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Lohnnebenkostensenkung entlastet Vorarlbergs Wirtschaft um über 80 Millionen Euro.
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Ein Prozentpunkt mit großer Wirkung

Ab 2028 kommt es zu einer Senkung der Lohnnebenkosten in Österreich. Vorarlbergs Wirtschaft wird mit über 80 Millionen Euro entlastet.

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Aktualisiert am 16.07.2026

Die Wirtschaftskammer Österreich hat es lange gefordert, nun wurde mit dem Beschluss für die Lohnnebenkosten ab dem Jahr 2028 eine wichtige Entlastung für die heimischen Betriebe erreicht, denn Österreich gehört bei den Lohnnebenkosten bisher zu den teuersten Standorten Europas: Sie machen hierzulande rund 27 Prozent der gesamten Arbeitskosten bzw. 29,6 Prozent des Bruttolohns aus, das entspricht dem fünfthöchsten Wert innerhalb der Europäischen Union.

„Mit dem Beschluss zur Reduktion der Lohnnebenkosten um ein Prozent wird eine langjährige Forderung der Wirtschaft final umgesetzt, die den Unternehmen in Österreich jährlich rund zwei Milliarden Euro Entlastung bringen. Das verschafft den Betrieben mehr finanziellen Spielraum, der Kostendruck auf bestehende Arbeitsplätze wird weniger, Neueinstellungen werden leichter kalkulierbar, Investitionen werden wieder attraktiver und der Standort wird gestärkt“, erklärt Julian Fässler, Direktor der Wirtschaftskammer Vorarlberg.

Konkrete Entlastung für die Vorarlberger Wirtschaft

Durch die Lohnnebenkostensenkung um ein Prozent wird die gewerbliche Wirtschaft in Vorarlberg um 71,80 Millionen Euro (Österreich: 1.486,33 Millionen Euro) entlastet. Die Entlastung für die Wirtschaft insgesamt beträgt 82,89 Millionen Euro (Österreich: 1.903,15). Allein für Vorarlberg wurden 472 zusätzliche Jobs (Österreich: 10.000) berechnet und die zusätzliche Wertschöpfung/BIP von 57 Millionen Euro (Österreich: 1.220 Millionen Euro). Darüber hinaus hilft die Senkung der Lohnnebenkosten 1,2 Millionen Jobs, die direkt oder indirekt vom Export abhängen, abzusichern, für Vorarlberg liegt der Anteil bei 82.800 Arbeitsplätzen.

Spielraum für österreichische Unternehmen

Gerade für die KMU in unserem Land zählt jeder Prozentpunkt an Entlastung, denn sie sind tagtäglich mit steigenden Kosten und internationaler Konkurrenz konfrontiert. Folgende Berechnungen der WKÖ zeigen, welche Wirkung dieser eine Prozentpunkt der Lohnnebenkosten-Senkung bewirken kann:

• Ein Kleinbetrieb mit drei Mitarbeiter:innen und einem durchschnittlichen Bruttolohn von 2.600 Euro spart künftig rund 1.090 Euro pro Jahr. Mit einer Ersparnis in ähnlicher Höhe können österreichweit fast 120.000 Unternehmen rechnen – so viele Betriebe mit ein bis neun Mitarbeitenden gibt es in der gewerblichen Wirtschaft.

• Ein Handwerksbetrieb mit zehn Mitarbeiter:innen und einem durchschnittlichen Bruttolohn von 2.700 Euro spart künftig rund 3.800 Euro pro Jahr. Eine mindestens ebenso hohe Ersparnis können sich österreichweit rund 12.300 Unternehmen erwarten – so viele Betriebe mit zehn oder mehr unselbständig Beschäftigten gibt es im österreichischen Gewerbe und Handwerk.

• Ein Handelsbetrieb mit 100 Mitarbeiter:innen und einem durchschnittlichen Bruttoeinkommen von 2.800 Euro spart künftig fast 40.000 Euro pro Jahr. Von einer ähnlich hohen Entlastung profitieren 556 Unternehmen – so viele Handelsbetriebe mit 100 oder mehr unselbständig Beschäftigten gibt es in Österreich.

Werden die „schmerzlichen“ Gegenfinanzierungsmaßnahmen der Lohnnebenkostensenkung gegenübergestellt, ergibt das unter dem Strich eine Entlastung für die Unternehmen von rund 800 Millionen Euro.

gegenargument unternehmen zahlen entlastung
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