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Die lettische Wirtschaft

Unser AußenwirtschaftsCenter in Riga hat die wichtigsten Informationen zur lettischen Wirtschaft für Sie zusammengefasst

Wirtschaftslage 

Für 2019 ist aufgrund der instabilen Entwicklung des Welthandels mit einer vorübergehenden Verlangsamung des sehr dynamischen Wirtschaftswachstums, das seit 1996 durchschnittlich mehr als 4% betrug, auf rund 2,5% zu rechnen. Die stärksten Konjunkturimpulse kamen von der Inlandsnachfrage: einerseits von Investionen in EU-geförderte Infrastrukturprojekte und in die Industriemodernisierung, andererseits vom Privatkonsum, der durch hohe Lohnsteigerungen gestärkt wurde. Die realen Kaufkraftgewinne werden durch die überdurchschnittliche Inflation nur teilweise reduziert. Der Anstieg der Industrieproduktion flacht seit 2018 zwar deutlich ab; über die letzten Jahre hat der erzeugende Sektor jedoch nicht nur anteilsmäßig kräftig zugenommen, sondern ist vor allem auch international konkurrenzfähig geworden. 

Besondere Entwicklungen

Die Bemühungen Lettlands zur Erhöhung seiner Wettbewerbsfähigkeit haben 2014 zur Einführung des EURO und 2016 zur Aufnahme in die OECD geführt, die sich zufrieden mit den bisherigen Reformschritten, z.B. im Steuerwesen zeigt.

Zur Umsetzung der Moneyval-Empfehlungen wurde eine Reihe weiterer Maßnahmen im Finanzbereich gesetzt. Um die anhaltende Bevölkerungsabwanderung zu stoppen und die Arbeitsproduktivität trotz erhöhten Lohndruckes zu steigern, sind jedoch auch Strukturreformen im Bildungs- und Sozialversicherungsystem sowie Maßnahmen zur Förderung von Forschung und Innovation erforderlich.

Die Wahlen im Oktober 2018 führten nach längerem Tauziehen zu einer Fünf-Parteien-Koalition. Die nunmehrige Regierung setzt den traditionell wirtschaftsliberalen Kurs Lettlands fort.  

Wirtschaftsbeziehungen mit Österreich

Die Lieferchancen für Investitionsgüter im Rahmen EU-geförderter Projekte sowie die wachsende Nachfrage nach höherwertigen Konsumgütern aufgrund der gestiegenen Kaufkraft der Bevölkerung führten 2018 zu einer sehr dynamischen Entwicklung der österreichischen Lieferungen nach Lettland. In den ersten drei Quartalen 2019 konnte dieser Aufwärtstrend – wenn auch abgeschwächt – fortgesetzt werden: unsere Warenexporte stiegen in dieser Periode um 6,1% auf EUR 115,4 Mio., die Dienstleistungsexporte um 8,2% auf EUR 53 Mio. Während die Warenhandelsbilanz stark positiv für Österreich ist, erwirtschaftet Lettland im Dienstleistungsaustausch – vor allem aufgrund von Transportleistungen – einen Überschuss, der sich jedoch verringert. 

Ausführliche Informationen über die Wirtschaftslage und die wirtschaftliche Entwicklung finden Sie in der Vollversion des AUSSENWIRTSCHAFT Wirtschaftsberichts aus Lettland

Darüber hinaus steht Ihnen das AußenwirtschaftsCenter Riga für Auskünfte und eine persönliche Beratung zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.

Statistik: Länderprofil 

Einen kurzen Überblick über die wichtigsten statistischen Daten zu Wirtschaft, Politik und Gesellschaft bietet das Länderprofil Lettland der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA und der Stabsabteilung Statistik. 

Wichtige Wirtschafts- und Basisdaten und Informationen für eine Vielzahl weiterer Länder finden Sie auf den jeweiligen Länderseiten sowie in der Übersicht Länderprofile weltweit.

Schwerpunktbranchen des AußenwirtschaftsCenters & Geschäftschancen für österreichische Unternehmen

Forst/Holzwirtschaft 

Forstwirtschaft und Holzverarbeitung sind traditionell wichtige Bereiche der lettischen Wirtschaft. Wald bedeckt mit 3,383 Millionen ha 52% des Territoriums von Lettland, der jährliche Holzeinschlag beträgt 11 Mio m³ in den letzten 10 Jahren.

Die Forstwirtschaft und Holzverarbeitung trägt jährlich etwa 5,1 - 5,2% zum BIP bei. Über 75%  Holzprodukte werden exportiert.

Ein großer Teil von Holz-,Holzerzeugnissen und Holzkohle wurde 2020 in das Vereinigte Königreich (21,7%), Estland (13,6%) und Schweden (9,3%) exportiert. 

Der Produktionsumfang in der Forstwirtschaft ist 2020 um 1,1% und in der Holzverarbeitung und Möbelproduktion um 4,5% gestiegen. 

Die aktuelle Situation 2021 zeigt einen Mangel an Baumaterial aus Holz, weil die Produktion zurückgegangen, aber die Nachfrage hoch geblieben ist. 

Chancen für österreichische Unternehmen 

Einerseits besteht die Möglichkeit für den Vertrieb von Forstmaschinen und Zubehör, für Holzverarbeitungsanlagen sowie Werkzeug, Arbeitsbekleidung und IT-Lösungen für die Branche.  

Andererseits kann man Lettland als Bezugsland für den Rohstoff Holz und Holzprodukte betrachten. Die Möbelhersteller finden in Lettland nicht nur Birkenrundholz als Rohstoff, sondern auch qualitative Schichtholz- und Sperrholzplatten. Die Auftragsfertigung von Massivholzmöbeln, Fenstern, Türen, Holzfertighäusern, Saunas, Gartenmöbenl, Kinder-Spielplätzen und anderen Erzeugnissen ist auch gut möglich. Außerdem können lettische Erzeuger von Holzverarbeitungsanlagen und speziell gefertigten Geräten Geschäftspartner für die Fertigung von diesen Anlagen werden.  

Der Markteintritt erfolgt leichter über die Teilnahme an einer Wirtschaftsmission oder an einer Technologie-Fachmesse  oder Baufachmesse.

Sie suchen ausführliche Information zur Branche Forst/Holzwirtschaft?

Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Riga.

Metallverarbeitung und Maschinenbau 

Die Metallverarbeitungs- und Maschinenbauindustrie zählt zu den wichtigsten Grundsteinen der verarbeitenden Industrie Lettlands. Jährlich liefert die Branche etwa 18% des Gesamtumsatzes und etwa 24% des Gesamtexports der verarbeitenden Industrie. Die Anzahl von Beschäftigten der Metallverarbeitungs- und Maschinenbaubranche beträgt 23.000 (2020). Die Branche ist exportorientiert: es wird jährlich etwa 75-80% der Produktion exportiert. 73 % des Exportes geht in die EU-Länder.

Laut Information des Zentralen Statistikamtes Lettland verzeichnete die Branche Metallverarbeitung und Maschinenbau im Jahr 2020 einen Anstieg des Umsatzes um 2,3% und des Exportvolumens um 1,4%. Somit wird das Jahr mit einem kleinen, aber merkbaren Anstieg abgeschlossen, was angesichts der gesamtwirtschaftlichen Situation in Europa und der Welt eine gute Leistung ist.

Die wichtigsten Exportmärkte sind Dänemark (14%), Schweden (12%), Deutschland (11%) und Russland (10%).

Lettland wird auch als bedeutender Importeur für Produkte dieser Branche angesehen. Im Jahr 2020 wurden Maschinen und mechanische Geräte für EUR 1,5 Milliarden und Elektrogeräte für EUR 1,9 Milliarden importiert.

Die importierten Produkte mit dem höheren Anteil am Gesamtimport von Eisen- und Stahlerzeugnissen sind Rohre, Baukonstruktionen, Schrauben und Festigungen, Heizungssysteme, Heizkörper. Auch Besteck aus Edelstahl wird in der Importstatistik erwähnt.    

Chancen für österreichische Unternehmen 

Aufgrund der hohen Qualität und der flexiblen und kundenorientierten Strukturen der österreichischen Maschinenbauunternehmen genießen diese auch in Lettland einen guten Ruf. Trotz starker Konkurrenz hat Österreich gute Chancen, bei Exporten im Bereich des Maschinenbaus Fuß zu fassen. Österreichische Unternehmen konnten bereits gute Absätze mit Elektromotoren bzw. elektrischen Generatoren und elektrischen Steuerungs- und Schaltsystemen, Heizkesseln, Fördermaschinen, Werkzeug, Festigungen usw. erzielen.

Auch der Trend zu Investitionen in Automatisation und Robotik unter dem Schlagwort „Smart Factory“ schafft gute Chancen für Unternehmen aus Österreich.

Der Trend zu CO2 freiem öffentlichen Verkehr bietet Möglichkeiten für Lieferanten von neuen Technologien in diesem Bereich. Egal, ob Strom oder Wasserstoff – Hauptsache, keine Dieselmotoren im Stadtverkehr.

Lettland ist aber nicht nur als Abnehmer von österreichischen Produkten dieses Sektors interessant, sondern bietet sich auch als Bezugsquelle für verschiedenste Bereiche der Metallindustrie an.

Für Eröffnung neuer Produktionsstandorte in Lettland stehen 5 spezielle Wirtschaftszonen mit fertiger Infrastruktur und reduzierten Steuern zur Verfügung. Einerseits gibt es hier Unternehmen, die auf die Herstellung von Teilen für die Automotivebranche, mobile Kräne, Kommunalmaschinen spezialisiert sind. Andererseits sind in Lettland auch Unternehmen angesiedelt, deren Schwerpunkt die Entwicklung und Herstellung von Produktionsanlagen für Holzverarbeitung, sowie Lebensmittel-, Pharma-, Chemie und Kosmetikunternehmen bildet. Außerdem können österreichische Maschinenbauer die Möglichkeiten für qualitativ hochwertige Auftragsfertigung in Lettland nützen.

Wollen Sie mehr über die Marktmöglichkeiten im Bereich der Metallverarbeitung in Lettland erfahren? Dann nehmen Sie an der aktuellen Wirtschaftsmission „Industriemoderniesierung & Smart Factory. Know - How aus Österreich für das Baltikum“ teil  oder kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Riga

Tourismus nach Österreich, Tourismus Know-How & Infrastruktur 

Das Schreckensjahr 2020 für den Tourismus ließ auch den Incoming Reiseverkehr aus Lettland einbrechen: Laut Zahlen der Statistik Austria gingen die Ankünfte aus Lettland um 65,% und die Übernachtungen um 60,5% zurück.   

Es ist aber erwähnenswert, dass bis zur Pandemie eine sehr positive Tendenz im Torismus nach Österreich aus Lettland zu beobachten war: 28.048 Letten reisten 2019 laut Statistik Austria nach Österreich, was einem Plus von 9,2% gegenüber 2018 entspricht. Die Anzahl von Nächtigungen betrug 91.745 oder um 6% mehr als im Vorjahr. 

Die positive Entwicklung bis 2020 war nicht nur wegen steigender Einkommen, sondern auch wegen guter Flugverbindungen nach Österreich möglich. Die nationale Fluggesellschaft airBaltic, die bis zur Pandemie jährlich 7 Millionen Passagiere beförderte, flog auch Wien 11 mal die Woche an. Im Winter gab es auch Charterverbindungen in den Westen Österreichs.

Die Reiserestriktionen brachten den Flugverkehr zeitweise völlig zum Erliegen. Mittlerweile bietet airBaltic jedoch für Sommer 2021 wieder montags, mittwochs, freitags und sonntags Direktflüge nach Wien und  an allen Wochentagen gibt es Flüge mit 1 Umsteigen in Frankfurt oder München. 

Trotz den im Frühsommer 2021 noch immer bestehenden Reiseeinschränkungen hat auch die Ryanair von Erweiterungsplänen berichtet und unter den 16 von Riga aus erreichbaren Destinationen auch Wien genannt. Die Ryanair – Flüge nach Wien sind ab Juli 2021 geplant und die Tickets sind bereits zu kaufen. 

Österreich wird von den Letten nicht nur als Skidestination, sowie auch Kulturreiseziel betrachtet und auch gerne besucht. Es besteht großes Potenzial, vermehrt Reisepakete für den Ski- und Städtetourismus von Lettland nach Österreich anzubieten. 

Chancen für österreichische Unternehmen 

Es besteht die Möglichkeit, mit gezieltem Marketing und passenden Angeboten den Incoming-Tourismus von Lettland nach Österreich auszubauen. Besonders beliebt sind Kurzreisen an den Feiertagen und Skipakete.

Unser Tipp für die Reiseveranstalter: Mit Feiertagen sind hier nicht nur Weihnachten und Ostern gemeint, sondern auch die Daten um die Nationalfeiertage Lettlands: 1. bis 4. Mai, sowie die Wochen um  den 23./24. Juni und den 18. November, zu denen die Bevölkerung gerne Kurzreisen bucht. 

Für die langfristige Planung von Reiseangeboten können wir auch an die Fertigstellung von Rail Baltica Bahnlinie im Jahr 2026 erwähnen, welche Tallinn, Riga, Kaunas / Vilnius mit Warschau verbinden und die Reisegäste aus Lettland bzw. anderen baltischen Ländern zu Destinationen in West-oder Zentraleuropa bringen wird. Die vollkommen neue Bahnverbindung wird eine gewisse Attraktivität haben und Lust zum Ausprobieren wecken.

Unser Tipp für die Reiseveranstalter: Kurze Bahnreisen (für 5 bis 7 Tage) mit Kultur- und Gastronomieprogramm auszuarbeiten und den lokalen Reiseagenturen in Lettland vorzustellen.

Die Leute in Lettland buchen gerne Reisen z.B. mit Weinverkostungen. Die Weinkultur ist noch „jung“ und wird gerne studiert- in Kursen, Schulungen und auch während Auslandsreisen.  

Es entstehen weiterhin neue Hotels (derzeit wird z.B. Holiday Inn gebaut, in Planung Radisson RED, welches neben dem neuen Rail Baltica Hauptbahnhof Riga entstehen soll ), damit bieten sich auch Chancen für österreichische Unternehmen, an der Infrastruktur- und Hotelplanung teilzunehmen. 

Die Folgen des langen pandemiebedingten Stillstandes der Tourismusbranche lassen sich allerdings noch nicht vollständig abschätzen.  

Suchen Sie ausführliche Information zum Incoming Tourismus aus Lettland? Oder zu aktuellen Hotel-Projekten?  Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Riga

Schienenverkehr – Mobility 

Rail Baltica ist eines der prioritären Infrastrukturprojekte der EU mit einer enormen wirtschaftlichen und politischen Bedeutung für die Region. Die Hochgeschwindigkeitsstrecke soll die baltischen Staaten an das Europäischen Schienennetz auf Normalspurbreite anbinden. Es wird eine 870 km lange Bahnstrecke erbaut, die Tallinn mit Warschau verbindet.

Insgesamt sind Investitionen in Höhe von EUR 5,8 Mrd. geplant. Die Fertigstellung soll 2026 erfolgen.  

Die Staatsbahn Lettlands (Latvijas Dzelzcels staatliche AG, LDZ) ist das größte Unternehmen der Transport-und Logistikbranche in Lettland. Anfang 2021 beschäftigte sie 9.500 Menschen. 

Das Schienennetz der Staatsbahn LDZ beträgt 1.859,2 km, aber mit allen Zufahrten, Nebenstrecken erreicht die Länge von Schienenwegen 3.158 km. Es gibt 3.182 Weichen, davon 2.604 mit Fernschaltung versehen (2020). Die Bahn Lettland verfügt über 155 Diesellokomotiven, die meisten davon in Russland hergestellt, und über 4.272 Güterwaggons.  

Allerdings wurde die Tätigkeit von LDZ bereits vor der Pandemie vom Rückgang der Güterbeförderung aufgrund der Entwicklung des Marktes für fossile Brennstoffe (Hauptprodukte der Güterbeförderung von LDZ) und von der angespannten geopolitischen Situation negativ beeinflusst.

Im Jahr 2020 wurden von der Bahn Lettlands 24,1 Millionen Tonnen Güter (2019 waren es noch 41,49 Millionen Tonnen) und 12,8 Millionen Passagiere (18,6 Millionen 2019) befördert. 

Zum Bereich Schienenverkehr gehört auch die Straßenbahn: Insgesamt 225 km Straßenbahnnetz gibt es in drei Städten – Riga, Liepaja und Daugavpils.  

Chancen für Österreichische Unternehmen 

Rail Baltica

Das Projekt Rail Baltica bietet für die österreichischen Firmen Chancen nicht nur in der Projektierung, sondern auch rund um den Bau der Bahnstrecke, der bereits angefangen hat und in Lettland z.B. mit dem Bau des Hauptbahnhofes Riga und des Bahnhofs am Flughafen Riga fortgesetzt wird. 2021 erfolgt auch schrittweise die Beschaffung von Baumaterial für den Bahnbau, zum Beispiel Ausschreibung für Lieferung von Kabelkanälen. 

Die RB Rail AG veröffentlicht aktuelle Informationen über die Ausschreibungen und den Beschaffungsplan 2021.

Der Implementeur des Rail Baltica Projektes in Lettland: Eiropas dzelzcela linijas EDZL veröffentlicht

Ausschreibungen zu Lettland, beispielsweise Projektierung und Aufsicht für regionale Bahnhöfe in Lettland, Lokalplanungsausarbeitung für Zugservice-Stationen und regionale Bahnhöfe.  

Staatsbahn LDZ

Die Staatsbahn LDZ hat ein EU-mitfinanziertes Modernisierungsprojekt der Elektrifizierung von Strecken wegen der Covid - Krise vorübergehend eingestellt und die zugänglichen Finanzmittel für alternative Projekte vorgesehen, welche die Erreichung der Klimaziele im Transport fördern sowie für die Entwicklung eines multimodalen Passagierbeförderungs-Systems dienen sollen.

Aus den dafür zur Verfügung stehenden EU-Fördermitteln 2014-2020 in Höhe von EUR 881,7 Millionen

für die Errichtung eines langhaltigen Verkehrssystems, davon EUR 80,788 Millionen für die Entwicklung eines umweltfreundlichen TEN-T Bahnnetzes werden noch Projekte bis 2023 finanziert. 

Die Chancen bestehen in der Teilnahme an den Ausschreibungen betreffend die weiteren Modernisierungsprozesse, der Einrichtung von modernen Kommunikationsanlagen und Reparatur von Bahnstrecken, wo österreichisches Know-How und die Technologien verwendet werden können. 

Den Link zu den Ausschreibungen der Staatsbahn finden Sie HIER

Straßenbahn

Für die Förderung von umweltfreundlichem öffentlichen Verkehr (darunter Straßenbahn in Riga, Liepaja, Daugavpils und Stadtbusse in Riga, Jekabpils, Jurmala, Valmiera) ist die EU-Mitfinanzierung in Höhe von EUR 23,2 Millionen vorgesehen.

Die Straßenbahn wird modernisiert, die Infrastruktur weiter entwickelt und die Strecken verlängert. Neue Waggons werden beschaffen und die Stromleitungen erneuert. 

Die Ausschreibungen zur Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur, darunter Schienenverkehrsinfrastruktur von einzelnen Städten, werden auf den Webseiten der jeweiligen Stadt oder des Verkehrsunternehmens meistens Lettisch veröffentlicht. Das AußenwirtschaftsCenter Riga folgt den Ausschreibungen und informiert Sie über die WKO.at Seite. 

Sie suchen ausführliche Information zur Branche Schienenverkehr in Lettland?  Oder interessieren sich für unsere Veranstaltungen zu diesem Sektor? Wir treffen Sie gerne auf der Bahnmesse TRAKO in Danzig, Polen, wo wir in ein Workshop über die Bahninfrastrukturprojekte in Polen und Baltikum veranstalten. Datum: 22.September 2021, Zeit: 15.00 – 16.30 Uhr. 

Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Riga!

Biotechnologie und Life Science 

Seit Jahrzehnten ist Lettland im biotechnologischen Sektor vertreten. Speziell in der Forschung und Entwicklung sowie in Entdeckung neuer Stoffe wurden bereits wertvolle Beiträge für die Wissenschaft geleistet.

Lettland verfolgt das Ziel, mit neuen Entwicklungen Wettbewerbsvorteile im biotechnologischen Sektor zu schaffen. Durch seinen Nischenmarkt und die fortschrittlichen Forschungszentren bietet sich das Land als Standort an, um in internationaler Kooperation neue Ideen zu entwickeln und zu testen.

Zu den Erfolgen von biomedizinischen Forschungszentrum zählt der Prototyp für Vakzine gegen die Lymekrankheit. Andere bedeutende Richtungen der Forschung sind die frühzeitige Diagnostik von Krebs sowie die Pharmakogenetik.

Seit November 2019 verfügt Lettland über ein neues Gensequenzierungszentrum. Als Tochterunternehmen der chinesischen BGI-Group soll MGI Latvia eine neue hochqualifizierte Einrichtung zur Produktionsfertigung, Hochdurchsatzsequenzierung, Schulung und Logistik bilden.

Seit Anfang 2020 arbeitet in Lettland das „Baltic Biomaterials Centre of Excellence BBCE“. 

Chancen für österreichische Unternehmen

Obwohl Lettland über sehr gute Forschungszentren verfügt, fehlen die notwendigen staatlichen Förderungen, um von der Entwicklungs- in die Produktionsphase überzugehen. Daher bietet Lettland für österreichische Unternehmen die Chance, Investitionen in zahlreiche Projekte dieser Zentren zu tätigen.

Zusätzlich besteht die Möglichkeit zum Sourcing z.B. von den in Lettland hergestellten Bioreaktoren, die für günstiges Preis-Leistungs-Verhältnis und Adaptierung der Geräte an die jeweiligen Kunden-wünsche für ein breites Spektrum an innovativen und „grünen“ Produkten bekannt sind. Der Hersteller Biotehniskais centrs AG ist der einzige Produzent von Bioreaktoren in den baltischen Staaten.   

Zahlreiche lettische Unternehmen aus dem Bereich Biotechnologie kommen als Kooperationspartner in Frage.  Das Spektrum reicht von der Herstellung von Biotechnologie-Anlagen und Laborgeräten bis zur Entwicklung und Produktion von aktiven Substanzen und Präparaten. 

Österreichische Exporteure innovativer Life Sciences-Produkte können dank des lettischen Interesses an der weiteren Entwicklung dieser Branche gute Geschäftsverbindungen mit dortigen Unternehmen und Forschungszentren aufbauen. Sie suchen weitere Informationen zur Branche Biotechnologie in den baltischen Ländern?

Dann nehmen Sie an der Wirtschaftsmission zur Life Sciences Baltic 2021 teil oder kontaktieren Sie das  AußenwirtschaftsCenter Riga!

Ausführliche Informationen

Damit Ihre Marktbearbeitung in Lettland problemlos abläuft, hat unser Team vor Ort Informationen zu relevanten Fach- und Branchenthemen, die Sie jederzeit beim AußenwirtschaftsCenter Riga anfordern können.

Allgemeines zu Wirtschaft, Land und Leute sowie persönliche Tipps finden Sie in unserem Länderreport Lettland.

Das AußenwirtschaftsCenter Riga berät Sie gerne, sollten Sie weitere Fragen zu Lettland haben.

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