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Nahtlosrohre aus Eisen oder Stahl

Antidumpingverfahren

Produkt

nahtlose rohre aus Eisen oder Stahl, mit kreisförmigem Querschnitt und einem Außendurchmesser von höchstens 406,4 mm, deren Kohlenstoffäquivalent gemäß den Berechnungen und der chemischen Analyse des International Institute of Welding (IIW) 0,86 nicht überschreitet

Land

Russland, Ukraine

KN-Code

ex 7304 10 10, ex 7304 10 30, ex 7304 21 00, ex 7304 29 11, ex 7304 31 99, ex 7304 39 59, 7304 39 91, 7304 39 93, ex 7304 51 99, ex 7304 59 91, ex 7304 59 93

Verwendung

Rohre für Maschinen- und Anlagenbau, für Rohrleitungen und Druck bei allen Temperaturen, einschließlich Feinkornstählen, Wasser-, Öl- und Gasleitungen

Kläger

Defence Committee of the Seamless Steel Tube Industry of the European Union

 

Letzte Verlängerung der Antidumpingmaßnahmen nach einer Auslaufüberprüfung

Für Einfuhren von Nahtlosrohren aus Eisen oder Stahl der Tarifnummer ex 7304 mit Ursprung in Russland und der Ukraine bestehen endgültige Antidumpingmaßnahmen. Auf Antrag von ESTA wurde eine Auslaufüberprüfung der bestehenden Maßnahmen (mit dem Ziel der Weitergeltung dieser) eingeleitet. Der Antrag wurde damit begründet, dass im Falle der Ukraine mit einem Anhalten bzw. im Falle Russlands mit einem erneuten Auftreten des Dumpings und einer damit verbundenen Schädigung des Wirtschaftszweigs der Union zu rechnen sei.

Angesichts der anhaltenden Dumpingpraktiken beider Länder im Untersuchungszeitraum der Überprüfung sowie der beträchtlichen verfügbaren Kapazitätsreserven und der Attraktivität des Unionsmarktes kommt die Europäische Kommission zu dem Schluss, dass es im Falle des Außerkrafttretens der Maßnahmen sehr wahrscheinlich wäre, dass gedumpte Einfuhren aus der Ukraine und Russland weiter steigen bzw. erneut in signifikantem Maß auftreten würden.

Die Europäische Kommission gibt daher mit Durchführungsverordnung (EU) 2018/1469 (Amtsblatt L 246 vom 2.10.2018) die Beibehaltung der Antidumpingmaßnahmen für weitere fünf Jahre bekannt. Der generelle Antidumpingzollsatz für Russland bleibt mit 35,8% und für die Ukraine mit 25,7% unverändert. Die unternehmensspezifischen Antidumpingzollsätze für einige russische Unternehmen werden geringfügig angehoben, jene für einige ukrainische Hersteller etwas abgesenkt.

Die Verordnung tritt mit 3.10.2018 in Kraft.


Senkung Antidumpingzoll für russischen Hersteller Interpipe

Für Nahtlosrohre aus Eisen oder Stahl der Tarifnummer ex 7304 mit Ursprung unter anderem in der Ukraine bestehen seit 2006 endgültige Antidumpingmaßnahmen in der Höhe von 25,1%. In Umsetzung eines EuGH-Erkenntnisses wurde der Antidumpingzoll für das ukrainische Unternehmen „Interpipe Group“ im Februar 2012 auf 17,7% reduziert. Nach einer Auslaufüberprüfung wurden die Antidumpingzölle im Juli 2012 verlängert. Im September 2012 wurde der Antidumpingzoll für die „Interpipe Group“ nach einer Interimsüberprüfung erneut auf 13,8% gesenkt.

Anfang Mai 2018 wurde auf Antrag der Interpipe-Group neuerlich eine Interimsüberprüfung betreffend den Dumpingtatbestand ihres Unternehmens (mit dem Ziel der neuerlichen Senkung des Antidumpingzollsatzes) eingeleitet. Der Antrag wurde damit begründet, dass sich die Umstände in Bezug auf das Dumping seit der letzten Untersuchung (04/2010 – 03/2011) aufgrund einer Änderung der Produktionsstruktur und einer erheblichen Optimierung des Herstellungsverfahrens und der –kosten signifikant geändert hätten.

Die Europäische Kommission hat in ihrer Untersuchung die Angaben von Interpipe bestätigt und die für das Unternehmen bestehenden Maßnahmen neu bewertet, indem für die beiden der Interpipe-Gruppe angehörenden ausführenden Hersteller eine einzige gewogene durchschnittliche Dumpingspanne berechnet wurde (Interpipe führt die betroffene Ware über zwei unterschiedliche Vertriebskanäle in die EU aus – zum einen über einen verbundenen Händler in der Schweiz (IPE), zum anderen über eine verbundene Einfuhrgesellschaft in der EU (IPCT)). Als Folge dieser Neuberechnung der Dumpingspanne gibt die Kommission nun mit Durchführungsverordnung (EU) 2019/1295 (Amtsblatt L 204 vom 2. August 2019) die Senkung des Antidumpingzollsatzes für die Interpipe Group (TARIC-Zusatzcode A743) auf 8,1% ab dem 3. August 2019 bekannt.


Stand: