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Die kroatische Wirtschaft

Unser AußenwirtschaftsCenter in Zagreb hat die wichtigsten Informationen zur kroatischen Wirtschaft für Sie zusammengefasst

Wirtschaftslage 

Als stark tourismusabhängiges Land, ist Kroatien von der Corona-Krise stark betroffen. Nach einem respektablen BIP-Wachstum von 2,9% 2019, stagnierte das BIP im ersten Quartal 2020 (+0,4%) und ging im Q2 mit -15,1% stärker zurück als erwartet. Das konsolidierte reale BIP im ersten Halbjahr ging um 7,8% zurück. Die BIP-Erwartungen für 2020 liegen bei zwischen - 8,6% bis knapp -10%.

Die wichtigsten Wachstumstreiber Kroatiens brachen im 2. Quartal massiv ein: Privatkonsum -14%, Investitionen -14,7%, Warenexporte - 10,6%, Dienstleistungsexporte -67,4%. Die Dienstleistungsexporte sind stark Tourismusdominiert und die Corona-Krise hatte den Tourismus im ersten Quartal bereits gedämpft. Im 2. Quartal kam er fast vollständig zum Erliegen, Juli und August brachten allerdings bessere Ergebnisse als erwartet.

Um die Auswirkungen der Krise abzufedern hat Kroatien ein großzügiges Unterstützungspaket für die Wirtschaft in Höhe von rd. 9% des BIP geschnürt. Die Unterstützungsmaßnahmen umfassten Lohnzuschüsse, Steuerstundungen bzw. –erlässe, Zugang zu günstigen Finanzierungen und ab Juli auch eine Variante der Kurzarbeit. Seit Anfang Juli ist der Nutzerkreis auf die Hauptbetroffenen Branchen wie Tourismus, Personenverkehr etc. eingeschränkt.

Besondere Entwicklungen 

Für 2020 war bereits viel Spannendes zu erwarten: EU-Ratspräsidentschaft und HDZ-Innerparteiliche Wahlen im ersten Halbjahr, und Parlamentswahlen im Herbst waren angesagt. An Themen mangelte es auch nicht: Strukturreformen waren umzusetzen um die Voraussetzungen für den angestrebten EURO-Beitritt und die Aufnahme in den Schengenraum zu schaffen; es gab massive Schwierigkeiten bei den großen Schiffswerften; Lehrerstreiks und Lohnforderungen im öffentlichen Dienst, sowie Ministerwechsel aufgrund diverser Unregelmäßigkeiten, hielten die Regierung zusätzlich auf Trab.

Die Koalition aus der konservativen HDZ und der Mitte-Links Partei HNS verfügte nur über eine hauchdünne Mehrheit.

Dazu kam dann noch die Corona-Krise. Kroatien hat relativ früh mit strikten Maßnahmen auf die ersten Infektionsfälle reagiert und konnte dadurch die Zahl der Infizierten und Toten sehr niedrig halten. Seit etwa Mitte Juni steigen die Zahlen der täglichen Neuinfektionen allerdings wieder an und Kroatien hat seinen Corona-Musterschüler Status verspielt.

Dennoch konnte der Schwung aus der guten Krisenbewältigung auch in die Parlamentswahl mitgenommen werden, aus welcher die HDZ als eindeutiger Sieger hervorging. Es gelang dadurch auch eine rasche Regierungsbildung mithilfe der Mandate der Minderheitsvertreter und weiterer Kleinparteien. Die Zahl der Ministerien wurde auf 16 reduziert. Es gab nur wenige Rochaden in den Reihen der Ministerinnen und Minister.

Wirtschaftsbeziehungen mit Österreich 

Die österreichischen Warenexporte sind 2019 um 0,65% auf Euro 1,329 Mrd. angestiegen. Die Importe aus Kroatien sind im gleichen Zeitraum um 8,5% auf 648,5 Mio. Euro zurückgegangen. Im ersten Halbjahr 2020 gingen die Exporte nach Kroatien um 12,1% auf 605,3 Mio. Euro zurück. Die Importe fielen im selben Zeitraum um 13,5% auf 286,7 Mio. Euro.

Bei den Dienstleistungen verhält es sich umgekehrt, hier hat Österreich ein kräftiges Defizit mit Kroatien. 2019 exportierte Österreich Dienstleistungen um 405 Mio. Euro (+6,9%) und importierte Dienstleistungen um 1.405 Mio. Euro (+2,6%). Im ersten Quartal 2020 stagnierten die öst. Dienstleistungsexporte nach Kroatien bei 104 Mio. Euro, während die Importe um 12,6% auf 143 Mio. Euro zulegten.

Österreich ist größter Investor in Kroatien. Niederlassungen österreichischer Firmen sind in alle Branchen präsent.

Ausführliche Informationen über die Wirtschaftslage und die wirtschaftliche Entwicklung finden Sie in der Vollversion des AUSSENWIRTSCHAFT Wirtschaftsberichts aus Kroatien.

Darüber hinaus steht Ihnen das AußenwirtschaftsCenter Zagreb für Auskünfte und eine persönliche Beratung zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.

Statistik: Länderprofil 

Einen kurzen Überblick über die wichtigsten statistischen Daten zu Wirtschaft, Politik und Gesellschaft bietet das Länderprofil Kroatien der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA und der Stabsabteilung Statistik. 

Wichtige Wirtschafts- und Basisdaten und Informationen für eine Vielzahl weiterer Länder finden Sie auf den jeweiligen Länderseiten sowie in der Übersicht Länderprofile weltweit.

Schwerpunktbranchen des AußenwirtschaftsCenters & Geschäftschancen für österreichische Unternehmen

Software & IT 

Kroatien investiert derzeit sowohl in den Ausbau und die Modernisierung des öffentlichen Kommunikationsnetzes, als auch in die Digitalisierung von staatlichen Einrichtungen (e-Government), der Industrie sowie in Smart-City Lösungen. Ein bedeutender Teil dieser Investitionen wird aus EU-Fördermitteln finanziert.

Gleichzeitig wurden die letzten Jahre durch eine starke Entwicklung der jungen kroatischen IT-Startup- und -Softwareszene geprägt, die immer bedeutender für die kroatische Wirtschaft wird.

Der kroatische IT-Sektor erwirtschaftet jährlich 2,8 Mrd. Euro und beschäftigt mehr als 28.000 Mitarbeiter in 4.649 Firmen. Der Sektor verzeichnet jährliche Wachstumsraten von bis zu 10 % und erzielt 810 Mio. Euro Exportumsatz. Die meisten kroatischen IT-Unternehmen sind im Dienstleistungs- und Softwarebereich international tätig, wobei es sich hauptsächlich um kleine (58 % der Unternehmen haben weniger als 5 Mitarbeiter) und mittelständische Unternehmen (40 % mit 5 – 100 Mitarbeitern) handelt. Vor allem der Software-Bereich, welcher hauptsächlich von innovationsstarken und international sehr erfolgreichen Unternehmen und Startups getrieben wird, verzeichnet die größten Wachstumsraten und gilt als Symbol des neuerlichen Booms in der kroatischen IT-Branche. Dies wird durch gute Ausbildungsmöglichkeiten sowie dem lokal vorhandenen Know-how der gut ausgebildeten Arbeitskräfte zusätzlich unterstützt. Kroatische IT-Fachkräfte sind daher auch auf dem internationalen Arbeitsmarkt sehr begehrt. 

Chancen für österreichische Unternehmen 

Geschäftschancen ergeben sich aus sowohl aus Projekten der öffentlichen Hand (insb. e-government, smart-city etc.) als auch durch den Privatsektor. Kroatische IT Spezialisten bieten auch Potential für einerseits Kooperationen für fachspezifische Lösungen bei internationalen Projekten, und andererseits auch für Outsourcing-Dienstleistungstransfer. Das AußenwirtschaftsCenter Zagreb organisiert dazu mehrere Veranstaltungen und unterstützt Sie gerne bei der Geschäftspartner- und Kundensuche. 

Sie suchen ausführlichere Informationen zur IT-/Softwarebranche in Kroatien? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Zagreb

Tourismus Know-how

Der Tourismus ist der stärkste Wirtschaftssektor Kroatiens, der sich in den letzten Jahren sehr positiv entwickelt und rd. 20 % Anteil am BIP Kroatiens hat. Mit jährlichen Wachstumsraten von etwa 5 % – sowohl bei den Ankünften und Nächtigungen, als auch beim Umsatz und den Einnahmen – ist der Tourismus auch Treiber zahlreicher Investitionen in Tourismusinfrastruktur, welche zusätzlich mit EU-Förderprogrammen gestärkt werden.

Im Jahr 2017 hat der kroatische Tourismus erstmals 100 Millionen Übernachtungen und mehr als 12 Mrd. Euro Einnahmen erzielt. Für 2018 werden wieder neue Rekorde erwartet. Das kroatische Tourismusministerium ist bemüht, die Tourismussaison von der bislang fast ausschließlichen Sommersaison an der Küste, auf das ganze Jahr und auch auf das ganze Land auszudehnen. Hier soll insbesondere der Gesundheitstourismus forciert werden, aber auch verschiedene Konzepte für den Ausbau des Kontinentaltourismus wie z.B. Radtourismus, Genußreisen etc. werden entwickelt bzw. auch gesucht. 

Chancen für österreichische Unternehmen 

Die Tourismusbranche bietet zahlreiche Geschäftschancen für österreichische Firmen – einerseits für Investitionen und Projektbeteiligungen, andererseits für Tourismuszulieferungen, wie Hotel- und Gastronomieausstattung, oder Lebensmittel und Getränke. Tourismusprojekte bieten Chancen für Baubeteiligungen, Design- und Einrichtungsleistungen, Montagen und Partnerschaften in verschiedenen begleitenden Infrastrukturprojekten. Der Markt bietet auch genügend Potenzial für Beratungsdienstleistungen bei Tourismusprojekten.

Nicht zuletzt steigt auch die Zahl kroatischer Touristen nach Österreich an, weswegen der Markt zunehmend für österreichische Tourismusanbieter interessant wird. Das AußenwirtschaftsCenter Zagreb organisiert daher mehrere Messeauftritte und Fachveranstaltungen im Tourismusbereich (siehe Veranstaltungen zu Kroatien) und unterstützt Sie gerne bei der Geschäftspartner- und Kundensuche.

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Tourismusbranche in Kroatien? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Zagreb

Verkehrsinfrastruktur 

Im EU-Finanzrahmen 2014-2020 steht Kroatien ein Fördervolumen von insgesamt 10,7 Mrd. Euro zur Verfügung. Wesentliche Teile dieser Mittel sind für Verbesserung der Infrastruktur vorgeshehen, insbesondere in den Bereichen Wasser/Abwasser, Abfallwirtschaft und Verkehrsinfrastruktur. Gerade bei großen Infrastrukturprojekten kam es oft zu erheblichen Verzögerungen, weswegen viele Projekte erst jetzt gegen Ende der Förderperiode zur Ausschreibung kommen werden.

Alleine im Bereich Wasserver- und Entsorgung/Kläranlagen sind insg. 1,049 Mrd. Euro für Projekte zur Anpassung an EU-Standards zur Verfügung. Bisher wurden nur einige wenige Projekte davon umgesetzt oder vorbereitet. Große Projekte, darunter z.B. Rijeka oder auch Pula kommen erst zur Ausschreibung. 

Auch Kroatiens Abfallsektor steht im Zuge der Anpassung an EU-Standards immer noch vor großen Herausforderungen. Investitionen in Abfallwirtschaftszentren und Deponiesanierungen stehen dabei im Fokus. Insbersondere Mülltrennung und Wiederverwertung sind Schwerpunkte. Für die Kofinanzierung von Projekten stehen im Rahmen der aktuellen Förderperiode bis 2020 EU-Mittel in Höhe von 475 Mio. Euro zur Verfügung.

Kroatien verfügt dank früherer milliardenschwerer Investionen über ein sehr gut ausgebautes Autobahn- und Straßennetz. Der Schienensektor wurde bei den Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur allerdings in den letzten Jahrzehnten stark vernachlässigt. Darunter leidet auch der Ausbau des Hafens Rijeka, welcher aufgrund seiner natürlichen Tiefe großes Potenzial als Logistik-Hub hätte, sofern eine effiziente Eisenbahnanbindung ins Hinterland – sowohl nach Norden als auch Osten – gegeben wäre. Die kroatische Eisenbahninfrastrukturgesellschaft und der Hafen Rijeka planen nun intensiv Investitionsprojekte zum Ausbau und zur Verbesserung der bestehenden Bahn- und Hafeninfrastruktur, sowohl in Rijeka als auch kroatienweit. Dazu sollen in den nächsten Jahren Investitionen in der Höhe von ca. 300 Mio. Euro getätigt werden.

Chancen für österreichische Unternehmen

Für österreichische Unternehmen ergeben sich daraus Geschfätschancen in vielen Bereichen, darunter z.B. Planungsleistungen, Beratungsleistungen/Projektmanagement/Bauüberwachung, Bauleistungen, Equipmentzulieferungen, uvm. Das AußenwirtschaftsCenter Zagreb organisiert dazu mehrere Veranstaltungen in Kroatien und unterstützt Sie gerne bei der Geschäftspartner- und Kundensuche. 

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Infrastrukturprojekten in Kroatien? Dann ist vielleicht unser Newsletter Update Ausschreibungen/Förderungen/Aufträge für Sie interessant! Für Informationen dazu und auch generell zum Thema Infrastruktur in Kroatien, kontaktieren Sie bitte das AußenwirtschaftsCenter Zagreb.

Ausführliche Informationen 

Damit Ihre Marktbearbeitung in Kroatien problemlos abläuft, hat unser Team vor Ort Informationen zu außenhandels- und investitionsrelevanten Fach- und Branchenthemen, die Sie jederzeit beim AußenwirtschaftsCenter Zagreb anfordern können. 

Allgemeines zu Wirtschaft, Land und Leute sowie persönliche Tipps finden Sie in unserem Länderreport Kroatien

Das AußenwirtschaftsCenter Zagreb berät Sie gerne, sollten Sie weitere Fragen zu Kroatien haben.

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