IKT-Statusreport: Talente bereits in der Schule abholen
Um die Chancen der Digitalisierung bestmöglich zu nutzen, braucht es auch in Vorarlberg einen konsequenten Ausbau der IT-Kompetenzen entlang der gesamten Ausbildungskette.
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Die Informations- und Kommunikationstechnologie zählt zu den wichtigsten Treibern für Innovation und wirtschaftliche Entwicklung. Der aktuelle IKT-Statusreport zeigt: Die IT-Branche bleibt ein dynamischer Wirtschaftssektor, gleichzeitig steigt die Bedeutung von Ausbildung, Fachkräfteentwicklung und digitalen Kompetenzen. Für die Fachgruppe Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie (UBIT) in der Wirtschaftskammer Vorarlberg braucht es daher einen konsequenten Ausbau der IT-Kompetenzen entlang der gesamten Ausbildungskette.
UBIT Vorarlberg-Obfrau Benedicte Hämmerle betont die Bedeutung der Branche für den Standort: „Digitalisierung und Cybersecurity sind längst Grundlage wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit. Gerade in einem innovationsstarken Wirtschaftsraum wie Vorarlberg gilt es, vorhandene Stärken weiter auszubauen und qualifizierte Fachkräfte langfristig zu sichern.“ „Der IKT-Statusreport zeigt klar: Vorarlberg wächst im IT-Bereich – aber wir schöpfen unser Potenzial noch nicht aus. Mit unserem Beschäftigungsanteil liegen wir deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. Wenn wir unsere Wettbewerbsfähigkeit langfristig sichern wollen, müssen wir jetzt gezielt in IT-Ausbildung, Fachkräftesicherung und Standortattraktivität investieren. Gleichzeitig müssen wir den Frauenanteil steigern und internationale Fachkräfte stärker integrieren“, erklärt Horst Kasper, IT-Experte und Vizeobmann der UBIT Vorarlberg.
Talente früh fördern
Der vom Kärntner Institut für Höhere Studien (KIHS) im Auftrag des Fachverbandes UBIT erstellte Bericht zeigt weiterhin großes Interesse an IT-Ausbildungen in Österreich. An Universitäten studieren derzeit über 20.000 Personen im Bereich Informatik und Kommunikationstechnologie, an Fachhochschulen rund 8.000. In den vergangenen fünf Jahren wurden rund 19.000 Abschlüsse in diesen Studienrichtungen verzeichnet. Aus Sicht des Fachverbandes UBIT braucht es einen durchgängigen Kompetenzpfad – von der Schule über Hochschulen bis in die Unternehmen. Entscheidend sei daher, junge Menschen früh für Informatik und digitale Technologien zu begeistern.
Bildung als Schlüssel
Auch aus Sicht der UBIT Vorarlberg spielt Bildung eine zentrale Rolle. Informatik und Künstliche Intelligenz sollten im Bildungssystem stärker verankert werden, damit digitale Kompetenzen früh vermittelt werden. Ebenso wichtig sind ausreichende Studienplätze sowie Rahmenbedingungen, die erfolgreiche Studienabschlüsse erleichtern.
Der IKT-Statusreport wird seit 2017 vom Kärntner Institut für Höhere Studien unter der Studienleitung von Prof. Norbert Wohlgemuth erstellt. Die Studie analysiert jährlich Studierenden- und Absolventenzahlen im Bereich Informatik und Kommunikationstechnologie an Universitäten und Fachhochschulen und liefert damit wichtige Grundlagen für bildungs- und wirtschaftspolitische Entscheidungen.