
Barrierefreiheit als Wettbewerbsfaktor: Mehr Chancen als Risiken
Vortrag von Werner Rosenberger und Friedrich Maislinger
- Datum:
- Do., 12. Nov. 2026
- Uhrzeit:
- 17:00 Uhr bis 22:00 Uhr
- Anmeldung bis:
- So., 8. Nov. 2026
- Format:
- Präsenz
- Veranstaltungsort:
-
WIFI Salzburg, Penthouse A
Julius-Raab-Platz 2
5020 Salzburg
Route berechnen - Veranstalter:
- 704 - Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie
- Veranstaltungstyp:
- Event
Das Barrierefreiheitsgesetz (European Accessibility Act) stellt Unternehmen vor neue Anforderungen – eröffnet aber gleichzeitig Chancen, digitale Angebote kundenfreundlicher zu gestalten, neue Zielgruppen zu erreichen und die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Welche Unternehmen betroffen sind, worauf es bei der Umsetzung ankommt und warum sich digitale Barrierefreiheit auch wirtschaftlich rechnet, zeigt eine Informationsveranstaltung der WKS am 12. November 2026 ab 17:00 Uhr.
Seit dem 28. Juni 2025 gelten in Österreich mit dem Barrierefreiheitsgesetz (BaFG) neue gesetzliche Anforderungen für bestimmte digitale Produkte und Dienstleistungen. Für viele Unternehmen wirft das Fragen auf: Bin ich von den Regelungen betroffen? Welche Anpassungen sind notwendig? Welche Konsequenzen drohen bei Nichtbeachtung? Und wie aufwendig ist es, eine Website oder digitale Dienstleistung barrierefrei zu gestalten?
Antworten darauf geben Werner Rosenberger, MSc, zertifizierter Experte für digitale Barrierefreiheit und Projektleiter des Web Accessibility Certificate (WACA), sowie Friedrich Maislinger. Sie erklären die gesetzlichen Grundlagen, räumen mit verbreiteten Irrtümern auf und zeigen anhand konkreter Beispiele, wie Unternehmen digitale Barrierefreiheit erfolgreich umsetzen können.
Wichtig für KMUs
Hansjörg Weitgasser, Obmann der Fachgruppe UBIT Salzburg: „Digitale Barrierefreiheit ist kein Randthema, sondern ein Qualitätsmerkmal moderner Unternehmenskommunikation. Wer digitale Hürden abbaut, macht seine Angebote für mehr Menschen zugänglich und schafft damit auch wirtschaftliche Chancen. Gerade für kleine und mittlere Unternehmen ist es wichtig, die gesetzlichen Anforderungen zu kennen und praktikable Lösungen zu finden.“
„Digitale Barrierefreiheit ist nicht nur eine gesetzliche Verpflichtung, sondern auch eine Investition in die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen. Wer Websites und digitale Services für alle Menschen zugänglich macht, verbessert die Nutzerfreundlichkeit, erreicht neue Kundengruppen und stärkt seine Wettbewerbsfähigkeit. Entscheidend ist, Barrierefreiheit von Anfang an mitzudenken und als Chance zu begreifen“, betont Dipl.-Ing. Manuel Dorfer, BSc
Berufsgruppensprecher Informationstechnologie.
Digitale Barrierefreiheit schafft neue Möglichkeiten
Barrierefreie Websites und digitale Anwendungen ermöglichen möglichst vielen Menschen einen einfachen Zugang zu Informationen, Produkten und Dienstleistungen. Davon profitieren nicht nur Menschen mit Behinderungen, sondern beispielsweise auch ältere Personen oder Menschen mit vorübergehenden Einschränkungen, aber auch Suchmaschinen und KI-Tools.
„Digitale Barrierefreiheit ist weit mehr als die Erfüllung gesetzlicher Vorgaben. Unternehmen, die ihre digitalen Angebote für möglichst viele Menschen zugänglich machen, verbessern das Nutzererlebnis, erschließen zusätzliche Kundengruppen und stärken langfristig ihre Wettbewerbsfähigkeit“, betont Werner Rosenberger.
Was Unternehmen jetzt wissen müssen
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen die konkreten Auswirkungen des Barrierefreiheitsgesetzes auf Unternehmen. Die Vortragenden erläutern, für welche Betriebe und digitalen Angebote die gesetzlichen Anforderungen gelten, welche Ausnahmen vorgesehen sind und welche Folgen eine Nichtbeachtung haben kann.
Darüber hinaus erfahren die Teilnehmer, was sich hinter dem Begriff Web Accessibility verbirgt, welche Normen und Standards relevant sind und mit welchen Werkzeugen sich digitale Barrieren erkennen und abbauen lassen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Verhältnis zwischen Kosten und Nutzen. Anhand positiver Praxisbeispiele wird gezeigt, wie barrierefreie digitale Angebote nicht nur rechtliche Risiken reduzieren, sondern auch die Benutzerfreundlichkeit und die Qualität digitaler Kundenkontakte verbessern können.
KI als Unterstützung für mehr Barrierefreiheit
Auch künstliche Intelligenz spielt bei der Gestaltung barrierefreier digitaler Angebote eine zunehmend wichtige Rolle. KI-gestützte Werkzeuge können beispielsweise bei der Analyse von Websites, der Aufbereitung von Inhalten und der Identifikation möglicher Barrieren unterstützen. Wo die Möglichkeiten und Grenzen dieser Technologien liegen, ist ebenfalls Thema des Abends.
„Barrierefreiheit muss nicht kompliziert sein. Entscheidend ist, die Anforderungen zu verstehen, die richtigen Prioritäten zu setzen und geeignete Werkzeuge einzusetzen. Unser Ziel ist es, Unternehmen konkrete Orientierung und praxistaugliche Lösungsansätze mitzugeben“, erklärt Friedrich Maislinger.
Die Veranstaltung richtet sich an Unternehmer, Geschäftsführer, IT-Verantwortliche, Webentwickler sowie Marketing- und Kommunikationsverantwortliche, die ihre digitalen Angebote zukunftssicher und für möglichst viele Menschen nutzbar gestalten möchten.
Die Veranstaltung auf einen Blick
Barrierefreiheit als Wettbewerbsfaktor – Warum das Barrierefreiheitsgesetz mehr Chancen als Risiken bringt
Termin: Donnerstag, 12. November 2026, ab 17:00 Uhr
Ort: WIFI Salzburg, Penthouse A
Vortragende:
- Werner Rosenberger, MSc – CWAE (Certified Web Accessibility Expert, WKO), CPACC (Certified Professional in Accessibility Core Competencies, IAAP), Projektleitung WACA – Web Accessibility Certificate
- Friedrich Maislinger - CWAE (Certified Web Accessibility Expert, WKO), Experte für die Barrierefreiheit im Netz, Geschäftsführer von Webdesign Maislinger