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Nach Brasilien exportieren/aus Brasilien importieren

Grenzen engen uns ein: Wir helfen Ihnen dabei, Ihre geschäftlichen Grenzen zu überwinden und im Ausland Erfolg zu haben

Das Exporthandbuch

Warum exportieren? Ganz einfach: Der Markt in Österreich ist begrenzt. Allein der bayrische Markt ist eineinhalb Mal größer als der österreichische. Genauso einfach ist es aber, diese Grenze zu durchbrechen, denn Exportieren ist leichter als man denkt: Die Kolleginnen und Kollegen der Wirtschaftskammer Tirol haben in ihrem ausführlichen Exporthandbuch zusammengefasst, was Sie bei Ihren ersten Schritten über die Grenze beachten sollten. Von A wie Ausfuhrbeschränkungen bis Z wie Zollbestimmungen.

Dazu gibt es Startgeld für Mutige: Die Internationalisierungsoffensive go-international unterstützt Sie auch finanziell bei Ihren Internationalisierungsbestrebungen.

Sie wollen Ihr erstes Mal wagen? Unsere Fachleute aus den Landeskammern helfen Ihnen beim Schritt über die Grenze. Melden Sie sich einfach!

Mit einem Klick in neue Märkte: Das Exporthandbuch der Wirtschaftskammer Tirol

Wir unterstützen bei Export und Import

Damit Ihr geschäftlicher Grenzübertritt kein Sprung ins kalte Wasser wird, beraten wir Sie bei Ihren Export- und Importvorhaben. Und wir wollen, dass Sie möglichst weit springen: Die Internationalisierungsoffensive go-international bietet viele verschiedene Förderprogramme für Markteintritt, Marktbearbeitung und das Bezugsquellengeschäft im Ausland.

Starthilfe für Exporteurinnen und Exporteure

Wer ganz am Anfang steht, den nehmen unsere Fachleute aus den Landeskammern an der Hand und unter die Lupe. Sie prüfen mit Ihnen, ob Sie ausreichend auf Ihr Vorhaben vorbereitet sind, helfen bei der Einschätzung von Aufwand und Erfolgsaussichten und definieren mit Ihnen Zielgruppen und Testmärkte. Am Ende wird aus Ihrer Idee eine Strategie. Die macht dem AußenwirtschaftsCenter, das Ihren ersten Markteintritt begleitet, die Suche nach Partnerinnen und Partnern leicht.

Geben Sie den Kolleginnen und Kollegen in Ihrer Landeskammer Bescheid! Gemeinsam machen wir die ersten Schritte in den Export.

Exportfinanzierung

Nur wer sät, kann auch ernten. Gerade beim Geschäft über die Grenze dürfen Vorlaufkosten und Risiken nicht unterschätzt werden. Hausbanken, Exportfonds, Kontrollbank, AWS und private Exportversicherer haben viele Antworten auf Fragen zu Finanzierung, Absicherung von Exportgeschäften und Direktinvestitionen.

Unsere Expertinnen und Experten suchen mit Ihnen die beste Lösung und geeignete Partner. Melden Sie sich bei uns! 

Exportförderungen

Sie wollen erstmalig exportieren oder einen neuen Exportmarkt erschließen? Sie möchten wissen, welche Fördermöglichkeiten dafür vorgesehen sind? Bei einem Beratungsgespräch evaluieren wir mit Ihnen die unterschiedlichen Fördermöglichkeiten und schnüren ein maßgeschneidertes Exportförderpaket für Ihr Exportvorhaben.

Wir haben den Überblick über alle Fördermaßnahmen und sorgen dafür, dass Sie sich im Förderdschungel zurechtfinden! 

Auslandsaktivitäten absichern und finanzieren

Risiken kann man selten ausschließen. – Aber man kann sie minimieren: Mit den Exporthaftungen des Bundes und Refinanzierungen über Ihre Hausbank bietet die Österreichische Kontrollbank (OeKB) kräftige Instrumente, die Österreichs Unternehmen und ihre Partner im weltweiten Wettbewerb stärken.

Hier finden Sie die aktuellen Deckungsrichtlinien für Projektgeschäfte, Investitionsgüterlieferungen und Beteiligungen in Brasilien.

Exportabwicklung und Exportdokumente

Unsere Exportprofis

  • beraten Sie bei Zollverfahren,
  • helfen Ihnen bei den Exportdokumenten, die Ihre Exportware begleiten,
  • wissen alles über Ausfuhrbestimmungen und Ausfuhrkontrolle und
  • unterstützen Sie bei der Feststellung des Ursprungs Ihres Exportproduktes.
  • Kurzum: Wir sind Ihre Berater in allen Fragen der Exportabwicklung!

Die Spezialistinnen und Spezialisten in den Landeskammern wissen über Ursprungszeugnisse, Carnet ATA und sonstige für den Export notwendige Dokumente Bescheid und beglaubigen diese auch gerne gleich für Sie.

Importberatung

Man kann sogar von Zuhause aus international tätig sein: Auch andere Märkte haben schöne Produkte und Dienstleistungen. Damit Ihre Lieferungen aus dem Ausland auch reibungslos zu Ihnen finden, haben die Kolleginnen und Kollegen der Wirtschaftskammer Tirol in ihrem ausführlichen Importhandbuch zusammengefasst, was Sie bei der Einfuhr oder Verbringung von Waren nach Österreich beachten müssen.

Sie wollen importieren? Die Spezialistinnen und Spezialisten in den Landeskammern helfen Ihnen dabei, alle Welt nach Österreich zu holen. Melden Sie sich einfach!

Mit einem Klick in neue Märkte: Das Importhandbuch der Wirtschaftskammer Tirol

Bezugsquellen

Wer im Wettbewerb bestehen will, muss ständig sicherstellen, die notwendigen Vorprodukte in der notwendigen Qualität von verlässlichen Lieferantinnen und Lieferanten zu den bestmöglichen Preisen zuzukaufen. Wir identifizieren diese Lieferantinnen und Lieferanten, prüfen deren Bonität und Leistungsfähigkeit, übermitteln Ihre Spezifikationen und holen Angebote ein. Wenn Sie Wert auf Diskretion legen, können Sie sich dabei auch gerne am Anfang hinter uns verstecken. Und dass wir Sie dann auch bei der Abwicklung eines Beschaffungsgeschäftes unterstützen, versteht sich von selbst.

Sie wollen sich eines unserer AußenwirtschaftsCenter als Einkaufsorganisation an Bord holen? Hier gibt es Unterstützung auf den Beschaffungsmärkten dieser Welt.

Marktanalysen

Ein Überblick über die Absatz- und Konkurrenzsituation in einem Zielmarkt gehört ganz oben in den Werkzeugkasten einer Exporteurin und eines Exporteurs. Der Aufstieg zur Aussichtsplattform ist mit uns ein Spaziergang. Jede Warenlieferung über jede Grenze wird weltweit statistisch erfasst. Wir wissen, wie viele Bohrmaschinen Brasilien importiert oder wohin Belgien Babynahrung liefert.

Die Expertinnen und Experten in unserem Servicecenter in Wien werten den Zahlensalat einer riesigen Datenbanken für Sie aus, sagen Ihnen, welche Informationen Sie brauchen, und liefern maßgeschneiderte Warenstromanalysen, die Ihnen helfen, Ihre Nische zu finden.

Zoll- und Importbestimmungen

Importbestimmungen 

In Brasilien gilt der gemeinsame Außentarif des MERCOSUL (TEC), der wie die Kombinierte Nomenklatur der EU auf dem Harmonisierten System basiert. Es stimmen damit die ersten sechs Stellen des Mercosul-Zolltarifs mit dem unsrigen überein. Präferenzzölle gibt es im Normalfall nur für Mitgliedsstaaten des Mercosul-Abkommens (meist Zollfreiheit) und des ALADI (Lateinamerikanische Integrationsvereinigung, einige Zollerleichterungen).

Der eigentliche Zoll (Imposto de Importação, II) ist nur einer von mehreren Steuer- und Abgabeposten, die beim Import in Brasilien anfallen! Im Außenhandel tätige Unternehmen müssen über eine entsprechende Berechtigung des Finanzministeriums (Receita Federal) verfügen und können dadurch auch bei der Zentralbank Devisen zur Begleichung von Importrechnungen ankaufen. Die geltenden Bestimmungen werden von den brasilianischen Behörden in der Regel sehr streng angewandt und kontrolliert. Fehler bei der Dokumentenerstellung, unrichtige Angaben, Verstöße gegen die Devisenbestimmungen können zu Verzögerungen (verbunden mit zusätzlichen Lagerkosten), Geldstrafen und sogar zu Verlust der Ware sowie Verlust der Berechtigung führen. Importbestimmungen Da immer wieder neue Bestimmungen über den Warenimport erlassen werden, empfiehlt es sich, beim Importeur vor Verschiffung anzufragen und bei Unklarheiten das AußenwirtschaftsCenter zu kontaktieren.  

Lieferungen dürfen erst nach Vorliegen sämtlicher Genehmigungen versandt werden. Die nachstehend angeführten Angaben und Vorgangsweisen müssen, um etwaige spätere Probleme bei der Zollabwicklung zu vermeiden, unbedingt eingehalten werden. Zuerst muss der Importeur unbedingt den Zugang für das brasilianische Online-Zollanmeldesystem SISCOMEX selbst besitzen. Der Antrag dafür muss bei der Bundessteuer- und Zollbehörde gestellt werden. In diesem System werden die Unternehmen in verschiedenen Kategorien je nach Umsatz und besondere Eigenschaften unterteilt. Zur Einfuhrverzollung müssen die Zolldeklaration, die Handelsrechnung, der internationale Frachtbrief und eine Warenliste vorliegen. Bestimmte Warengruppen erfordern zusätzlich eine Importlizenz, ein Ursprungszeugnis, Prüfzertifikate, phytosanitäre Bescheinigungen, Analysezertifikat zur Bestätigung der Seuchenfreiheit bei Pflanzen etc.  

Die Zolldeklaration (DECLARAÇÃO DE IMPORTAÇÃO - D.I.) darf nur vom Inhaber oder Prokuristen der Importfirma oder einem staatlich geprüften und registrierten Zollagenten unterschrieben werden. Formalrechtlich sind alle Importe genehmigungspflichtig (Importlizenz), der Großteil der Waren wird jedoch automatisch lizensiert, d.h. es reicht die elektronische Zolldeklaration und die Genehmigung erfolgt augenblicklich durch das System SISCOMEX. Das SISCOMEX, zu dem Importeure und deren Zollagenten Zugang haben, gibt selbst Auskunft darüber, ob die Zollanmeldung reicht oder eine Importlizenz einzuholen ist. Die gesamte Zollabwicklung erfolgt seit Jahren elektronisch. 

Achtung auf die Reihenfolge: Es müssen immer zuerst die diversen allenfalls notwendigen Dokumente wie etwa Genehmigung der Gesundheitsbehörde ANVISA, des Landwirtschaftsministeriums etc. vorliegen, damit dann die Importlizenz eingeholt werden kann. Erst wenn die Importlizenz beim Importeur vorliegt, darf verschifft werden! Bereits schwimmende Ware wird nicht abgefertigt, auch wenn es sich bei der Lizenz um eine reine Formsache handelt. Die Importlizenz hat eine Gültigkeit von 60 Tagen. Spätestens am 60. Tag nach Erteilung der Lizenz muss die Ware entweder verschifft oder via Flugsendung abgefertigt worden sein ansonsten verfällt die Lizenz. Achtung auf das Versanddatum: Es darf weder vor Ausstellungsdatum noch nach Verfallsdatum der Importlizenz verladen werden. Ausschlaggebend ist das Datum des internationalen Frachtpapiers. Die Nichtbeachtung führt in beiden Fällen im besten Fall zu empfindlichen Geldstrafen. Der Exporteur muss sich rechtzeitig vom Importeur schriftlich bestätigen lassen, ob eine Lizenz vor dem Versand erforderlich ist und ob eine Proforma-Rechnung (Original) eingereicht werden muss. 

Zollbestimmungen 

Im Zuge einer Zollabfertigung müssen aus den beigelegten Unterlagen folgende detaillierte Informationenfür die Behörden verfügbar sein: 

Identifikation und Anschriften aller involvierten Firmen/Personen (Importeur/Exporteur, Käufer/Verkäufer, Produzent, Einkaufs-/Verkaufsagent, Repräsentant); Angabe der Bestimmung der Waren (Konsum, Weiterverarbeitung, Weiterverkauf, Einbringung ins Anlagevermögen usw.); komplette Beschreibung der Waren zwecks Einstufung in die entsprechende Zolltarifposition; Ursprungsland der Ware, Herkunftsland (Land, aus welchem der Versand erfolgt), Bestimmungsland; Versende- und Ankunftshafen/-ort. Die Importverzollung wird in Brasilien, wie in vielen Ländern des lateinischen Rechtssystems, regelmäßig vom Berufsstand des Zolldeklaranten ausgeführt, der von dem des Spediteurs verschieden ist. 

Zoll = II (imposto de importação)

Im Zuge der Zolldeklaration ist zur Kalkulation der Einfuhrabgaben die korrekte Zolltarifnummer anzuführen. Die ersten sechs Stellen der im MERCOSUL verwendeten Zollnomenklatur entsprechen dem Harmonisierten System und stimmen demnach mit Tarifnummern der EU überein, erst ab der siebten Stelle unterscheiden sie sich. Brasilien verwendet, wie auch die EU, grundsätzlich Wertzölle. Berechnungsbasis ist auch in Brasilien der Warenwert CIF brasilianischer Hafen. 

Sonstige Einfuhrabgaben 

AFRMM - Adicional ao frete para renovação da marinha mercante  - „Frachtzuschlagsgebühr zur Erneuerung der Handelsmarine“ - Steuer in Höhe von 25% der Seefrachtkosten, dem Namen nach eigentlich zweckgebunden für die Erneuerung der brasilianischen Handelsmarine. 

IPI - Imposto sobre produtos industrializados - Wie bei allen Steuern in Brasilien lassen Sie sich auch beim IPI nicht vom Namen „Industriewarensteuer! verwirren. Auch viele nicht-industrielle Produkte – Beispiel Wein – unterliegen dem IPI. Der IPI ist eine Bundessteuer mit Mehrwertsteuercharakter, besteuert also die Wertschöpfung und fällt bei der Produktion in Brasilien sowie beim Import von (meist) industriell-gewerblichen Erzeugnissen an. Der Steuersatz ist produktabhängig und beträgt durchschnittlich circa 10%. Bemessungsgrundlage für den IPI ist der Warenwert plus Transport plus Versicherung plus Abgaben plus Zoll. 

PIS/PASEP und COFINS - Auch hier ist die wörtliche Übersetzung der Steuern irreführend. Es handelt sich um keine „Sozialabgaben“, sondern um zwei weitere (Einfuhr-)Umsatzsteuern der Union, die seinerzeit mit dem Ziel eingeführt wurden, das Sozialversicherungssystem zu finanzieren.

COFINS = Contribuição para o Financiamento da Seguridade Social, Normalsatz = 10,65% bei importierten Waren auf CIF Wert. PIS = Programas de Integração Social, Normalsatz = 2,1%
Berechnungsbasis: der CIF Wert 

ICMS - imposto sobre circulação de mercadoria e serviços -Der ICMS, „Warenumsatzsteuer“, ist im Gegensatz zu den oben erwähnten Steuern der Union eine bundesstaatliche Steuer, sie entspricht in manchen Fällen grob der österreichischen USt. ICMS fällt beim Import sowie bei jedem weiteren Verkauf einer Ware und (nur) mancher Dienstleistungen an. Die Vorsteuerrückerstattung erfolgt bei Handelswaren im Prinzip wie in der EU, allerdings werden Steuerkredite nicht bar ausbezahlt. Die Vorschriften zum ICMS- und anderen Steuern sind äußerst komplex und sollten nur unter Beiziehen eines Steuerexperten interpretiert werden. Schon die Berechnung des ICMS ist irritierend, die „nominellen“ Steuersätze von meist zwischen 17% und 20% sind in Wahrheit höher, weil die Bemessungsgrundlagen künstlich erhöht werden. Wenn etwa von „18% ICMS“ die Rede ist, heißt das üblicherweise, dass 18% des Endbetrages an ICMS abzuführen sind, also in Wahrheit 21,95% ICMS anfällt.  

Das AußenwirtschaftsCenter São Paulo bietet für österreichische Kammermitglieder unverbindliche Importkostensimulationen zum Kostenbeitrag von EUR 50 pro Zolltarifposition an.  

Vereinfachtes Einfuhrregime
Für Waren mit einem Wert bis zu USD 3.000 FOB wurde ein vereinfachtes Importregime eingeführt, es reicht eine sogenannte DSI (DECLARAÇÃO SIMPLIFICADA DE IMPORTAÇÃO), wodurch ein unkomplizierter und zeitsparender Importvorgang sichergestellt wird. Die Steuern sind die gleichen, es werden also die normalen Zollsätze eingehoben. Es muss sich um Waren handeln, die sonst keinen Importrestriktionen oder zusätzlichen Importbedingungen unterliegen (wie z. B. Medikamente). 

Zolllager - Das brasilianische Zollrecht kennt die Einrichtung eines Zolllagers (ENTREPOSTO ADUANEIRO). Ist der Abnehmer der Importwaren nicht im Vorhinein bekannt und es erfolgt eine Einlagerung der Waren, so kann der brasilianische Importeur/Zollagent eine temporäre Zollabfertigung ohne Bezahlung der Importabgaben durchführen. Sind die Waren für einen Weiterexport vorgesehen und werden nur zwischengelagert, müssen die Importabgaben nicht bezahlt werden. Bei der endgültigen Einfuhr hingegen müssen diese bei Entnahme aus dem Zolllager beglichen werden, eine entsprechende Originalfaktura muss vorliegen. Die gesetzliche Frist für den Verbleib im Zolllager beträgt ein Jahr ab Einlagerung. Diese Frist kann formlos um dieselbe Periode verlängert werden und nur unter Angabe spezieller Gründe auf bis zu drei Jahre ausgedehnt werden. Behandlung nicht abgenommener Waren - Die Zolldeklaration muss innerhalb von 90 Tagen nach Ankunft der Ware durchgeführt werden. Andernfalls verliert der Importeur den Rechtsanspruch und die Ware wird entweder versteigert oder gegebenenfalls auch vernichtet. Falls im Zuge der Zolldeklaration von der Zollbehörde weitere Dokumente und Unterlagen angefordert werden, hat der Importeur 60 Tage Zeit, diese beizubringen. Der Re-Export nicht abgenommener Waren ist sehr aufwendig und praktisch nur bei Kooperation des ursprünglich bestimmten Empfängers möglich! Achtung vor den meist sehr hohen Lagergebühren der oft monopolistisch organisierten Hafenlager. 

Muster 

In Brasilien wird das Carnet ATA seit Juni 2016 akzeptiert. Brasilien ist damit das erste Mercosur Land, welches diese Möglichkeit anbietet auch wenn der Start zunächst ein etwas holpriger war, hat sich die Verwendung des ATA Carnets in den letzten Monaten immer mehr eingespielt.

Neben dem ATA Carnet gibt es auch noch die klassische – auch verlängerbare – temporäre Einfuhr.

Die Zollfreischreibung und Ausstellung der temporären Importbewilligung erfolgt aufgrund einer Verpflichtungserklärung (TERMO DE RESPONSABILIDADE) des brasilianischen Importeurs, der in dieser die Haftung für die Ausfuhr der Musterware vor Ablauf der Importlizenz bzw. für die Entrichtung der vorgeschriebenen Einfuhrabgaben samt anfallender Zollstrafen übernimmt.

Sollten die importierten Waren doch in Brasilien verbleiben, muss ein Antrag auf Nationalisierung der Waren vor Ablauf der Frist der temporären Importlizenz gestellt werden. In der Praxis gibt es bei der persönlichen Mitnahme von Mustern oder Ausstellungsgütern im Fluggepäck bisher kaum Probleme mit den Zollbeamten, sofern es klar Muster ohne Handelswert (!) oder offensichtlich Ausstellungsgüter, ebenfalls ohne Handelswert, sind, der Umfang den von „normalem“ Reisegepäck nicht wesentlich überschreitet und etwa die Messebeteiligung auch glaubhaft dargestellt werden kann (Ausstellerausweis, Korrespondenz,..). Es gelten sonst die analogen Vorschriften wie für Geschenke (siehe unten).  

Versand per Post 

Der Postversand hat gemäß den internationalen Vorschriften zu erfolgen. Es werden Pakete bis zu 20 kg mit Paketkarte und Zollinhaltserklärung (grundsätzlich eigentlich nur in portugiesischer Sprache) akzeptiert. In einigen Bundesstaaten wie São Paulo sind die Zollinhaltserklärungen normalerweise auch in englischer, französischer oder spanischer Sprache möglich. Für lizenzpflichtige Waren ist eine Einfuhrgenehmigung beizulegen und die Importbestimmungen sind zu beachten. 

a) Waren im Wert von bis zu USD 50 sind steuerfrei, wenn Absender und Empfänger physische Personen sind (die brasilianische Personennummer CPF des Empfängers muss mit angeführt werden!).

b) Importe durch den Endverbraucher (z.B. auch Katalogversand!) im Wert über USD 50 unterliegen einem pauschalen Unions-Einfuhrabgabensatz in Höhe von 60% (RTS) plus ICMS des jeweiligen Bundesstaats. 

Achtung: C.O.D. (Nachnahmesendungen) nach Brasilien sind nicht möglich. Postversand ohne Angabe der Personennummer CPF oder der Firmennummer CNPJ werden oft nicht zugestellt!

Kurierdienstsendungen - Eilsendungen unterliegen ebenfalls dem pauschalierten Zollabfertigungssystem (RTS) mit einem pauschalen Einfuhrabgabensatz in Höhe von 60%, plus dem bundesstaatlichen ICMS (Berechnungsbasis Warenwert plus Fracht plus die darauf erhobenen 60%), also Einfuhrabgaben meist in Höhe des ursprünglichen Warenwerts!

Für folgende Waren ist der Kurierdienstversand nicht erlaubt:

  • Waren, deren Import oder Export ausgesetzt oder verboten ist
  • gebrauchte oder wiederverwertete Konsumgüter, mit Ausnahme persönlicher Gegenstände
  • alkoholische Getränke
  • Bargeld
  • Waffen und Munition
  • Tabak und Tabakwaren
  • sonstige Waren, für welche der Lufttransport unter Berücksichtigung der einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen verboten ist. 

Eine zollfreie Einfuhr mittels Kurierdienstsendungen (DHL, UPS, etc.) gilt für Bücher, Zeitungen und Zeitschriften ohne kommerziellen Wert. Die Wiedereinfuhr mittels Kurierdienstsendung von Fertigprodukten, Teilen oder Ersatzteilen, welche zwecks Reparatur, Restaurierung oder Ersatz aufgrund von Garantieansprüchen ins Ausland versandt wurden und den Wert von USD 500 nicht übersteigen, ist bei entsprechendem Nachweis erlaubt. 

Geschenke

Waren bis zu einem Gegenwert von USD 500 pro Person bei Einreise oder Versand auf dem Luft oder Seeweg bzw. USD 300 bei Einreise auf dem Landweg dürfen steuerfrei eingeführt werden,

wenn es sich um Güter für den persönlichen Gebrauch (oder Geschenke) und nicht zum gewerblichen Verkauf handelt. Waren mit einem höheren Wert müssen bei der Einfuhr anhand eines Zollformulars deklariert werden. Die Warenmenge darf keinen Zweifel über den nicht- kommerziellen Zweck aufkommen lassen. Bei Geschenksendungen und kostenlosen Warenmustern muss der Frachtbrief der verschlossenen Sendung folgende Angaben enthalten: Name und Adresse des Absenders und des Empfängers (einschl. Steuernummer CNPJ des Importeuers bei juristische Personen bzw. Personennummer CPF des Empfängers bei physischen Personen), Warenbeschreibung und Menge, Bruttogewicht. Dem Antrag ist eine Proforma-Rechnung beizufügen. Diese muss zusätzlich zu den beim Frachtbrief notwendigen Angaben noch folgendes aufweisen:

  • “SEM VALOR COMERCIAL - C O R T E S I A“ (ohne kommerziellen Wert – Geschenke)
  • “SEM COBERTURA CAMBIAL” (Bestätigung, dass kein Devisenabfluss erfolgt)
  • “VALOR PARA FINS DE ADUANA USD .....” (Angabe eines Warenwertes für Zollzwecke; Achtung: Steuerfreiheit nur bis max. USD 50) 

Voraussetzungen: Es darf kein Devisenabfluss erfolgen und Versandmenge sowie Versandhäufigkeit dürfen keinen Zweifel über einen kommerziellen Zweck aufkommen lassen.

Für die Weineinfuhr (auch als Kleinmuster oder Geschenk) im Versandwege ist zu beachten, dass diese Sendung nicht mehr als 6 Flaschen umfassen sollte. Geschenksendungen sind nur an physische Personen unter Angabe deren CPF Nummer möglich. 

Reiseverkehr: Gemäß brasilianischer Gesetzgebung dürfen eigentlich nur von in Brasilien ansässigen Personen bis zu zwei Liter alkoholischer Starkgetränke pro Person und (je nach Reiseart und Destination) bis zu zwölf Liter Wein bei der Rückkehr von internationalen Reisen bis einen Wert von USD 500 zollfrei eingeführt werden. Bei nichtansässigen Personen wird die Mitnahme von einigen wenige Flaschen Wein, etwa als Gastgeschenke, meistens ebenfalls nicht beanstandet, sofern nicht der Verdacht entsteht, es handelt sich um Ware die für den Wiederverkauf gedacht ist oder um eine Falschdeklaration des oben angeführten Warenwertes (es wurde schon von Zollbeamten am Flughafen berichtet, die an Ort und Stelle den Wert einer „verdächtigen“ Weinmarke in einem ausländischen Onlineshop gesucht haben). 

Verpackungsvorschriften, Ursprungsbezeichnung 

Die Markierung von Packstücken muss aus gut lesbaren Buchstaben, Zahlen und Referenznummern bestehen. Die in einer Handelsrechnung aufgeführten Packstücke müssen mit der gleichen Marke gekennzeichnet und laufend nummeriert sein. Die laufende Nummer des Packstückes ist immer rechts von der Marke anzugeben, und zwar außerhalb des die Marke umschließenden Kreises oder Rechtecks. Die Wiederholung einer Nummer ist verboten. Die laufende Nummerierung ist nicht notwendig, wenn die Sendung aus mehr als 50 gleichartigen Stücken besteht, oder bei Sendungen, die üblicherweise lose oder unverpackt verschifft werden. Die Sendung soll mit dem Bestimmungshafen markiert sein.  

Konsumgüter: In Brasilien muss auf Konsumgütern das Ursprungsland, z.B. „Österreich“ (nicht bloß „EU“), in portugiesischer Sprache sowohl auf dem Produkt als auch auf der Einzelhandelsverpackung angegeben sein. Beispiel: „Fabricado na Áustria“ oder „Fabricado na Áustria (UE)“ 

Holzverpackungen - Die ISPM Richtlinie Nr. 15 gilt in Brasilien seit 2006. Damit muss kein nationales phytosanitäres Zeugnis oder Zertifikat über die Behandlung der Holzverpackung mehr vorgelegt werden. Echtholzverpackungen benötigen also kein Pflanzenschutzzeugnis sobald diese die entsprechende internationale Markierung gemäß ISPM 15 aufweisen. 

Äußere Verpackung - Sondervorschriften werden hinsichtlich der Verpackung getroffen. So sind folgende Informationen zu geben: 

  • Der Handelsname bei fertigen Produkten; der Wirkstoff bei Medikamenten;
    die Inhaltsstoffe bei Lebensmitteln
  • Die Produktionsnummer der verpackten Güter
  • Der Name des Herstellers
  • Spezielle Lagerungsvoraussetzungen (Temperatur, Feuchtigkeit, Lichteinstrahlung) 

Diese Angaben sind von denen auf dem Warenetikett zu unterscheiden, wo wiederum über den Handelsnamen, das Fabrikationsdatum und über die Haltbarkeit zu informieren ist. Erwähnenswert ist weiterhin, dass die Zollbehörden nach ihrem Ermessen eine amtliche Übersetzung der durch den Importeur hinsichtlich der Waren vorgelegten Angaben verlangen können, dies insbesondere bezüglich der Zertifikate, Warenetiketten und anderer Dokumente. 

Begleitpapiere 

Handelsfaktura - mindestens 4-fach (Originale für die Zollbehörde, Versicherung und den Importeur; Kopien für die Zollbehörde und die Zentralbank), in portugiesischer, spanischer oder englischer Sprache. Für bestimmte Waren bestehen eigene Klauseln. Weiters ist anzugeben, ob es sich um eine Gesamt- oder um eine Teilverladung handelt. Rechnungen dürfen nicht berichtigt oder ergänzt werden, also keine Durchstreichungen, handschriftliche Zusätze etc. Zur Vermeidung erhöhter Zollabgaben müssen Spesen und Gebühren stets einzeln und nicht in einem Gesamtbetrag als „sonstige Spesen” angeführt sein. Die Handelsfaktura sollte nachstehende Punkte beinhalten und muss vom Exporteur unterschrieben und abgestempelt werden: 

I – Name und Anschrift des Exporteurs

II – Name, Anschrift (einschl. Steuernummer, sog. CNPJ) des Importeurs, ggf. des Käufers oder des Auftraggebers

III – Beschreibung der Waren (einschl. Zolltarifnummer) in portugiesischer, spanischer oder englischer Sprache, unter Angabe der kommerziellen Bezeichnungen sowie sämtliche für die genaue Identifizierung der Waren wesentlichen Merkmale;

IV - Marke, Nummerierung und etwaige Referenznummern der Kolli;

V – Menge und Art der Kolli

VI – Bruttogewicht der Kolli, d.h., Ware einschl. Verpackungen

VII - Nettogewicht der Ware

VIII – Ursprungsland (país de origem, Land, in dem die Ware hergestellt oder der letzten substantiellen Verarbeitung unterzogen wurde)

IX – Erwerbsland (país de aquisição, Land, in dem der Erwerb stattfand bzw. in dem der Lieferant/Verkäufer ansässig ist, ungeachtet des Ursprungslandes der Ware oder deren Komponenten)

X – Lieferland (país de procedência, Land, in dem sich die Ware zum Zeitpunkt des Erwerbes befand)

XI – Einzelpreis und Gesamtpreis der einzelnen Warenarten, ggf. Angabe der Höhe und Art etwaiger Rabatte

XII – Fracht- und Versicherungskosten (einschl. Transportkosten am Hafen oder Flughafen);

XIII – Zahlungsbedingungen und Währung, sowie

XIV – Verkaufsbedingungen (INCOTERMS).

Konnossement (B/L) – Airway Bill (AWB)

Voller Satz (3 Originale plus 3 Kopien bei der Schiffsfracht - 3 Ausfertigungen bei Luftfracht); genaue Bezeichnung der Ware in portugiesischer, englischer oder spanischer Sprache. U.a. Angabe der Importlizenznummer (falls Importlizenz erforderlich war), der Steuernummer CNPJ des Empfängers, einer Notify-Adresse bei Orderkonnossement sowie ob es sich um eine Gesamt- oder eine Teillieferung handelt. Die B/L-Originale sollten mindestens fünf Werktage vor Schiffsankunft im brasilianischen Hafen beim Importeur vorliegen.

Packliste - Neben der Rechnung und der Airway Bill oder B/L muss der Sendung eine Packliste beigelegt werden und u.a. folgende Informationen enthalten: 

  • Nummer der Packliste
  • Produktbeschreibung der Waren
  • Netto- und Bruttogewicht
  • Gesamtvolumen
  • Daten des Exporteurs
  • Daten des Importeurs einschl. Steuernummer
  • Verpackungsnummern
  • keine Wertangaben

Gesundheitszeugnisse
Phytosanitäre Zeugnisse sind für Pflanzen und pflanzliche Produkte, tierärztliche Zeugnisse für Tiere und tierische Produkte erforderlich und müssen von der konsularischen Vertretung Brasiliens im Ursprungsland beglaubigt werden (siehe auch Verpackungsvorschriften!).

Ursprungszeugnis
Nur für gewisse Zolltarifnummern vorgeschrieben. Wenn aufgrund des Warenursprungs Einfuhrzollbegünstigungen in Anspruch genommen werden wollen, muss die Herkunft der Ware mittels eines Ursprungszeugnisses nachgewiesen werden. 

Restriktionen 

Einfuhr von Gebrauchtmaschinen - Brasiliens Unternehmen dürfen keine Gebrauchtmaschinen importieren. Die Einfuhr von gebrauchten Anlagen ist nur in ganz speziellen Einzelfällen möglich, dann sehr zeitaufwendig und höchst kompliziert. Importe von gebrauchten Maschinen, Ausrüstungen, Instrumenten, Werkzeugen, Formen und Containern in gebrauchtem Zustand werden überhaupt nur genehmigt, sofern sie kumulativ folgende Anforderungen erfüllen: 

  • keine Inlandsproduktion und keine Substitutionsmöglichkeit durch inländische Produkte. Zur Überprüfung werden die Anträge publiziert und die nationale Industrie hat innerhalb von 30 Tagen Zeit dazu Stellung zu nehmen, um den Nachweis der Herstellung am Inlandsmarkt zu erbringen.
  • Die zu importierenden Waren müssen am Tage der Registrierung des Importantrages ein (ganz wesentlich) geringeres Alter aufweisen als ihre normale Lebenszeit beträgt. 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Gebrauchtmaschinenexport nach Brasilien in den meisten Fällen aussichtslos ist. Es gibt vereinzelt Möglichkeiten, besonders wenn es sich um die Produktionsanlagen verbundener Unternehmen handelt, eine juristische Konstruktion zu finden, die de facto dann doch dem Import gebrauchter Maschinen recht nahe kommt. So oder so ein recht komplizierter Prozess ist, den Firmen nur gemeinsam mit erfahrenen Importeuren durchführen sollten.  

Sanitäre Restriktionen beim Import - Die Einfuhr von Medikamenten, Kosmetikwaren, Nahrungsmitteln, Chemikalien u. ä. ist, (abgesehen von persönlichem Bedarf bei Medikamenten und Kosmetika), von der Zustimmung der brasilianischen Gesundheitsbehörde Agência Nacional de Vigilância Sanitária (ANVISA) abhängig. Die Überprüfung der Produkte umfasst auch Aspekte des Produktionsprozesses, der Verpackung, des Transportes und des Verbrauchs. Für diese Produkte ist in der Regel eine Importlizenz wie oben angeführt erforderlich. Im Falle einer kommerziellen Einfuhr der oben genannten Waren muss eine Registrierung des Produktes bei der ANVISA, durch einen seinerseits bei ANVISA registrierten brasilianischen Importeur (am besten eine lokale Vertriebstochterfirma des Lieferanten) vorliegen. Die Anforderungen bezüglich Dokumentation für eine Registrierung hängen sehr stark vom Produkt ab. Nähere Information zum Anmeldungsprozess bei der ANVISA liegen beim Österreichischen Pharmazeutika. Die Registrierung des Produktes bei ANVISA kann erhebliche Zeit beanspruchen. Seien Sie gründlich bei der Wahl Ihres Agenten oder Verteilers (wenn Sie nicht über eine eigene Niederlassung verfügen). Es nimmt im Falle eines Vertreterwechsels selbst bei gutem Willen aller Beteiligten viel Zeit in Anspruch, die Registrierung eines Produktes auf eine andere Person zu übertragen. Unter Umständen ist eine erneute Registrierung des Produktes zu beantragen. 

Waffen benötigen für die Einfuhr einer schriftlichen Genehmigung des brasilianischen Verteidigungsministeriums. 

Artenschutz 

Brasilien ist wie Österreich Signatarstaat des Washingtoner Artenschutzüber-einkommens (CITES). Die ungenehmigte Ein- oder Ausfuhr von CITES-Waren oder –Lebewesen wird in Brasilien mit auch drastischen Geld- oder Gefängnisstrafen geahndet. Österreich ist 1982 dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen beigetreten. Die Ein- oder Ausfuhr, der im Übereinkommen gelisteten bedrohten Tier- (2.000) und Pflanzenarten (30.000)

in die bzw. aus der Europäischen Union, unterliegt strengen Zollkontrollen. Viele Arten oder ihre Produkte daraus, erfordern Aus- und/oder Einfuhrdokumente. Nicht nur lebende Tiere und Pflanzen sind davon betroffen, sondern auch Präparate und Erzeugnisse daraus, wie z.B. Schmuck und Souvenirs aus Elfenbein, Ledertaschen (Krokodil, Waran), Krallen, Zähne, Felle, Schildkrötenpanzer, Schlangenhäute, etc.

Aufgrund der für Laien teils schwierigen Zuordnung, ob eine Art oder ein Produkt dokumentenpflichtig ist, ist es sicherlich das Beste - zum Schutz der gefährdeten Arten und der Vermeidung einer Beschlagnahme und möglicherweise hohen Geldstrafen bei der Einfuhr -, vom Kauf solcher Souvenirs abzusehen. Ansonsten sollten schon vor der Abreise genaue Informationen über die erforderlichen Begleitpapiere (CITES-Papiere) eingeholt werden. Auf die Informationen der dortigen Händlerinnen und Händler, dass das angebotene Exemplar entweder nicht dem Artenschutzübereinkommen unterliegt oder die von den Händlerinnen und Händler vorgelegten Begleitpapiere genügen, sollte man sich – auch gutgläubig – nie verlassen.

Nähere Informationen sind beim Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, Abteilung Natur- und Artenschutz, T +43(1)515 22-1402, W www.cites.at (Bereich Natur- und Artenschutz), erhältlich.