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In die Philippinen exportieren/von den Philippinen importieren

Grenzen engen uns ein: Wir helfen Ihnen dabei, Ihre geschäftlichen Grenzen zu überwinden und im Ausland Erfolg zu haben

Das Exporthandbuch

Warum exportieren? Ganz einfach: Der Markt in Österreich ist begrenzt. Allein der bayrische Markt ist eineinhalb Mal größer als der österreichische. Genauso einfach ist es aber, diese Grenze zu durchbrechen, denn Exportieren ist leichter als man denkt: Die Kolleginnen und Kollegen der Wirtschaftskammer Tirol haben in ihrem ausführlichen Exporthandbuch zusammengefasst, was Sie bei Ihren ersten Schritten über die Grenze beachten sollten. Von A wie Ausfuhrbeschränkungen bis Z wie Zollbestimmungen.

Dazu gibt es Startgeld für Mutige: Die Internationalisierungsoffensive go-international unterstützt Sie auch finanziell bei Ihren Internationalisierungsbestrebungen.

Sie wollen Ihr erstes Mal wagen? Unsere Fachleute aus den Landeskammern helfen Ihnen beim Schritt über die Grenze. Melden Sie sich einfach!

Mit einem Klick in neue Märkte: Das Exporthandbuch der Wirtschaftskammer Tirol

Wir unterstützen bei Export und Import

Damit Ihr geschäftlicher Grenzübertritt kein Sprung ins kalte Wasser wird, beraten wir Sie bei Ihren Export- und Importvorhaben. Und wir wollen, dass Sie möglichst weit springen: Die Internationalisierungsoffensive go-international bietet viele verschiedene Förderprogramme für Markteintritt, Marktbearbeitung und das Bezugsquellengeschäft im Ausland.

Starthilfe für Exporteurinnen und Exporteure

Wer ganz am Anfang steht, den nehmen unsere Fachleute aus den Landeskammern an der Hand und unter die Lupe. Sie prüfen mit Ihnen, ob Sie ausreichend auf Ihr Vorhaben vorbereitet sind, helfen bei der Einschätzung von Aufwand und Erfolgsaussichten und definieren mit Ihnen Zielgruppen und Testmärkte. Am Ende wird aus Ihrer Idee eine Strategie. Die macht dem AußenwirtschaftsCenter, das Ihren ersten Markteintritt begleitet, die Suche nach Partnerinnen und Partnern leicht.

Geben Sie den Kolleginnen und Kollegen in Ihrer Landeskammer Bescheid! Gemeinsam machen wir die ersten Schritte in den Export.

Exportfinanzierung

Nur wer sät, kann auch ernten. Gerade beim Geschäft über die Grenze dürfen Vorlaufkosten und Risiken nicht unterschätzt werden. Hausbanken, Exportfonds, Kontrollbank, AWS und private Exportversicherer haben viele Antworten auf Fragen zu Finanzierung, Absicherung von Exportgeschäften und Direktinvestitionen.

Unsere Expertinnen und Experten suchen mit Ihnen die beste Lösung und geeignete Partner. Melden Sie sich bei uns! 

Exportförderungen

Sie wollen erstmalig exportieren oder einen neuen Exportmarkt erschließen? Sie möchten wissen, welche Fördermöglichkeiten dafür vorgesehen sind? Bei einem Beratungsgespräch evaluieren wir mit Ihnen die unterschiedlichen Fördermöglichkeiten und schnüren ein maßgeschneidertes Exportförderpaket für Ihr Exportvorhaben.

Wir haben den Überblick über alle Fördermaßnahmen und sorgen dafür, dass Sie sich im Förderdschungel zurechtfinden! 

Auslandsaktivitäten absichern und finanzieren

Risiken kann man selten ausschließen. – Aber man kann sie minimieren: Mit den Exporthaftungen des Bundes und Refinanzierungen über Ihre Hausbank bietet die Österreichische Kontrollbank (OeKB) kräftige Instrumente, die Österreichs Unternehmen und ihre Partner im weltweiten Wettbewerb stärken.

Hier finden Sie die aktuellen Deckungsrichtlinien für Projektgeschäfte, Investitionsgüterlieferungen und Beteiligungen in den Philippinen.

Exportabwicklung und Exportdokumente

Unsere Exportprofis

  • beraten Sie bei Zollverfahren,
  • helfen Ihnen bei den Exportdokumenten, die Ihre Exportware begleiten,
  • wissen alles über Ausfuhrbestimmungen und Ausfuhrkontrolle und
  • unterstützen Sie bei der Feststellung des Ursprungs Ihres Exportproduktes.
  • Kurzum: Wir sind Ihre Berater in allen Fragen der Exportabwicklung!

Die Spezialistinnen und Spezialisten in den Landeskammern wissen über Ursprungszeugnisse, Carnet ATA und sonstige für den Export notwendige Dokumente Bescheid und beglaubigen diese auch gerne gleich für Sie.

Importberatung

Man kann sogar von Zuhause aus international tätig sein: Auch andere Märkte haben schöne Produkte und Dienstleistungen. Damit Ihre Lieferungen aus dem Ausland auch reibungslos zu Ihnen finden, haben die Kolleginnen und Kollegen der Wirtschaftskammer Tirol in ihrem ausführlichen Importhandbuch zusammengefasst, was Sie bei der Einfuhr oder Verbringung von Waren nach Österreich beachten müssen.

Sie wollen importieren? Die Spezialistinnen und Spezialisten in den Landeskammern helfen Ihnen dabei, alle Welt nach Österreich zu holen. Melden Sie sich einfach!

Mit einem Klick in neue Märkte: Das Importhandbuch der Wirtschaftskammer Tirol

Bezugsquellen

Wer im Wettbewerb bestehen will, muss ständig sicherstellen, die notwendigen Vorprodukte in der notwendigen Qualität von verlässlichen Lieferantinnen und Lieferanten zu den bestmöglichen Preisen zuzukaufen. Wir identifizieren diese Lieferantinnen und Lieferanten, prüfen deren Bonität und Leistungsfähigkeit, übermitteln Ihre Spezifikationen und holen Angebote ein. Wenn Sie Wert auf Diskretion legen, können Sie sich dabei auch gerne am Anfang hinter uns verstecken. Und dass wir Sie dann auch bei der Abwicklung eines Beschaffungsgeschäftes unterstützen, versteht sich von selbst.

Sie wollen sich eines unserer AußenwirtschaftsCenter als Einkaufsorganisation an Bord holen? Hier gibt es Unterstützung auf den Beschaffungsmärkten dieser Welt.

Marktanalysen

Ein Überblick über die Absatz- und Konkurrenzsituation in einem Zielmarkt gehört ganz oben in den Werkzeugkasten einer Exporteurin und eines Exporteurs. Der Aufstieg zur Aussichtsplattform ist mit uns ein Spaziergang. Jede Warenlieferung über jede Grenze wird weltweit statistisch erfasst. Wir wissen, wie viele Bohrmaschinen Brasilien importiert oder wohin Belgien Babynahrung liefert.

Die Expertinnen und Experten in unserem Servicecenter in Wien werten den Zahlensalat einer riesigen Datenbanken für Sie aus, sagen Ihnen, welche Informationen Sie brauchen, und liefern maßgeschneiderte Warenstromanalysen, die Ihnen helfen, Ihre Nische zu finden.

Zoll- und Importbestimmungen

Importbestimmungen

Die Abfertigung von Importwaren fällt in die Kompetenz der Philippinischen Zollbehörden (Bureau of Customs). Für den Versand jeglicher Waren ist die Beibringung der Standard-Begleitpapiere erforderlich.

Es gibt drei Klassen von Importprodukten:

  1. frei importierbare Waren (freely importable)
  2. genehmigungspflichtige Importwaren (regulated) und
  3. verbotene Waren (prohibited).

Für die meisten Produkte ist der Import frei möglich, jedoch sind für einige Warenpositionen, darun-ter Lebensmittel, medizinische Produkte sowie Maschinen und gewisse Haushaltsprodukte Geneh-migungen von den jeweils zuständigen Behörden einzuholen.

Zu den verbotenen Waren zählen unter anderem Waffen und Munition, Drogen sowie Waren für die Glücksspielindustrie.

Es ist zu beachten, dass für den Import von Produkten mit einem Wert von über 500 USD in die Phi-lippinen eine Importakkreditierung beim Bureau of Customs nötig ist. Die Voraussetzungen dafür wurden in den letzten Jahren verschärft. Importeure benötigen nun auch ein „Import Clearance Certificate“ der Einkommensteuerbehörde (Bureau of Internal Revenue), wofür umfangreiche Do-kumente nötig sind.

Zollbestimmungen

Die Philippinen sind Mitglied des allgemeinen Zoll- und Handelsabkommens (WTO) und erkennen damit auch die Regeln in Bezug auf die Bemessungsgrundlage der Einfuhrabgaben an. In Übereinstimmung mit der WTO gilt seit 1.1.2000 der Transaktionswert einer Ware als Grundlage zur Erhebung der Einfuhrabgaben (Zoll und Mehrwertsteuer). Der philippinische Zolltarif folgt der Nomenklatur des harmonisierten Systems.

Die Philippinen sind auch Mitglied der AFTA-Freihandelszone der ASEAN. Somit liegen ca. 99 % der Zollsätze zwischen Thailand, Indonesien, Malaysia, Singapur und Brunei bei 0 %. Für die Staaten Kambodscha, Vietnam, Myanmar und Laos liegt der Prozentsatz von Waren mit solch niedrigen Zollsätzen bei ca. 90 %. Ziel der AFTA-Freihandelszone ist es, die Zölle zwischen den Mitgliedsstaa-ten ganz abzuschaffen.

Sonstige Einfuhrabgaben

Sowohl Mehrwertsteuer in der Höhe von 12 % als auch die Verbrauchssteuer des Landungskosten-wertes einer Ware muss vor Zollfreigabe beglichen werden.

Muster

Nur Muster ohne Handelswert, die auch ihrer Natur nach unverkäuflich sind, sind vom Zoll befreit. Nur ein Stück pro Produkt kann als Muster eingeführt werden. Es wird angeraten die Pro-Forma-Rechnung mit dem Hinweis „No Commercial Value – Sample Only“ zu versehen.

Geschenke

Geschenksendungen werden als normale Warensendung deklariert und unterliegen entsprechend dem Warenwert dem Importzoll und der Besteuerung. Wertangaben sollen angezeigt werden, da andernfalls der Zollbeamte einen Wert nach eigenem Ermessen festlegt. Es ist trotzdem ratsam die Sendung mit dem Hinweis „Gift“ zu versehen, da die Zollbehörden in manchen Fällen von Importzöl-len absehen - dies liegt jedoch im Ermessen des Zollbeamten.

Vorschriften für Versand per Post

Es sind die gleichen Dokumente wie für Frachtsendungen notwendig, jedoch wird das Konnossement durch eine internationale Paketkarte ersetzt. Ferner ist eine Zollinhaltserklärung in Englisch beizu-fügen. Das Höchstgewicht für Pakete beträgt 10 kg.

Verpackungsvorschriften, Ursprungsbezeichnung

Es gibt keine Vorschriften für die Markierung der Packstücke. Grundsätzlich müssen alle Waren mit einem Ursprungsvermerk in englischer Sprache („Made in Austria") versehen sein, der so ange-bracht sein muss, dass er bis zum Verkauf der Ware lesbar bleibt. Ist aufgrund der Beschaffenheit der Ware das Anbringen eines Vermerks schädlich oder überhaupt unmöglich, ist der Ursprungs-vermerk unbedingt auf der Verpackung anzubringen. Sollte jede Kennzeichnung fehlen, wird eine „marking duty" in Höhe von 5 % ad valorem eingehoben. Die Verwendung von Heu und Stroh als Verpackungsmaterial ist verboten. Empfehlenswert ist seefeste Verpackung.

Begleitpapiere

  • Handelsrechnung
    • Eine Handelsfaktura ist in englischer Sprache zu verfassen. Die Handelsrechnung muss alle üblichen Angaben enthalten, u. a. Verschiffungs- und Bestimmungshafen, genaue Beschreibung der Ware, Anzahl und Art der Packstücke, Brutto- und Nettogewicht, Preis pro Einheit, Transport- und Ver-sicherungskosten.
      Am Schluss der Rechnung hat der Exporteur folgende, ordnungsgemäß zu unterschreibende Erklärung abzugeben: „Certified true and correct".
      Eine Legalisierung von Handelsrechnungen ist nicht erforderlich.
  • Ursprungszeugnis
    • Ein Ursprungszeugnis ist nur auf besonderes Verlangen des Importeurs beizubringen. Ursprungs-zeugnisse sind bei der für Sie zuständigen Wirtschaftskammer erhältlich.
  • Seefracht
    • Frachtbrief (bill of lading)
  • Luftfracht
    • Luftfrachtbrief (air way bill)
  • Packliste
    Außerdem können für gewisse Produkte spezielle Genehmigungen verlangt werden, z.B. Lizenz des Bureau of Food and Drugs (BFAD)

Restriktionen

Pharmazeutika, Lebensmittel und Kosmetika können nur von zugelassenen Firmen importiert wer-den und die Produkte müssen im Vorfeld registriert werden. Die Genehmigung erteilt das Bureau of Food and Drugs (BFAD).

Bei der Einfuhr von lebenden Tieren kommen folgende Bestimmungen zur Anwendung: Für Haustiere müssen Gesundheitszeugnisse vorgelegt werden. Die Einfuhr von Zucht- und Nutzvieh ist darüber hinaus an eine Genehmigung des Bureau of Animal Industry (BAI) gebunden. Fische unterliegen einer Genehmigung des Bureau of Fishery and Aquatic Resources (BFAR), Pflanzen einer Genehmigung des Bureau of Plant Industry (BPI).

Einige Produkte müssen philippinischen Standards entsprechen oder eine Import Commodity Clearance haben. Darunter fallen Haushaltsgeräte, Lampen, Kabel, Produkte für die Bauindustrie, Chemikalien, etc.

Der Import von Waffen und Munition liegt im ausschließlichen Kompetenzbereich des Department of National Defense (DND). Lediglich der Import von Luftdruckgewehren und Luftdruckpistolen kann von Sportvereinen durchgeführt werden, wenn diese eine Genehmigung haben.

Artenschutz

Das Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen (Washingtoner Artenschutz Übereinkommen) ist 1973 in Washington abgeschlossen worden und 1975 in der Schweiz in Kraft getreten.

Österreich ist 1982 dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen beigetreten. Die Ein- oder Ausfuhr, der im Übereinkommen gelisteten bedrohten Tier- (2.000) und Pflanzenarten (30.000) in die bzw. aus der Europäischen Union, unterliegt strengen Zollkontrollen. Viele Arten oder ihre Produkte daraus, erfordern Aus- und/oder Einfuhrdokumente. Nicht nur lebende Tiere und Pflanzen sind davon betroffen, sondern auch Präparate und Erzeugnisse daraus, wie z.B. Schmuck und Souvenirs aus Elfenbein, Ledertaschen (Krokodil, Waran), Krallen, Zähne, Felle, Schildkrötenpanzer, Schlangenhäute, etc.

Aufgrund der für Laien teils schwierigen Zuordnung, ob eine Art oder ein Produkt dokumentenpflichtig ist, ist es sicherlich das Beste - zum Schutz der gefährdeten Arten und der Vermeidung einer Beschlagnahme und möglicherweise hohen Geldstrafen bei der Einfuhr -, vom Kauf solcher Souvenirs abzusehen.

Ansonsten sollten schon vor der Abreise genaue Informationen über die erforderlichen Begleitpapiere (CITES-Papiere) eingeholt werden. Auf die Informationen der dortigen Händlerinnen und Händler, dass das angebotene Exemplar entweder nicht dem Artenschutzübereinkommen unterliegt oder die von den Händlerinnen und Händler vorgelegten Begleitpapiere genügen, sollte man sich – auch gutgläubig – nie verlassen.

Nähere Informationen sind beim Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus, T +43(1)515 22-1402, W www.cites.at (Bereich Natur- und Artenschutz), erhältlich.

Steuer- und zollrechtliche Fragen erfordern eine exakte Klärung. Das AußenwirtschaftsCenter Manila hilft Ihnen hier gerne mit fachlicher Beratung weiter.