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In die Vereinigten Staaten exportieren / aus den Vereinigten Staaten importieren

Grenzen engen uns ein: Wir helfen Ihnen dabei, Ihre geschäftlichen Grenzen zu überwinden und im Ausland Erfolg zu haben

Das Exporthandbuch

Warum exportieren? Ganz einfach: Der Markt in Österreich ist begrenzt. Allein der bayrische Markt ist eineinhalb Mal größer als der österreichische. Genauso einfach ist es aber, diese Grenze zu durchbrechen, denn Exportieren ist leichter als man denkt: Die Kolleginnen und Kollegen der Wirtschaftskammer Tirol haben in ihrem ausführlichen Exporthandbuch zusammengefasst, was Sie bei Ihren ersten Schritten über die Grenze beachten sollten. Von A wie Ausfuhrbeschränkungen bis Z wie Zollbestimmungen.

Dazu gibt es Startgeld für Mutige: Die Internationalisierungsoffensive go-international unterstützt Sie auch finanziell bei Ihren Internationalisierungsbestrebungen.

Sie wollen Ihr erstes Mal wagen? Unsere Fachleute aus den Landeskammern helfen Ihnen beim Schritt über die Grenze. Melden Sie sich einfach!

Mit einem Klick in neue Märkte: Das Exporthandbuch der Wirtschaftskammer Tirol

Wir unterstützen bei Export und Import

Damit Ihr geschäftlicher Grenzübertritt kein Sprung ins kalte Wasser wird, beraten wir Sie bei Ihren Export- und Importvorhaben. Und wir wollen, dass Sie möglichst weit springen: Die Internationalisierungsoffensive go-international bietet viele verschiedene Förderprogramme für Markteintritt, Marktbearbeitung und das Bezugsquellengeschäft im Ausland.

Starthilfe für Exporteurinnen und Exporteure

Wer ganz am Anfang steht, den nehmen unsere Fachleute aus den Landeskammern an der Hand und unter die Lupe. Sie prüfen mit Ihnen, ob Sie ausreichend auf Ihr Vorhaben vorbereitet sind, helfen bei der Einschätzung von Aufwand und Erfolgsaussichten und definieren mit Ihnen Zielgruppen und Testmärkte. Am Ende wird aus Ihrer Idee eine Strategie. Die macht dem AußenwirtschaftsCenter, das Ihren ersten Markteintritt begleitet, die Suche nach Partnerinnen und Partnern leicht.

Geben Sie den Kolleginnen und Kollegen in Ihrer Landeskammer Bescheid! Gemeinsam machen wir die ersten Schritte in den Export.

Exportfinanzierung

Nur wer sät, kann auch ernten. Gerade beim Geschäft über die Grenze dürfen Vorlaufkosten und Risiken nicht unterschätzt werden. Hausbanken, Exportfonds, Kontrollbank, AWS und private Exportversicherer haben viele Antworten auf Fragen zu Finanzierung, Absicherung von Exportgeschäften und Direktinvestitionen.

Unsere Expertinnen und Experten suchen mit Ihnen die beste Lösung und geeignete Partner. Melden Sie sich bei uns! 

Exportförderungen

Sie wollen erstmalig exportieren oder einen neuen Exportmarkt erschließen? Sie möchten wissen, welche Fördermöglichkeiten dafür vorgesehen sind? Bei einem Beratungsgespräch evaluieren wir mit Ihnen die unterschiedlichen Fördermöglichkeiten und schnüren ein maßgeschneidertes Exportförderpaket für Ihr Exportvorhaben.

Wir haben den Überblick über alle Fördermaßnahmen und sorgen dafür, dass Sie sich im Förderdschungel zurechtfinden! 

Auslandsaktivitäten absichern und finanzieren

Risiken kann man selten ausschließen. – Aber man kann sie minimieren: Mit den Exporthaftungen des Bundes und Refinanzierungen über Ihre Hausbank bietet die Österreichische Kontrollbank (OeKB) kräftige Instrumente, die Österreichs Unternehmen und ihre Partner im weltweiten Wettbewerb stärken.

Hier finden Sie die aktuellen Deckungsrichtlinien für Projektgeschäfte, Investitionsgüterlieferungen und Beteiligungen in den Vereinigten Staaten.

Exportabwicklung und Exportdokumente

Unsere Exportprofis

  • beraten Sie bei Zollverfahren,
  • helfen Ihnen bei den Exportdokumenten, die Ihre Exportware begleiten,
  • wissen alles über Ausfuhrbestimmungen und Ausfuhrkontrolle und
  • unterstützen Sie bei der Feststellung des Ursprungs Ihres Exportproduktes.
  • Kurzum: Wir sind Ihre Berater in allen Fragen der Exportabwicklung!

Die Spezialistinnen und Spezialisten in den Landeskammern wissen über Ursprungszeugnisse, Carnet ATA und sonstige für den Export notwendige Dokumente Bescheid und beglaubigen diese auch gerne gleich für Sie.

Importberatung

Man kann sogar von Zuhause aus international tätig sein: Auch andere Märkte haben schöne Produkte und Dienstleistungen. Damit Ihre Lieferungen aus dem Ausland auch reibungslos zu Ihnen finden, haben die Kolleginnen und Kollegen der Wirtschaftskammer Tirol in ihrem ausführlichen Importhandbuch zusammengefasst, was Sie bei der Einfuhr oder Verbringung von Waren nach Österreich beachten müssen.

Sie wollen importieren? Die Spezialistinnen und Spezialisten in den Landeskammern helfen Ihnen dabei, alle Welt nach Österreich zu holen. Melden Sie sich einfach!

Mit einem Klick in neue Märkte: Das Importhandbuch der Wirtschaftskammer Tirol

Bezugsquellen

Wer im Wettbewerb bestehen will, muss ständig sicherstellen, die notwendigen Vorprodukte in der notwendigen Qualität von verlässlichen Lieferantinnen und Lieferanten zu den bestmöglichen Preisen zuzukaufen. Wir identifizieren diese Lieferantinnen und Lieferanten, prüfen deren Bonität und Leistungsfähigkeit, übermitteln Ihre Spezifikationen und holen Angebote ein. Wenn Sie Wert auf Diskretion legen, können Sie sich dabei auch gerne am Anfang hinter uns verstecken. Und dass wir Sie dann auch bei der Abwicklung eines Beschaffungsgeschäftes unterstützen, versteht sich von selbst.

Sie wollen sich eines unserer AußenwirtschaftsCenter als Einkaufsorganisation an Bord holen? Hier gibt es Unterstützung auf den Beschaffungsmärkten dieser Welt.

Marktanalysen

Ein Überblick über die Absatz- und Konkurrenzsituation in einem Zielmarkt gehört ganz oben in den Werkzeugkasten einer Exporteurin und eines Exporteurs. Der Aufstieg zur Aussichtsplattform ist mit uns ein Spaziergang. Jede Warenlieferung über jede Grenze wird weltweit statistisch erfasst. Wir wissen, wie viele Bohrmaschinen Brasilien importiert oder wohin Belgien Babynahrung liefert.

Die Expertinnen und Experten in unserem Servicecenter in Wien werten den Zahlensalat einer riesigen Datenbanken für Sie aus, sagen Ihnen, welche Informationen Sie brauchen, und liefern maßgeschneiderte Warenstromanalysen, die Ihnen helfen, Ihre Nische zu finden.

Zoll- und Importbestimmungen

Importbestimmungen

Außer für bestimmte Nahrungsmittel (z.B. Milch, Thunfisch, Zucker und zuckerhaltige Waren) sowie diverse Stahlerzeugnisse gibt es keine mengenmäßigen Beschränkungen. Besondere Genehmigungspflichten existieren u.a. für bestimmte Nahrungsmittel wie Fleisch- und Fischwaren, Lebendvieh und landwirtschaftliche Produkte, Arzneimittel, Kosmetika, Waffen, Gold etc. Aktuelle Informationen über temporäre Quoten, Sonderbestimmungen etc. können jederzeit bei den AußenwirtschaftsCentern, der Handelsabteilung der amerikanischen Botschaft in Wien und verbindlich im Office of Trade Compliance & Quotas des U.S. Customs and Border Protection eingeholt werden.

Ein allgemeiner Überblick zu Importbestimmungen ist auf der Homepage des U.S. Customs and Border Protection abrufbar.

Weitere Informationen über Vorschriften und Prozeduren beim Warenimport in die USA können Ihnen die AußenwirtschaftsCenter in den USA anbieten.

Zollbestimmungen

Die USA haben ein relativ niedriges Zollniveau von durchschnittlich 5 %. Der US-Zoll kann in Form eines Wertzolls („ad valorem”, Basis für die Berechnung ist der Warenwert einschließlich Überseeverpackung frei österreichische Grenze), nach dem Gewicht/der Stückzahl der Waren („specific”) oder aus diesen beiden Formen zusammengesetzt („compound”) eingehoben werden.

Es kommt das Harmonisierte Zollsystem zur Anwendung (Harmonized Tariff Schedule). Bindende Zolltarifbescheide erteilt die oberste Zollbehörde in Washington, was ca. 30 Arbeitstage in Anspruch nimmt wenn keine Laborberichte oder Feedback anderer Organisationen eingeholt werden muss. Rascher, jedoch unverbindlich, erteilen alle AußenwirtschaftsCenter, aber auch der Zollattaché der US-Botschaft, Boltzmanngasse 16, 1090 Wien, Tel. 01/31 339-0, Zollauskünfte. Der US-Zolltarif ist im Internet abrufbar.

Neben den Zöllen sind folgende Verwaltungsabgaben zu leisten: Merchandise Processing Fee 0,3464% des Warenwertes (min. USD 25,67 max. USD 497,99) wird bei Formal Entry Einfuhrverfahren eingehoben; Harbor Maintenance Fee 0,125% des Warenwertes (sofern die Waren in einem Hafen einlaufen). Hinzu kommen noch die Kosten für einen Customs Broker (sofern der Hauptimporteur einen Zollagenten engagiert), welche individuell unterschiedlich sind (der Rahmenwert liegt zwischen USD 100 bis 200 pro Abfertigung). Der Zollagent kann den Hauptimporteur auch bei der Besorgung des kostenpflichtigen Bürgschaftsdokuments (Customs Bond) unterstützen, das bei Formal Entry Einfuhrverfahren (Warenwert über USD 2.500 bzw. bei regulierten Waren eventuell auch schon ab einem Warenwert von USD 800) immer vorliegen muss. Gebühren entstehen auch, wenn die Zollbehörde Inspektionen durchführt. Beim Import bestimmter regulierter Waren (Alkoholika, Tabak) fallen des Weiteren sogenannte Federal Excise Taxes an.

Geschenke

Für Geschäfts- und Werbegeschenke gibt es generell keine Zollbegünstigungen, da derartige Sendungen eine kommerzielle Aktivität darstellen.

Ausnahme: Ein US-Empfänger kann eine persönliche Postsendung von unregulierten Waren bis zu einem Warenwert von USD 800 oder eine private Geschenksendung bis zu einem Wert von USD 100, die als solche gekennzeichnet sein muss, zollfrei importieren (gilt nicht für regulierte Produkte wie alkoholische Getränke und Tabakwaren).

Sonstige Einfuhrabgaben

Beim Import von Waren in die USA gibt es keine Einfuhrumsatzsteuer (EUSt). Das Thema Steuern in den USA wirft gelegentlich Fragen auf, die an unseren ACs gerne beantwortet werden.

Muster

Nicht zum Verkauf bestimmte kommerzielle Warenmuster sind zollfrei, müssen jedoch vollkommen entwertet worden sein und einwandfrei als solche erkennbar sein. Andernfalls werden Warenmuster als normale kommerzielle Sendung behandelt. Der Import von persönlichen Gebrauchsgegenständen, die mindestens für ein Jahr lang im eigenen Besitz waren, ist ebenfalls zollfrei. Berufsausrüstung und Messewaren bzw. Muster, die zur Wiederausfuhr bestimmt sind, können bei Verpflichtungserklärung zur Wiederausfuhr innerhalb eines Jahres zollfrei importiert werden (temporary importation under bond - TIB) bzw. bietet sich alternativ das Carnet ATA an.

Vorschriften für Versand per Post

Bis zu einem Wert von USD 800 können Lieferungen von unregulierten Waren zollfrei per Post an US-Kunden gesandt werden. Bis zu einem Wert von USA 2.000 sind postverzollte Sendungen möglich. Durch die Postverzollung erspart man sich die Kosten für die Einschaltung eines Customs Broker, der bei einem „formal entry“ engagiert werden muss. Bei nicht kommerziellen Sendungen bis zu einem Wert von USD 2.000 ist eine Zollinhaltserklärung (mit Wertangabe) ausreichend, bei kommerziellen Sendungen wird die Beibringung einer Handelsfaktura verlangt. Regulierte Produkte wie z.B. Textilien sind von dieser Importvereinfachung ausgenommen. Der Import von Alkoholika am Postweg ist verboten.

Falls die US-Zollbehörden trotz niedrigerer Wertangabe den Wert der Sendung höher als USD 2.000 schätzen bzw. bei Sendungen über diesem Betrag wird ein „formal entry“ durchgeführt. Hierfür wird - auch bei nicht kommerziellen Sendungen - eine Handelsfaktura benötigt.

Verpackungsvorschriften, Ursprungsbezeichnung

Angabe der genauen Menge und des Bestimmungshafens ist auf allen Paketstücken erforderlich. Grundsätzlich sollen Warensendungen, bei denen unterschiedliche Zollsätze zur Anwendung gelangen, getrennt verpackt werden.

Textilien müssen Etiketten tragen, die die verwendeten Textilfasern, deren gewichtmäßigen Prozentanteil, Ursprungsland, Name des Herstellers oder Exporteurs bzw. Name des US-Importeurs angeben. Weiters ist die Etikettierung von Textilien und Bekleidung mit Reinigungsanleitung gemäß den US-Bestimmungen vorgeschrieben. Detaillierte Informationen kann Ihnen das AußenwirtschaftsCenter New York liefern. 

Auch bei Spirituosen ist eine Etikettierung mit Ursprungsbezeichnung notwendig. Glas oder Flaschen müssen außerdem Name und Adresse des Herstellers aufweisen. Detaillierte Informationen kann Ihnen das AußenwirtschaftsCenter New York liefern.

Um die Einschleppung von Holzschädlingen in die USA zu verhindern, setzt das US-Landwirtschaftsministerium zusammen mit der Zoll- und Grenzschutzabteilung des Heimatschutzministeriums (Department of Homeland Security’s Customs and Border Protection) seit dem 5. Juli 2006 die letzte Phase der Regelungen zur Behandlung von Verpackungsholz um. Danach müssen alle Arten von Verpackungsholz, die zum Transport von Gütern verwendet werden, bei der Einfuhr in die USA den geforderten Importbestimmungen entsprechen. Das Holz darf keine Schädlinge aufweisen und muss zusätzlich entweder hitzebehandelt oder nach der Richtlinie 15 der International Standards for Phytosanitary Measures (ISPM) mit Methylbromid behandelt worden sein. Die ISPM15 gilt nur für Vollholz. Ausgenommen sind Holzwerkstoffe (z. B. Spanplatten, Sperrholz) und Vollholz, das dünner als 6 mm ist. Weiterhin wird eine international anerkannte Pflichtmarkierung gefordert, die die adäquate Behandlung des Holzes nachweist. Holzverpackungen (dazu zählen auch kleine Holzteile, die zur Abstützung der Lieferung im Container verwendet werden), die den Bestimmungen nicht entsprechen, müssen (oft auch zusammen mit der kompletten Lieferung) auf Kosten des Importeurs in das Herkunftsland zurücktransportiert werden bzw. kann die US-Zollbehörde bei Mißachten der Regelung auch eine Strafgebühr einheben. Die eingeführten Vorschriften basieren auf den International Plant Protection Convention (IPPC) Standards für Holzverpackungen, die weltweit akzeptierte Maßnahmen beschreiben, um das Risiko einer Einschleppung von Holzschädlingen über Verpackungsholz zu minimieren. Weitergehende Informationen entnehmen Sie bitte der Webseite des US Department of Agriculture.

Begleitpapiere

Für jede Sendung österreichischer Waren in die USA muss eine handelsübliche Faktura (1 Original und 2 Kopien in Englisch) ausgestellt werden. Für Zollzwecke ist lediglich eine Proformafaktura erforderlich. (Ausnahme: für Stahl in den verschiedensten Formen ist bei Lieferungen über USD 10.000 zusätzlich eine 'Special Summary Steel Invoice', Customs Form 5520, erforderlich).

Besonders ist zu beachten:

  1. Die Originalrechnung muss in englischer Sprache erstellt sein.
  2. Auf der Originalrechnung muss die Beziehung zum Importeur angegeben sein; d.h. es muss 'Transaction between related parties' vermerkt sein, wenn eine Tochtergesellschaft in den USA besteht oder mit dem Importeur ein Verwandtschaftsverhältnis vorliegt. Alle anderen Exporteure müssen 'Transaction between not related parties' auf der Originalrechnung vermerken.
  3. In der Faktura muss ein Hinweis auf den Inhalt der einzelnen Colli gegeben sein (besonders bei Teillieferungen wichtig).
  4. Warenlieferungen, denen kein Kaufvertrag zugrunde liegt, müssen als 'non purchased' gekennzeichnet werden. Lieferungen eines ausländischen Unternehmens an seine amerikanische Tochterfirma gelten in der Regel als entgeltlich.
  5. Inhalt der Faktura: Absender und Empfänger, Eintrittshafen, detaillierte Warenbeschreibung (handelsübliche Bezeichnung, Art und qualitative Eigenschaft, Marke, Sortenbezeichnung, unter der das Produkt in Österreich vertrieben wird). Quantitätsangabe in metrischen oder US-Maß- und Gewichtseinheiten, vertraglich festgelegte Währung, Preis; bei kostenlosen Lieferungen der gewöhnlich erzielbare Preis. Alle Kosten und Gebühren, die auf die Ware aufgeschlagen werden, inklusive Provision, Versicherung, Fracht und Verpackung. Preisnachlässe und kostenlose Mehrlieferungen müssen gesondert angeführt werden. Ursprungsvermerk, der bei den meisten Waren zusätzlich auch am Produkt selbst angebracht werden muss.

Zusätzliche Begleitpapiere, z.B. Ursprungszeugnisse, sind bei Lieferungen gewisser Produkte, die unter ein Freihandelsabkommen mit den USA fallen vorzulegen.

Die übrigen Exportdokumente wie Konnossemente, Luftfrachtbriefe, Versicherungspolizzen, Packliste, etc. unterliegen keinen besonderen Bestimmungen. Ursprungszeugnisse sind für österreichische Erzeugnisse in der Regel nicht erforderlich (siehe „Besondere Bestimmungen”).

Restriktionen

Besondere Bestimmungen für Lebensmittel („Bioterrorism Act“)

Die US-Lebensmittelbehörde (Food & Drug Administration, FDA www.fda.gov) hat am 10. Oktober 2003 eine Verordnung erlassen, wonach sich US- und ausländische Einrichtungen, welche Lebensmittel für den menschlichen oder tierischen Verzehr produzieren, verarbeiten, verpacken und lagern, bei der FDA registrieren lassen müssen. Österreichische Unternehmen, die unter die Kategorie der zu registrierenden Unternehmen fallen, müssen für die Registrierung einen US-Agenten ernennen. Das Außenhandels Center New York ist bereit, gegen Abgeltung der entstehenden Kosten, als Agent tätig zu werden. Selbstverständlich können auch andere Anbieter genannt werden. Die FDA-Registrierung selbst ist kostenlos ist und erfolgt üblicherweise online.

Weiters müssen Lebensmittellieferungen bei der FDA vorangemeldet werden (Prior notice of imported food shipments). Die Prior Notice oder Voranmeldung für Lebensmittellieferungen in die USA kann grundsätzlich von jedem gemacht werden, der die dazu notwendigen Informationen besitzt - in der Regel ist das bei Speditionssendungen die Spedition. Man kann die Voranmeldung entweder im Zuge der Verzollung durch das so genannte „Automated Broker Interface of the Automated Commercial System (ABI/ACS)", das autorisierten Importeuren, Zollagenten, Speditionen, usw. zur Verfügung steht, oder durch das „Prior Notice System Interface (PNSI)" über das Internet bei der Food & Drug Administration (FDA) vornehmen. Von dieser Regelung sind auch Mustersendungen und Proben, die in die USA gesendet werden, betroffen.

Andere Warengruppen

Es bestehen auch für andere Warengruppen, wie etwa Pharmazeutika, medizinische Geräte, chemische Produkte, Gefahrgut, Textilien, pflanzliche und tierische Produkte, Alkoholika, Spielzeug, zahlreiche Konsumgüter, elektronische Geräte, Kraftfahrzeuge, Maschinen, etc., umfangreiche Sondervorschriften. Es wird dringend empfohlen, beim Importeur rückzufragen, welche Sonderbestimmungen zu beachten sind.

Artenschutz

Im Fall, dass Pflanzen oder Tiere, die auf der Liste bedrohter oder gefährdeter Arten stehen, in die USA importiert werden sollen, muss zunächst überprüft werden, ob ein solcher Import mittels Genehmigung überhaupt möglich ist.

Die zuständigen Behörden sind das US Fish and Wildlife Service und das US Department of Agriculture, Animal and Plant Health Inspection Service.

Österreich ist 1982 dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen beigetreten. Die Ein- oder Ausfuhr der im Übereinkommen gelisteten bedrohten Tier- (2.000) und Pflanzenarten (30.000) in die bzw. aus der Europäischen Union unterliegt strengen Zollkontrollen. Viele Arten oder ihre Produkte daraus erfordern Aus- und/oder Einfuhrdokumente. Nicht nur lebende Tiere und Pflanzen sind davon betroffen, sondern auch Präparate und Erzeugnisse daraus, wie z.B. Schmuck und Souvenirs aus Elfenbein, Ledertaschen (Krokodil, Waran), Krallen, Zähne, Felle, Schildkrötenpanzer, Schlangenhäute, etc.

Aufgrund der für Laien teils schwierigen Zuordnung, ob eine Art oder ein Produkt dokumentenpflichtig ist, ist es sicherlich das Beste - zum Schutz der gefährdeten Arten und der Vermeidung einer Beschlagnahme und möglicherweise hohen Geldstrafen bei der Einfuhr -, vom Kauf solcher Souvenirs abzusehen.

Ansonsten sollten schon vor der Abreise genaue Informationen über die erforderlichen Begleitpapiere (CITES-Papiere) eingeholt werden. Auf die Informationen der dortigen Händler, dass das angebotene Exemplar entweder nicht dem Artenschutzübereinkommen unterliegt oder die vom Händler vorgelegten Begleitpapiere genügen, sollte man sich – auch gutgläubig – nie verlassen.

Nähere Informationen sind beim Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, Abteilung Natur- und Artenschutz, T 1/515 22-1402, erhältlich.

Bei weiteren Fragen zum Thema Zoll- und Importbestimmungen USA, empfehlen wir Ihnen eine Kontaktaufnahme mit dem AußenwirtschaftsCenter New York, bzw, konsultieren Sie bitte unseren ausführlicheren Fachreport zum Thema „Import in die USA“.