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Hinweis auf Gasleitung in der Landschaft. WAG Loop
© Gas Connect Austria

Grünes Licht: WAG Loop 1 stärkt Energie- und Industriestandort OÖ

WKOÖ begrüßt Genehmigung für Ausbau der West-Austria-Gasleitung

Lesedauer: 1 Minute

Aktualisiert am 19.08.2026

Die nun erfolgte Genehmigung für den WAG Loop 1 ist aus Sicht der Wirtschaftskammer Oberösterreich ein wichtiger Schritt für die Versorgungssicherheit und Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts. Mit dem Projekt wird die bestehende Gasinfrastruktur zwischen Oberkappel und Bad Leonfelden auf einer Länge von rund 40 Kilometern um eine parallele Leitung erweitert. Die Transportleistung in West-Ost-Richtung steigt dadurch um rund 30 Prozent.

„Für einen starken Industriestandort ist eine sichere, leistbare und diversifizierte Energieversorgung unverzichtbar. Mit der Genehmigung des WAG Loop 1 wird ein wichtiger Baustein dafür auf den Weg gebracht. Das Projekt erhöht kurzfristig unsere Versorgungssicherheit und schafft gleichzeitig Infrastruktur für das Energiesystem von morgen“, begrüßt WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer die Entscheidung.

Mehr Versorgungssicherheit durch neue Bezugsquellen

Der WAG Loop 1, der ab 2027 gebaut werden soll, verbessert insbesondere den Zugang zu Gasquellen aus Nordwesteuropa. Dazu zählen Lieferungen aus Norwegen ebenso wie LNG, das über Terminals an den Küsten Deutschlands, Belgiens, der Niederlande und Frankreichs nach Europa gelangt. Gleichzeitig ermöglicht die zusätzliche Transportkapazität eine flexiblere Ein- und Ausspeisung der oberösterreichischen Gasspeicher Haidach und Seven Fields. 

Gerade für Oberösterreich als führendes Industriebundesland hat diese Diversifizierung hohe strategische Bedeutung, so Hummer: „Die vergangenen Jahre haben uns deutlich vor Augen geführt, welche wirtschaftlichen Risiken aus einseitigen Abhängigkeiten bei der Energieversorgung entstehen. Versorgungssicherheit ist deshalb längst nicht mehr nur eine energiepolitische Aufgabe, sondern ein zentraler Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit unseres Standorts.“

175 Millionen Euro Investition – Infrastruktur auch für Wasserstoff

Mit dem Projekt ist eine Erstinvestition von rund 175,5 Mio. Euro verbunden. Die für Oberösterreich berechnete Bruttowertschöpfung beträgt rund 31,9 Mio. Euro. Mehr als 90 Prozent der neuen Leitung verlaufen parallel zur bestehenden Infrastruktur. 

Von besonderer Bedeutung ist die langfristige Perspektive: Der WAG Loop 1 ist bereits für den künftigen Transport von Wasserstoff ausgelegt. Das Projekt ist Teil eines Transportkorridors innerhalb des „European Hydrogen Backbone“ und schafft damit eine Voraussetzung für die künftige Anbindung Österreichs und Oberösterreichs an ein europäisches Wasserstoffnetz. 

Standortanwalt brachte wirtschaftliche Interessen ein

Der Standortanwalt der Wirtschaftskammer Oberösterreich hat das Projekt im UVP-Verfahren begleitet. Er brachte eine schriftliche Stellungnahme zur Unterstützung einer zeitnahen Umsetzung ein und vertrat im Rahmen der mündlichen Verhandlung die standortpolitischen Interessen.