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Ganztagsschule
© GettyImages

Die WKV fordert zu Ferienbeginn: 

Es braucht jetzt bildungspolitische Entscheidungen statt weiterer Lippenbekenntnisse!

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Aktualisiert am 13.07.2026

Mit dem Beginn der Sommerferien endet ein Schuljahr, das einmal mehr gezeigt hat, wo die größten Baustellen im Bildungssystem liegen. Während viele Familien in den kommenden Wochen die Herausforderung meistern müssen, Beruf und Ferienbetreuung unter einen Hut zu bringen, zieht die Bildungspolitische Abteilung der Wirtschaftskammer Feldkirch eine klare Bilanz: Bei den Bildungsreformen darf es kein weiteres Aufschieben geben.

Die aktuellen Kompetenztestungen bestätigen, was Ausbildungsbetriebe seit Jahren feststellen. Immer mehr Jugendliche starten mit Defiziten in den Basiskompetenzen in ihre berufliche Laufbahn. Schwächen beim Lesen, Schreiben und Rechnen sind längst kein Einzelfall mehr, sondern entwickeln sich zu einem ernsthaften Wettbewerbsnachteil für den Wirtschaftsstandort.

Gudrun Petz-Bechter, Leiterin der Bildungspolitischen Abteilung und stellvertretende Direktorin der Wirtschaftskammer Vorarlberg, stellt klar: „Aus unserer Sicht könnte der Ausbau qualitativ hochwertiger ganztägiger Schulformen hier Abhilfe leisten.“
Ganztagsschulen schaffen mehr Zeit für individuelles Lernen und gezielte Förderung, stärken die Basiskompetenzen und ermöglichen gleichzeitig eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Sie sind damit nicht nur bildungspolitisch sinnvoll, sondern auch ein entscheidender Standortfaktor für die Wirtschaft.

„Wenn wir dieses Modell erfolgreich etablieren wollen, braucht es weit mehr als zusätzliche Betreuungsplätze oder neue Gebäude. Es braucht vor allem eines: die Unterstützung und das Engagement jener Menschen, die dieses System Tag für Tag mit Leben füllen – unserer Lehrerinnen und Lehrern“, sagt Petz-Bechter.
Sie leisten täglich einen zentralen Beitrag zur Bildung der nächsten Generation. Damit sie diesem Auftrag gerecht werden können, brauchen sie verlässliche Rahmenbedingungen, ausreichend Unterstützung und ein Bildungssystem, das sie in ihrer Arbeit stärkt, statt zusätzlich belastet. 

Die WKV sieht daher die Politik in der Verantwortung, den Schulen wieder mehr Handlungsspielraum zu geben, den Fokus konsequent auf die Vermittlung der Basiskompetenzen zu legen und notwendige Strukturreformen entschlossen umzusetzen.
Der Ferienbeginn bietet Gelegenheit zur Erholung. Gleichzeitig muss die Zeit bis zum Schulstart genutzt werden, um die Weichen für ein leistungsfähigeres Bildungssystem zu stellen. Denn eines ist klar: Wer heute in Bildung investiert, investiert in die Fachkräfte von morgen – und damit in die Zukunft unseres Wirtschaftsstandortes.