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11. Vorarlberger Exporttag mit Fokus auf den Zukunftsmarkt Indien.
© WKV/Motter

Exporttag 2026: Der Boom-Markt Indien im Fokus

29 Wirtschaftsdelegierte, die für 100 Länder aus aller Welt zuständig sind, informieren beim 11. Vorarlberger Exporttag 2026 exportinteressierte Unternehmer:innen aus Vorarlberg über neue Marktplätze und attraktive Chancen auf den Weltmärkten. Der Exporttag ist das wichtigste Serviceformat der Außenwirtschaft für die heimischen Betriebe.

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Aktualisiert am 08.06.2026

Als exportorientierte Volkswirtschaft steht Vorarlberg vor großen globalen Herausforderungen, behauptet aber gleichzeitig seine Spitzenposition: Das Land belegt bei der Handelsbilanz pro Kopf im bundesweiten österreichischen Vergleich den 1. Platz. Jeder zweite Euro kommt aus dem Export. Um diese Stärke auch in Zeiten geopolitischer Unsicherheiten, steigender Kosten und volatiler Lieferketten zu erhalten, rückt die Wirtschaftskammer Vorarlberg und die Außenwirtschaft Austria gezielt neue Wachstumsmärkte und belastbare Netzwerke ins Zentrum.

Vorarlbergs Export-Stärke:

  • Österreichischer Spitzenreiter: Vorarlberg belegt beim Handelsbilanzüberschuss pro Kopf bundesweit Platz 1.
  • Verdreifachung: Die heimischen Exporte nach Indien stiegen in den vergangenen fünf Jahren auf rund 150 Mio. Euro pro Jahr.
  • Österreich-Rekord: Die gesamten rot-weiß-roten Indien-Exporte erreichten ein Rekordhoch von 1,48 Mrd. Euro (+13,6 %).

„Für Vorarlberg als international ausgerichteten Wirtschaftsstandort sind Vernetzung, Wissenstransfer und Offenheit gegenüber globalen Chancen von zentraler Bedeutung“, erklärt WKV-Präsident KommR Karlheinz Kopf und erklärt weiter: „Mit dem Exporttag schaffen wir eine Plattform, die Unternehmen dabei unterstützt, internationale Potenziale frühzeitig zu erkennen und neue Märkte zu erschließen. Unser Anliegen ist es, die Betriebe auf ihrem Weg bestmöglich zu begleiten.“

Genau hier setzt der 11. Exporttag der Wirtschaftskammer Vorarlberg an: Er bietet Unternehmen die einzigartige Möglichkeit, in direkten Gesprächen mit Wirtschaftsdelegierten aus aller Welt wertvolle Einblicke in internationale Märkte zu gewinnen und individuelle Informationen zu potenziellen Exportdestinationen zu erhalten. Die Themen reichen von Marktpotenzial über kulturelle Besonderheiten bis hin zu Vertriebsmöglichkeiten in neuen Märkten. Auch wer einfach wissen will, „Wie funktioniert der Markt in Japan, den USA oder Brasilien?“, findet passende Antworten.

Info-Sessions

Das Programm umfasst weiters folgende Info-Sessions zu aktuellen Exportthemen: Export finanzieren - Förderungen, Haftungen, Sicherheiten und Kredit; Startklar für die Schweiz: Strategien und Tools für den erfolgreichen Markteintritt als Ein-Personen-Unternehemn (EPU); "Decoupling oder De-Risking?" - Was die neue Weltordnung für Unternehmen bedeutet

Während der traditionelle Außenhandel auf westlichen Märkten stagniert, blickt Vorarlbergs Wirtschaft auf neue Wachstumsmärkte

Im Fokus: Der Boom-Markt Indien

Dass der indische Markt für die heimische Wirtschaft immer wichtiger wird, zeigen die aktuellen Zahlen: In den vergangenen fünf Jahren haben sich die Vorarlberger Exporte nach Indien auf rund 150 Millionen Euro verdreifacht. Beim Exporttag wird dies durch Mag. Hans-Jörg Hörtnagl, den Wirtschaftsdelegierten für Indien, praxisnah greifbar gemacht. Er unterstreicht die aktuelle wirtschaftliche Dynamik und das enorme Potenzial:  „Indien ist mit einem prognostizierten Wirtschaftswachstum von 6,6 Prozent die am stärksten wachsende Volkswirtschaft der G20-Staaten. Das Land investiert jährlich rund 130 Milliarden US-Dollar in die Infrastruktur. Diese enorme Modernisierungswelle bietet gigantische Potenziale für Zulieferer, Dienstleister und Technologieführer aus Vorarlberg. Wer langfristig global erfolgreich sein will, muss sich jetzt mit dem indischen Markt auseinandersetzen.“

Ein in Abschluss stehendes EU-Freihandelsabkommen soll künftig durch den Wegfall hoher Zölle für einen zusätzlichen massiven Wettbewerbsvorteil der österreichischen Betriebe sorgen.

Das Indien-Potenzial:

  • Wachstumschampion: Mit 7,4 % (2025) ist Indien die wachstumsstärkste G20-Volkswirtschaft.
  • Infrastruktur-Offensive: Die indische Regierung investiert jährlich 130 Mrd. USD in Infrastruktur und Modernisierung.
  • Zollvorteile in Sicht: Das geplante EU-Freihandelsabkommen verspricht einen massiven Wettbewerbsvorteil.

Zwei Wirtschaftsmissionen und erfolgreiche Vorarlberger Leitbetriebe

Die strategische Bedeutung Indiens wird aktuell durch intensive diplomatische und wirtschaftliche Bemühungen massiv flankiert. Um die Türen für heimische Unternehmen auf dem Subkontinent noch weiter aufzustoßen, fanden zuletzt gleich zwei hochkarätige Wirtschaftsmissionen statt. Im Rahmen einer hochrangigen Delegation, an der auch namhafte Vorarlberger Leitbetriebe teilnahmen, kam es in Neu-Delhi unter anderem zu direkten Gesprächen mit dem indischen Premierminister Narendra Modi. Parallel dazu forcierte eine zweite, gezielt auf den Automotive-Bereich ausgerichtete Wirtschaftsmission strategische Kooperationen im rasant wachsenden indischen Mobilitätssektor.

Global durchstarten: Das „Forum Indien“ & Österreichs Export-Offensive

Um dieses enorme Momentum optimal zu nutzen und das Vorarlberger Netzwerk gezielt zu stärken, findet am 3. Juli 2026 das „Forum Indien“ in Dornbirn statt. Im Fokus der Veranstaltung steht der erfolgreiche und nachhaltige Markteintritt in dieses dynamische Land. Dabei ist Indien erst der Anfang: Die Veranstaltung reiht sich ein in ein dichtes, globales Programm für die heimische Wirtschaft. Heuer stehen insgesamt an die zehn maßgeschneiderte Auslandsevents für österreichische Unternehmen auf dem Plan. Das Angebot reicht von punktgenauen Wirtschaftsmissionen und visionären Zukunftsreisen bis hin zu hochkarätigen internationalen Messebeteiligungen, die heimischen Betrieben weltweit die perfekte Bühne bieten.

Vorarlberger Vorzeigeunternehmen als Erfolgsgaranten

Dass sich der Schritt auf den indischen Markt bezahlt macht, beweisen die Vorarlberger Leitbetriebe bereits eindrucksvoll. Unternehmen wie Getzner Werkstoffe, Alpla, die Julius Blum GmbH und Doppelmayr sind seit Jahren erfolgreich auf dem Subkontinent aktiv. Mit eigenen Produktionsstätten, modernen Showrooms und dicht geknüpften Vertriebsnetzen bauen sie ihre Präsenz kontinuierlich aus und partizipieren direkt am rasanten Wachstum des Landes.

Seit Anfang 2025 ist zudem HENN mit einem eigenen Montagewerk für Kunststoffkupplungen in Chennai vertreten. Das Interesse der Wirtschaft ist enorm und das Potenzial bei einer Bevölkerung von 1,5 Milliarden Menschen und einer rasant wachsenden Mittelschicht noch lange nicht ausgeschöpft.