Tourismus – ein unverzichtbarer Wirtschaftsfaktor für Österreich
WKÖ-Präsident Harald Mahrer und Sparten-Obfrau Susanne Kraus-Winkler diskutierten beim European Forum Alpbach, wie die Erfolgsgeschichte des österreichischen Tourismus fortgeschrieben werden kann.
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Die Tourismus- und Freizeitwirtschaft ist Rückgrat der österreichischen Wirtschaft, Ausdruck kultureller Vielfalt und internationales Aushängeschild. Mit rund 94.750 Betrieben, einer Wertschöpfung von 65,6 Milliarden Euro und 567.000 gesicherten Arbeitsplätzen (direkt und indirekt) leistet die Tourismus- und Freizeitwirtschaft einen wesentlichen Beitrag zu Wohlstand, Beschäftigung und internationaler Strahlkraft Österreichs. Doch rasanter gesellschaftspolitischer und technologischer Wandel, neue Trends und bahnbrechende Innovationen erfordern frisches Denken und mutige Visionen. Genau hier setzte die WKÖ-Tourismuskonferenz „Tourismus.Zukunft.Österreich. 2025 – Wandel, Werte, Wachstum“ im Rahmen des European Forum Alpbach an.
Wirtschaftsmotor Tourismus
Vor rund 270 Teilnehmer:innen, dem „Who’s who“ der heimischen Tourismuswirtschaft, wurde klar herausgearbeitet, welche Rahmenbedingungen notwendig sind, damit Österreich auch künftig von den enormen Leistungen des Tourismus profitiert. WKÖ-Präsident Harald Mahrer und Susanne Kraus-Winkler, Obfrau der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft, betonten die Notwendigkeit neuer Impulse: „Wir müssen heute darüber reden, wie wir die Erfolgsgeschichte des österreichischen Tourismus fortschreiben. Wir müssen uns aber auch klar darüber sein, welche Chancen der österreichische Tourismus bei den nächsten Gäste-Generationen hat“, betonte Kraus-Winkler. Österreich sei ein großartiges Land mit besten Voraussetzungen, doch im internationalen Wettbewerb um Urlauber warten große Aufgaben, ergänzte Mahrer.
Trends: Qualitätstourismus, KI und Daten
Entsprechend wurden auf der Konferenz die entscheidenden Zukunftsthemen diskutiert. Wie verändern Gäste-, Reise- und Konsumtrends das touristische Angebot? Wie gelingt Tourismus in Balance mit Lebensqualität? Und natürlich: Was macht KI mit der Reiselandschaft? Man müsse auf einem kontinuierlichen Innovationspfad bleiben, so Mahrer. Im Hinblick auf KI-gestützte Online-Suchen unterstrich er zum Beispiel die Wichtigkeit akkurater sowie aktueller Informationen. „Wer ungenaue oder veraltete Informationen liefert, verliert Sichtbarkeit und damit Gäste“, warnte Mahrer. Kraus-Winkler stimmte zu: „KI wird den Tourismus grundlegend verändern.“
Bürokratische Entlastungen notwendig
Ein weiterer Schwerpunkt der Konferenz: Entlastung für den Tourismus. „Bürokratie stellt für viele österreichische Tourismusbetriebe eine nicht mehr zu schulternde Belastung dar“, erweiterte Kraus-Winkler ihre Ausführungen. Eine aktuelle Umfrage zeigt: Jedes zweite Unternehmen fühlt sich stark durch Bürokratie belastet. Gemeinsam mit WKÖ-Präsident Mahrer forderte sie eine Entbürokratisierungsoffensive und Unterstützung für Betriebe bei der Senkung von Emissionen und Energieverbrauch. Ebenso müssten Betriebsübergaben erleichtert werden. „Um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und die Branche zu entlasten, braucht es ein umfassendes Entbürokratisierungspaket“, sagte Kraus-Winkler, die abschließend Nägel mit Köpfen seitens der Regierung einmahnte.
„In Alpbach wurde sichtbar wie tief der Tourismus in Österreich verankert ist: vierzehn Prozent aller Arbeitsplätze hängen direkt an der Branche. 92 Prozent der Wertschöpfung bleibt im Land - bei Lebensmitteln angefangen bis zum Handwerk, profitieren unsere heimischen Betriebe. Für uns Vorarlberger Delegierte war das Netzwerk ebenso wichtig: der unmittelbare Austausch mit Stimmen aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft. Genau in diesem Dialog liegt die Chance, unsere alpine Tourismusregion innovativ, verantwortungsvoll und im Einklang mit der Natur weiter zu entwickeln“, resümmierte Markus Kegele, Spartenobmann für Tourismus und Freizeitwirtschaft in der WKV.