozent zurück. Gleichzeitig bleiben die Vereinigten Staaten einer der wichtigsten außereuropäischen Absatzmärkte für zahlreiche oberösterreichische Unternehmen.
„Die USA sind und bleiben ein Schlüsselmarkt für viele oberösterreichische Betriebe. Umso wichtiger ist es, dass wir unsere Unternehmen gerade in dieser herausfordernden Phase mit umfassender Information und individueller Beratung unterstützen. Die handelspolitischen Rahmenbedingungen ändern sich laufend. Deshalb braucht es einen verlässlichen Partner, der Orientierung gibt und konkrete Hilfestellung bietet“, betont WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer.
Umfassendes Serviceangebot für Exportbetriebe
Mit dem eigens eingerichteten US-Zollinfopoint bietet die Wirtschaftskammer Unternehmen laufend aktuelle Informationen zur US-Zollpolitik, zu neuen rechtlichen Entwicklungen und zu den Auswirkungen auf österreichische Exporteure. Ergänzend dazu stehen die Expertinnen und Experten der WKO sowie des AußenwirtschaftsBüros Atlanta für individuelle Beratungen zur Verfügung.
Zum US-ZollinfopointDarüber hinaus veranstaltet die WKO regelmäßig Webinare und Informationsveranstaltungen, um Unternehmen rasch über Änderungen zu informieren und konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen.
US-Zollupdate am 28. Juli
Die nächste Gelegenheit dazu bietet das Webinar „US-Zollupdate: Änderungen für österreichische Exporteure" am 28. Juli. Dabei informieren Experten über die aktuelle Zollsituation, die jüngsten Entwicklungen im US-Handelsrecht sowie über praktische Auswirkungen für österreichische Unternehmen.
Zur AnmeldungRückerstattung bereits bezahlter US-Zölle
Ein wichtiges Thema bleibt auch die Rückerstattung bereits entrichteter US-Zölle. Seit April 2026 wird diese auf Basis eines Urteils des US Supreme Court abgewickelt. Das Feedback der betroffenen Unternehmen zeigt, dass der Rückerstattungs-Prozess insgesamt gut funktioniert.
Zu beachten ist allerdings, dass ausschließlich US-Importeure beziehungsweise US-Zollbroker die Rückerstattung direkt beantragen können. Österreichische Unternehmen können ihre Ansprüche daher über ihre US-Importpartner, Zollbroker, Logistikdienstleister oder eigene Niederlassungen in den USA geltend machen.
Chancen nutzen
Mit seinem Informations- und Beratungsangebot will das Export Center der WKOÖ dazu beitragen, dass oberösterreichische Unternehmen trotz schwieriger handelspolitischer Rahmenbedingungen ihre Chancen auf dem US-Markt bestmöglich nutzen können.