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Keramikprodukte bei Mäser werden teurer
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Keramikprodukte bei Mäser werden teurer

Josef Mäser GmbH warnt: EU verhängt 79 Prozent Anti-Dumping-Zoll auf Keramikimporte aus China – Preisexplosion bei Alltagsgeschirr wird Haushalte, Gastronomie und öffentliche Einrichtungen treffen.

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Aktualisiert am 26.02.2026

Mit der Durchführungsverordnung 2026/274 vom 6. Februar 2026 hat die Europäische Kommission Anti-Dumping-Zölle auf Einfuhren von Geschirr und anderen Artikeln aus Keramik für den Tisch- oder Küchengebrauch mit Ursprung in der Volksrepublik China drastisch auf 79 Prozent erhöht. Bisher lagen die Zollsätze zwischen 13,1 und 36,1 Prozent. Für viele importierende KMU ist das existenzbedrohend.

Preisschock – Inflation wird weiter angeheizt
In einer Phase anhaltender starker Inflation in Österreich wirkt diese Entscheidung wie ein Brandbeschleuniger. Für Konsument:innen sind Preissteigerungen von mindestens 30 bis 50 Prozent im Einzelhandel für alltägliches Geschirr zu erwarten. Auch die Gastronomie, die ohnehin unter massivem Kostendruck steht, wird ihre Preise erneut anheben müssen. Zudem wird durch die EU-Entscheidung die Grundausstattung öffentlicher Einrichtungen massiv verteuert.  

Verlust an Produktvielfalt und Nachhaltigkeit
Von neun unterschiedlichen Porzellanarten können in Europa nur noch vier produziert werden. Hersteller in der EU sind nicht in der Lage, den gesamten Bedarf abzudecken. Durch diese völlig unangemessenen Erhöhungen aus China ist ebenfalls mit Preiserhöhungen auf europäischer Produzentenseite zu rechnen. Hanno Mäser, Geschäftsführender Gesellschafter der Josef Mäser GmbH kritisiert die Maßnahmen daher scharf: „Wir schätzen unsere europäischen Geschäftspartner und die europäischen Produkte sehr, lassen wir doch selbst in Europa fertigen, doch Protektionismus ist kein Zukunftsmodell. Porzellan aus China hat eine jahrhundertelange Tradition und ist integraler Bestandteil globaler Handelsbeziehungen. Europa braucht Wettbewerb, Vielfalt und leistbare Produkte – keine Maßnahmen, die Inflation, soziale Belastung und Arbeitsplatzverluste verschärfen.“