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Pflanzenkeimling der aus Erde ragt umgeben von weißen Symbolen in Kreisen wie Windrad, im Kreis verlaufende Pfeile, Stromstecker, Haus, Pflanze und Tropfen
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Energie und Umwelt

Oktober 2026

Lesedauer: 6 Minuten

14.09.2026

Webinar der E-Control am 14.10.2026: "Die neue Systemnutzungsentgelte-Grundsatzverordnung ab 1.1.2027"

Die E-Control informiert am 14.10.2026 über die Systematik der neuen Entgelte und Netzanschlussentgelte. Ein zweites Webinar findet am 22.10.2026 statt und behandelt den systemdienlichen Betrieb sowie Flexibilitäten und Speicher. 

Hier geht’s zur Anmeldung.  

Quelle: Bundessparte Industrie


Standortfrage Energiepreis

Warum leistbare Energie zur Schlüsselfrage für die Wettbewerbsfähigkeit von Österreichs Wirtschaft wird. 

Jahrzehntelang war die österreichische Standortdebatte einfach gestrickt. Wenn es der Wirtschaft schlecht ging, war die Schuldfrage schnell geklärt: zu hohe Steuern, zu viel Bürokratie, steigende Arbeitskosten. Das alles gibt es noch immer. Heute rückt aber ein weiterer Faktor immer stärker in den Mittelpunkt der wirtschaftspolitischen Debatte: die Energie. 

Ein Faktor, der sich nicht wegdiskutieren lässt, weil jede Maschine, jede Produktionshalle und jeder Server davon abhängen. 

Vor dem Einmarsch Russlands in die Ukraine war Energie selbstverständlich. Sie kam aus der Steckdose, war verfügbar und halbwegs leistbar. Heute ist sie zum strategischen Faktor geworden. 

Wer günstige Energie hat, gewinnt Investitionen. Wer dauerhaft teure Energie hat, verliert an Attraktivität. So einfach ist die Rechnung inzwischen. 

Markanter Standortnachteil für die europäische Wirtschaft 

Dabei geht es nicht nur um große Industriekonzerne. Natürlich trifft ein hoher Strompreis energieintensive Sektoren wie Stahl- oder Chemiebetriebe besonders hart. Aber auch Gewerbebetriebe, Hotels, Logistiker oder produzierende Mittelständler spüren jede Erhöhung unmittelbar auf ihrer Kostenrechnung. 

Und während Unternehmen in den USA oder in Teilen Asiens oft von deutlich niedrigeren Energiepreisen profitieren, diskutiert man in Europa noch immer darüber, wie man Wettbewerbsfähigkeit und Energiewende unter einen Hut bringen kann. 

Genau hier liegt die Herausforderung. Österreich verfolgt ehrgeizige Klimaziele und will bereits 2040 die Klimaneutralität erreichen, der Rest der EU erst 2050. Das in jüngster Zeit vieldiskutierte Klimagesetz soll den Pfad vorgeben, wie man an dieses Ziel gelangen will. 

Die ökologische Transformation wird aber nur gelingen, wenn sie auch wirtschaftlich tragfähig bleibt. Kein Unternehmer investiert in neue Anlagen, wenn am Ende unklar ist, ob ausreichend Energie verfügbar ist und zu welchem Preis. 

Versorgungssicherheit wird zum zweiten Schlüsselfaktor 

Hinzu kommt ein zweiter Aspekt, der oft unterschätzt wird: die Versorgungssicherheit. 

Die billigste Kilowattstunde nützt wenig, wenn sie im entscheidenden Moment nicht verfügbar ist. Wirtschaft braucht Verlässlichkeit. Produktionsprozesse laufen nicht nach Wetterbericht, sondern nach Kundenauftrag.

Deshalb werden leistungsfähige Netze, Speicherlösungen und ein robuster Energiemix immer wichtiger. 

Die Bremser der Energiewende

Gerade beim Netzausbau zeigt sich, wie groß die Aufgabe noch ist (siehe dazu auch das Interview mit APG-Vorstandssprecher Gerhard Christiner, Seiten 6 und 7 in der Septemberausgabe der Salzburger Wirtschaft). 

Viele Betriebe wollen investieren. Sie wollen Photovoltaikanlagen errichten, ihre Fuhrparks elektrifizieren oder Produktionsprozesse modernisieren. Doch allzu oft scheitert es nicht an der Technik, sondern an fehlenden Netzkapazitäten oder langwierigen Genehmigungsverfahren. 

Ausgerechnet dort, wo die Energiewende beschleunigt werden sollte, bremst häufig die Realität. 

Dabei gibt es durchaus positive Entwicklungen. Österreich verfügt über eine stabile Stromversorgung und einen vergleichsweise hohen Anteil an Strom aus erneuerbaren Quellen. 

Viele Unternehmen investieren bereits in Eigenversorgung, Speichertechnologien oder Effizienzmaßnahmen. Wer einen Teil seiner Energie selbst erzeugen kann, reduziert nicht nur Kosten, sondern gewinnt auch ein Stück unternehmerischer Unabhängigkeit zurück. 

Klimaschutz, Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit 

Am Ende läuft die Debatte auf eine einfache Frage hinaus: 

Wie gelingt es, Klimaschutz, Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit gleichzeitig sicherzustellen? 

Denn eines wird immer deutlicher: Der Standortwettbewerb des 21. Jahrhunderts wird nicht nur über Steuern, Fachkräfte oder Infrastruktur ausgetragen. Er wird zunehmend auch anhand der Stromrechnung und anderer Energiepreise entschieden. 

Quelle: WKS


Webinar zur Energieeffizienzgesetz-Novelle 2026 am 21.10.2026

Uhrzeit: 13.00 - 14.30 Uhr 

Die Bundessparte Transport und Verkehr veranstaltet gemeinsam mit der Umweltpolitik ein Webinar, mit dem ein Ausblick auf die Neuerungen im Energieeffiizienzgesetz gegeben werden.  

Diese Veranstaltung ist auch für Industriebetriebe relevant, weil Industriebetriebe (i) dieselben Pflichten in Abhängigkeit des Energieverbrauchs treffen, wie den Transportsektor, (iii) viele Industriebetriebe einen eigenen Fuhrpark haben und (iii) ein Ausblick auf die Inhalte der EU-Energieeffizienz-RL und die (mögliche) Umsetzung in Österreich durch die UP und die E-Control gegeben werden wird.  

Hier geht’s zum Programm und zur Anmeldung. 

Quelle: WKO 


Transformation der Industrie: Start der Bedarfserhebung für Ausschreibungen 2027

Für das Förderprogramm „Transformation der Industrie“ wurde die Bedarfserhebung für die Ausschreibungen 2027 gestartet.  

Diese Bedarfserhebung dient der Ausgestaltung der Ausschreibungen im Rahmen dieses Förderprogramms für das Jahr 2027, insbesondere hinsichtlich Ausschreibungsvolumen, maximale Förderhöhe, maximale Euro/Tonne CO2eq u.dgl. Daher ist es essenziell, dass Unternehmen, die planen ein Projekt in einer Ausschreibung 2027 einzureichen, hier diese Projekte auch einzumelden. 

Förderfähig sind Maßnahmen, die zur Reduktion von Treibhausgasemissionen gemäß § 24 Abs. 2 UFG bei industriellen Anlagen für Tätigkeiten der im Anhang zum UFG genannten Sektoren oder Teilsektoren führen. 

Der Link zur Bedarfserhebung: https://ec.europa.eu/eusurvey/runner/0e0d5319-14cf-a8d3-3a95-0acbfa533b4c 

Frist für die Teilnahme ist der 3.11.2026. 

Quelle: Bundessparte Industrie, WKO


Webinar "PPWR kompakt" am 22.10.2026

Mit der neuen EU-Verpackungsverordnung (PPWR) kommen auf viele Unternehmen neue Anforderungen entlang der Verpackungswertschöpfungskette zu. Im Webinar „PPWR kompakt“ erhalten Betriebe einen Überblick über die wesentlichen Regelungen, Fristen und praktischen Auswirkungen der Verordnung. Expert:innen der Wirtschaftskammer Salzburg, KPMG, ARA und des umwelt service salzburg beleuchten die PPWR aus rechtlicher und praktischer Sicht und zeigen Unterstützungsangebote für Unternehmen auf. 

Hier geht’s zu den weiteren Informationen und zur Anmeldung.  

Quelle: umwelt service salzburg


Nachhaltigkeitspreis TRIGOS würdigt innovative Lösungen

Rekordzahl von 180 Einreichungen belegt die Dynamik nachhaltigen Wirtschaftens in Österreich 

Hier geht’s zum gesamten Bericht. 

Quelle: WKO


Energie- und Ressourcengipfel 2026 der Salzburger Unternehmen am 5.11.2026

Steigende Energiekosten, neue Vorgaben und unsichere Märkte: Der Energie- und Ressourcengipfel zeigt, wie Unternehmen handlungsfähig bleiben. 

Donnerstag, 5.11.2026, 9.00 - 20.30 Uhr Schlossalm, Bad Hofgastein 

Hier finden Sie mehr Informationen, sowie die Anmeldung zur Veranstaltung. 

Quelle: WKS