th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail LinkedIn Google-plus Facebook Whatsapp Flickr Youtube Instagram Pinterest Skype Vimeo Snapchat arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home

Recht und Steuern in Norwegen

Das AußenwirtschaftsCenter Stockholm weiß über lokale Rechts- und Steuerfragen Bescheid und berät Sie gerne

Allgemeine Informationen 

Andere Länder, andere Sitten: Die Rechts- und Steuersysteme unserer Handelspartner weichen oft sehr stark von dem ab, was uns aus Österreich bekannt ist. Bei Export, Import und Firmengründung müssen lokale Gesetze aber jedenfalls beachtet werden. Damit Sie nicht in teure Verfahren verwickelt werden, gilt: Besser vorher abklären, was die Spielregeln sind. 

Unsere AußenwirtschaftsCenter haben ein breites Fachwissen und Erfahrung bei lokalen Rechts- und Steuerfragen, die Sie Ihnen für eine juristische und steuerliche Erstberatung gerne zur Verfügung stellen. Sollte Ihre Anfrage einer rechtsanwaltlichen Expertise bedürfen, haben wir ein großes Netzwerk an deutsch- und landessprachigen Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten.  

Das AußenwirtschaftsCenter Stockholm hilft Ihnen in Rechts- und Steuerfragen in Norwegen weiter. Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.  

Bau und Montage - Entsendung von Arbeitskräften 

Sowohl die österreichische Auftragsfirma als auch alle Subunternehmen müssen sich im norwegischen Firmenregister (Enhetsregisteret) registrieren, um eine Organisationsnummer zu erhalten. Hierfür wird das Formular BR-1080 E verwendet. Ausländische Arbeitskräfte/Unternehmen müssen zusätzlich bei Brønnøysundregistrene um eine sogenannte D-Nummer (Personennummer für ausländische Personen), anhand des Formulars BR-1015 ansuchen. Ausländische Unternehmen brauchen eine D-Nummer um eine HSE-Karte für ihr Personal anfordern zu können (verpflichtende Identitätskarte für Arbeitskräfte der Baubranche).  

Laut der norwegischen Arbeitsschutzbehörde ist bei kurzen Arbeiten (zwei Wochen) die HSE-Karte aber nicht zwingend erforderlich. Es muss jedoch, anhand einer Kopie des Formulars RF 1199, der Nachweis erbracht werden können, dass eine Meldung an die Zentralsteuerbehörde ergangen ist.  

Für EU-Staatsangehörige sind keine Visa erforderlich, jedoch eine Anmeldung bei UDI (The Norwegian Directorate of Immigration), wenn die Dauer der Tätigkeit drei Monate übersteigt. Arbeitskräfte müssen sich persönlich bei einem norwegischen Steueramt melden, damit eine Steuerkarte und eine D-Nummer erteilt werden kann. Der Antrag für eine Steuerkarte (und D-Nummer) erfolgt mit dem Formular RF-1209.  

Alle Aufträge in Norwegen (nicht an Private und nicht, wenn diese unter 10.000 Norwegischen Kronen liegen), müssen der Steuerbehörde für ausländische Anliegen (SFU – Central Office Foreign Tax Affairs) gemeldet werden, anhand des Formulars RF 1199. In erster Linie hat die norwegische Auftragsfirma die Meldepflicht, jedoch müssen Arbeitskräfte alle relevanten Informationen (beispielsweise über ihr Unternehmen und ihre in Norwegen ausführenden Arbeitskräfte) bereitstellen und haften solidarisch für die Richtigkeit der Auskünfte. Auch bei Aufträgen von kurzer Dauer gelten die norwegischen arbeits- und kollektivvertragsrechtlichen Bestimmungen für ausländische Arbeitskräfte. 

Das AußenwirtschaftsCenter Stockholm steht für weitere Informationen gerne zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.  

Rechnungslegung bei der Lieferung von Dienstleistungen 

Bei der Lieferung von Dienstleistungen ist die Art der Dienstleistung für die Rechnungslegung entscheidend. Ist diese als fernlieferbar einzustufen, gelangt „Reverse Charge“ zur Anwendung. Das heißt, dass die dienstempfangende Person, sofern sie als wirtschaftstreibend oder als öffentliche Behörde in Norwegen registriert ist, selbst die Umsatzsteuer/Mehrwertsteuer berechnet und bezahlt. 

Fernlieferbar bedeutet, dass die Ausführung/Lieferung der Dienste schwer an einen Ort gebunden werden kann, wie z. B. Rechtsvertretungs- und Buchführungsdienste oder elektronische Dienste (beispielsweise Dienstleistungen, die über das Internet und nicht ohne Informationstechnologie erworben werden können). Das ausländische Dienstleistungsunternehmen bzw. die norwegische Auftragsfirma tragen die Verantwortung dafür, Dienstleistungen richtig einzuordnen. Es ist ausreichend, die Dienste als fernlieferbar einzustufen, sie müssen nicht tatsächlich ferngeliefert werden. 

Gemäß den Buchführungsvorschriften muss auf der Rechnung der Verweis „omvendt avgiftsplikt– mva ikke beregnet“ (umgekehrte Abgabenpflicht– MwSt. nicht berechnet) angeführt sein. Die Organisationsnummer der empfangenden Person gefolgt vom Zusatz "MVA" (entsprechend unserer UID) müssen aus der Rechnung hervorgehen. 

Wird die Dienstleistung nicht als fernlieferbar eingestuft, kommt es auf den Umsatz in Norwegen an: Ab einem Umsatz von 50.000 Norwegischen Kronen (circa 5.500 Euro) innerhalb von zwölf Monaten ist eine umsatzsteuerliche Registrierung des ausländischen Unternehmens und die Ernennung einer Fiskalvertretung in Norwegen vorgeschrieben. Die Mehrwertsteuer für diese Dienstleistungen in Norwegen beträgt 25%. Falls der Umsatz geringer ist, wird die Rechnung ohne norwegische Umsatzsteuer geschrieben und es muss sich nicht im norwegischen Mehrwertsteuerregister angemeldet werden. Achtung: Für die Erbringung von Dienstleitungen an Private in Norwegen gelten andere Regeln. 

Das AußenwirtschaftsCenter Stockholm steht für weitere Informationen gerne zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.  

Bestimmungen für die Verwendung von Carnet ATA 

Das Carnet ATA ist ein internationales Haftungsdokument, das gegenüber den Zollbehörden für Waren verwendet wird, die nur vorübergehend in ein Land eingeführt werden. Das Dokument muss sowohl bei der Einfuhr als auch bei der Wiederausfuhr dem Grenzzollamt vorgelegt und von diesem bestätigt/abgestempelt werden. Es ersetzt die sonst zu hinterlegende Sicherheitsleistung für die auf den Waren lastenden Zölle und Steuern. Der Anwendungsbereich des Dokuments bezieht sich aber nur auf Gebrauchsgüter, nicht auf Verbrauchsgüter.  

In Norwegen können Carnets ATA in folgenden Fällen und mit einer üblichen Frist von zwölf Monaten für die Wiederausfuhr verwendet werden: 

  • Berufsausrüstung (= Handwerkzeug): Wenn sie von geringerem Wert ist (unter

10.000 Norwegischen Kronen) kann die Berufsausrüstung zollfrei eingeführt werden. Ist sie von größerem Wert, muss eine Sicherheit gestellt oder diese mittels Carnet ATA eingeführt werden.

  • Warenproben und Reklamematerial zu Demonstrationszwecken für potentielle Kundschaft
  • Messe- und Ausstellungsgüter

Das AußenwirtschaftsCenter Stockholm steht für weitere Informationen gerne zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.  

Handelsabkommen 

Das Abkommen über den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) wurde am 2. Mai 1992 unterzeichnet und trat am 1. Jänner 1994 in Kraft. Durch das Abkommen sollen die die Handels- und Wirtschaftsbeziehungen zwischen der Europäischen Gemeinschaft und den Staaten der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) gestärkt werden. Vertragsparteien sind die EU-Mitgliedstaaten und die drei EFTA-Staaten Island, Liechtenstein und Norwegen.  

Doppelbesteuerungsabkommen – Österreich hat mit zahlreichen Staaten Doppelbesteuerungsabkommen abgeschlossen. Diese regeln, welchem Staat das Besteuerungsrecht gegenüber einem Unternehmen zukommt, womit eine doppelte Besteuerung bei grenzüberschreitenden Aktivitäten verhindert wird.  

Das Bundesministerium für Finanzen stellt weitere wichtige Informationen sowie eine Liste aller österreichischen Doppelbesteuerungsabkommen zur Verfügung.

Ausführliche Informationen 

Damit Ihre Marktbearbeitung in Norwegen problemlos abläuft, hat unser Team vor Ort Informationen zu außenhandels- und investitionsrelevanten Fach- und Branchenthemen, die Sie jederzeit beim AußenwirtschaftsCenter Stockholm anfordern können.

Allgemeines zu Wirtschaft, Land und Leute sowie persönliche Tipps finden Sie in unserem Länderreport Norwegen

Das AußenwirtschaftsCenter Stockholm berät Sie gerne, sollten Sie weitere Fragen zu Norwegen haben.