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Sparte Industrie

Betrieb | Umwelt | Energie

Lesedauer: 6 Minuten

19.08.2026

1.  Fachmessedoppel für Automation in der Industrie und Logistik in Dornbirn, 23./24.9.2026

TECH.CON und movatec bilden neues Fachmessedoppel für Automation in der Industrie und Logistik. Am 23. und 24. September 2026 treffen die Fachmesse für Produktions- und Prozessautomation TECH.CON und die neue Fachmesse für Logistikautomation movatec erstmals gemeinsam im Messequartier Dornbirn aufeinander. Das neue Messedoppel bündelt zwei Themenfelder, die in der Industrie eng zusammenhängen und vor denselben Fragen nach Effizienz, Wettbewerbsfähigkeit und neuen Wertschöpfungspotenzialen stehen. 

Unter dem gemeinsamen Dach „Your Future in Automation“ entsteht ein kompaktes Business-Event für Fach- und Führungskräfte sowie AnbieterInnen aus Industrie, Produktion, Technik und Logistik. Im Mittelpunkt stehen konkrete Lösungen für aktuelle Zukunftsthemen der industriellen Automation. Das Fachmessedoppel zeigt, welche Technologien bereits verfügbar sind, wie sie in der Praxis eingesetzt werden und welchen Beitrag sie zu Effizienz, Prozessqualität und Wettbewerbsfähigkeit leisten. 

Die TECH.CON präsentiert sich mit überarbeitetem Konzept und klarem Fokus auf Produktions- und Prozessautomation, Robotik und industrielle Digitalisierung. Die parallel stattfindende movatec ergänzt das Format um Intralogistik, Materialfluss und Logistikautomation. Gemeinsam bilden die beiden Fachmessen die Wertschöpfung von der Fertigung bis zum Warenfluss ab. 

„Moderne und flexible Automatisierung ist ein wesentlicher Faktor, um Produktionsstandorte wie Österreich langfristig wettbewerbsfähig und zukunftssicher weiterzuentwickeln. Innovationen entstehen dort, wo Menschen, Ideen und Unternehmen zusammenkommen. Die TECH.CON und movatec schaffen dafür eine wichtige Plattform und setzen starke Impulse für den Industriestandort“, sagt Martin Blum, Geschäftsführer der Blum-Gruppe.

Business-Event in einer starken Industrieregion
Die Bodenseeregion mit Vorarlberg, Süddeutschland, der Ostschweiz und Liechtenstein zählt zu den industriestarken Wirtschaftsräumen im deutschsprachigen Raum. Unternehmen aus Maschinenbau, Automatisierung, Elektronik, Digitalisierung, Metallverarbeitung, Kunststofftechnik und Logistik prägen den Standort. Für sie schaffen TECH.CON und movatec einen kompakten Rahmen, um AnbieterInnen kennenzulernen, Lösungen zu vergleichen und Kontakte in der Region zu vertiefen. 

Auch aus Sicht der ausstellenden Unternehmen bietet der Standort klare Vorteile. „Die Bodenseeregion bietet ein hochattraktives Einzugsgebiet mit großer Relevanz für die Produktions- und Prozessautomation. Wir sehen in dieser Messe das Potenzial, sich zu einer wichtigen Präsentationsplattform für die Automatisierungsbranche zu entwickeln“, sagt KommR Dipl.-Wirtsch.-Ing. Armin Pehlivan, Geschäftsführer der Beckhoff Automation GmbH. 

Ein Bühnenprogramm, zwei Perspektiven auf Wertschöpfung
Im Zentrum des Vortragsprogramms steht das Thema neue Wertschöpfungspotenziale durch Automatisierung und künstliche Intelligenz für kleine und mittlere Unternehmen in Produktion und Logistik. Ergänzend zu den Keynotes geben Fachvorträge aus unterschiedlichen Bereichen der industriellen Praxis Einblicke in aktuelle Anwendungen, technologische Entwicklungen und konkrete Umsetzungsfragen.

Zwei spannende Keynotes beleuchten künstliche Intelligenz und ihre konkrete Anwendung im Betrieb. DI Wolfgang Freiseisen, CEO der RISC Software GmbH, geht in seinem Vortrag „OK KI, wie hältst Du es mit der Realität und wenn ja, kannst Du es beweisen?" der Frage nach, wie sich symbolische KI und maschinelles Lernen zu Hybrid AI verbinden lassen und woran EntscheiderInnen echten Wettbewerbsvorteil erkennen. Univ. Prof. Dr. Sebastian Kummer von der WU Wien beleuchtet in seiner Keynote „Wer nicht automatisiert, wird atomisiert" die Automatisierungsrevolution in Produktion und Logistik. 

Komfortabler Besucherservice
TECH.CON
und movatec sind für Fachbesucher: innen kostenfrei zugänglich. Nach der Online-Registrierung erhalten sie ein persönliches Ticket für beide Fachmessen. Enthalten sind der Messeeintritt, das Vortragsprogramm sowie Speisen und Getränke direkt in der Messehalle. Für Unternehmen, die mit Teams oder größeren Gruppen anreisen, wird zudem ein Shuttle zur Messe angeboten.

FACTBOX
YOUR FUTURE IN AUTOMATION:
Fachmessedoppel TECH.CON und movatec

TECH.CON 2026
Die Fachmesse für Produktions- und Prozessautomatisierung, Robotik und Digitalisierung
23. bis 24. September 2026
Messequartier Dornbirn

movatec 2026
Die Fachmesse für Logistik und Automatisierung 
23. bis 24. September 2026
Messequartier Dornbirn

Öffnungszeiten: 
Mittwoch, 9:00 - 17:00 Uhr; Donnerstag, 9:00 - 16:00 Uhr

Mehr Details: 

2. EU Grid Package – Rat beschließt Allgemeine Ausrichtungen

Der Rat der Europäischen Union hat am 26. Juni 2026 seine allgemeinen Ausrichtungen zu den beiden Gesetzgebungsvorschlägen des European Grid Package festgelegt. Das Paket umfasst eine Verordnung über Leitlinien für die transeuropäische Energieinfrastruktur (TEN-E-Verordnung) und eine Richtlinie zur Beschleunigung von Genehmigungsverfahren. 

Das European Grid Package wurde am 10. Dezember 2025 von der Europäischen Kommission vorgestellt. Hintergrund ist unter anderem die weiterhin unzureichende Vernetzung der Mitgliedstaaten. Mehrere Mitgliedstaaten sind derzeit nicht auf Kurs, das für 2030 vorgesehene Stromverbundziel von 15 Prozent zu erreichen. Zudem besteht nach wie vor eine hohe Abhängigkeit von Energieimporten: Im Jahr 2022 wurden 98 Prozent des in der EU verwendeten Öls und Gases importiert. Darüber hinaus stellen die hohen Energiepreise eine erhebliche Belastung für die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft dar.

Die Überarbeitung verfolgte das Ziel, die Planung grenzüberschreitender Energieinfrastrukturen deutlich zu verbessern und damit eine effizientere europäische Vernetzung zu ermöglichen. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Verkürzung der Genehmigungsverfahren für Projekte von gemeinsamem Interesse, um den Ausbau wichtiger Leitungen und Netze zu beschleunigen.

Gleichzeitig soll die grenzüberschreitende Energieinfrastruktur widerstandsfähiger und besser geschützt werden, insbesondere angesichts wachsender Risiken durch Cyberangriffe und extreme Wetterereignisse. Darüber hinaus sieht die Reform wirksamere Mechanismen für die Aufteilung der Kosten und des Nutzens grenzüberschreitender Projekte vor. Dadurch sollen die finanziellen Lasten gerechter zwischen den beteiligten Mitgliedstaaten verteilt und Investitionen erleichtert werden.

Mit den General Approaches ist der Rat für die Trilog-Verhandlungen mit dem Europäischen Parlament positioniert. Diese können beginnen, sobald auch das Parlament seine Positionierungen festgelegt hat. Dies wird für die TEN-E-VO voraussichtlich im Herbst 2026 erfolgen. 

Weiterführende Links:
Presseaussendung des Rates der EU: European grids package: Council backs modernised energy network for decarbonisation - Consilium

Allgemeine Ausrichtung TEN-E-Verordnung

3. Global Hydrogen Review 2026 veröffentlicht

Die Internationale Energieagentur (IEA) hat am 18. Juni 2026 den Global Hydrogen Review für 2026 veröffentlicht. Die diesjährige Ausgabe ist stark vom Krieg am Persischen Golf beeinflusst, der zugleich die Erzeugung sowie den Handel mit wasserstoffbasierten Produkten erheblich belastet. Auf die Region entfällt rund ein Sechstel der weltweiten Wasserstofferzeugung und hält bedeutende Anteile am Handel mit Ammoniak, Harnstoff und Methanol. Eine Schließung der Straße von Hormus trifft daher insbesondere die Düngemittelmärkte. Daraus leitet die IEA ihr Leitthema ab: Wasserstoff und wasserstoffbasierte Brennstoffe können die Resilienz des Energiesystems stärken, kurzfristig steht emissionsarmer Wasserstoff jedoch nicht in ausreichendem Maßstab zur Verfügung. 

Die globale Nachfrage überschritt 2025 erstmals 100 Millionen Tonnen. Weiterhin entfiel davon aber nur rund ein Prozent auf emissionsarm erzeugten Wasserstoff, während die Projektpipeline bis 2030 um 10 auf 27 Millionen Tonnen schrumpfte. Als zentralen Engpass sieht die IEA nach wie vor die Nachfrage, wobei Impulse vor allem aus der europäischen Regulierung kommen. Für Österreich hält der Bericht konkrete Fortschritte fest: Vier Projekte erhielten auf Grundlage des Wasserstoffförderungsgesetzes Zusagen über 275 Millionen Euro; die Förderverträge sind inzwischen allesamt unterzeichnet.

Zum Global Hydrogen Review 2026